Vitaminkick für Wachstum und Zellen

Folsäure gehört zur Familie der B-Vitamine. Der menschliche Körper kann sie nicht selbst herstellen, deshalb ist eine Aufnahme im Rahmen einer gesunden Ernährung unabdingbar. Im Körper spielt Folsäure bei Wachstumsprozessen und der Zellteilung eine zentrale Rolle. Da sich die blutbildenden Zellen im Knochenmark sehr häufig teilen, ist eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin wichtig für die Blutbildung.

Ein Folsäuremangel ist in den Industrieländern weit verbreitet: Die Mehrheit der Menschen in Deutschland erreicht die empfohlene Menge von 200 Mikrogramm Folsäure pro Tag nicht. Bei älteren Menschen steigt der Folsäurebedarf sogar. Genau wie in der Schwangerschaft und Stillzeit. Ebenso können ein Eisenmangel, ein Vitamin-C-Mangel, ein Vitamin-B12-Mangel und ein Zinkmangel die Entwicklung eines Folsäuremangels forcieren. Bei Folsäureunterversorgung sollten Sie also nicht nur an die Folsäure denken, sondern auch an die oben genannten Vital- und Mineralstoffe.

 

Folsäuremangel macht reizbar

Ein Folsäuremangel macht sich zunächst durch recht allgemeine Symptome bemerkbar, wie Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche und depressive Verstimmung. Folsäure beteiligt sich unter anderem an der Bildung von Schleimhäuten und Blutkörperchen. Da sich diese Gewebe fortlaufend erneuern und eine hohe sogenannte Teilungsrate haben, verursacht ein mehrere Wochen andauernder Folsäuremangel Symptome an diesen Geweben. So verheilen zum Beispiel Verletzungen der Schleimhäute und Wunden langsamer, wenn ein Folsäuremangel besteht.

 

Die Deckung des Folsäurebedarfs ist mit „normaler“ Ernährung so gut wie unmöglich

Mehr als 90 Prozent der Bundesbürger nehmen nicht einmal die Hälfte der notwendigen Menge an Folsäure zu sich. Deutschland ist ein Folsäure-Mangelland, lautet das alarmierende Urteil der Ernährungsexperten.

Folsäure ist zwar in vielen grünen Gemüsesorten vorhanden, doch kaum jemand schafft es, täglich eine ausreichend große Menge Obst und Gemüse (etwa 700 Gramm) zu essen. Folsäure ist überdies sehr empfindlich. Beim Kochen und Braten sowie auch bei längeren Lagerzeiten muss mit hohen Folsäureverlusten – oft sogar bis zu 100 Prozent – gerechnet werden. Daher fällt es den meisten Menschen schwer, ihren Folsäurebedarf mit normaler Ernährung zu decken.