1. Januar 2016 | by val

Laura Hottenrott mit ICEIS zum Sieg

Ejob Salomun lief beim 34. Internationalen Silvesterlauf von Werl nach Soest in einer anderen Liga. Daher gelang dem 33-jährigen Langstreckler der SG Wenden  auf der 15 km-langen Strecke von Werl nach Soest bei Temperaturen um zehn Grad und trockenem Wetter ein souveräner Start-Ziel-Sieg,  Der 22-jährige Langstreckler der SG Wenden, der sich bei seiner eindrucksvollen Vorstellung in die Herzen der zahlreichen Zuschauer lief, erreichte als viel umjubelter Sieger den Marktplatz in Soest in 45:18 min und hatte dabei  einen komfortablen Vorsprung vor Yohannes Atey (TuS Deuz, 46:44 min) und Robiel Weldemichael (Delbrück, 47:10 min)  
Von Matthias Behrens (Text und Fotos)
„Das war für mich ein stimmungsvoller Jahresabschluss. Ich habe die tolle Atmosphäre entlang der Strecke und im Ziel richtig genossen. Ich bin glücklich, dass ich hier gestartet bin,“ freute sich der amtierende deutsche Juniorenmeister im Halbmarathon, der nach dem Rennen keine Spur von Müdigkeit zeigte.
Ejob Salomun, der vor zwei Jahren aus Eritreer flüchtete, hat inzwischen in Wenden eine neue Heimat gefunden. 2015 gelangen ihm sprunghafte Verbesserungen. So steigerte er sich über 10.000 m auf 29:26,38 min und im Halbmarathonlauf auf 1:05:58 h. „Da steckt noch deutlich mehr drin,“ meinte der Wendener im Hinblick auf 2016.
Ejob Solomun und Laura Hottenrott überlegene Sieger beim Silvesterlauf Werl/Soest
Wendens Trainer Egon Bröcher kann seinen Schützling kaum bremsen. „Ejob möchte am liebsten keinen Wettkampf auslassen. Da wäre weniger sicherlich mehr. Bereits in drei Tagen möchte er wieder in Ratingen starten.,“ sagte Bröcher.
Bei den Frauen dominierte Laura Hottenrott (GSV Eintracht Baunatal). in 53:19 min vor Mealat Yemane (SG Wenden, 54:36 min) und Daniela Wurm (LTV Lippstjadt, 57:02 min). Die Entscheidung zugunsten der mehrfachen hessischen Meisterin fiel bereits nach 6 km.
Die 23-jährige Langstrecklerin, die an der University in Boston Biologie studiert, befindet sich momentan auf Heimaturlaub und nahm daher die Startmöglichkeit beim Silvesterlauf Werl/Soest, von dem sie bereits viel Positives gehört hatte, wahr. „Es war heute ganz schön hart für mich , weil ich zum ersten Mal über 15 km gestartet bin. Nun habe ich Respekt vor der Strecke. Bei der 10 km-Marke war ich mir recht sicher, dass ich das Rennen gewinnen würde. Die zahlreichen Zuschauer entlang der Strecke haben mich pausenlos angefeuert. Das war beeindruckend,“ berichtete die gertenschlanke Baunatalerin.
Die mehrfache hessische Meisterin belegte in diesem Jahr bei den deutschen Meisterschaften in Nürnberg den dritten Platz über 5.000 m in   16:14,93 min. Zum Auftakt der Hallensaison in den USA verbesserte sich Laura Hottenrott in Boston über 5.000 m auf ausgezeichnete 15:47,28 min.
Direkt nach ihrem Start bei Werl/Soest fuhr die frisch gebackene Silvesterlauf-Siegerin mit dem ICE nach Berlin, um dort den Jahreswechsel zu feiern.
6.500 Läufer und Walker starteten zum Jahresausklang bei Deutschlands größtem Silvesterlauf. Neben dem Sport spielte bei der Veranstaltung der Charity-Gedanke eine wichtige Rolle. So geht der Erlös des Laufes an karitative Organisationen im Raum Soest.
Die Gesamtspenden-Summe der 1982 erstmals durchgeführte Veranstaltung beläuft sich nach der 34. Auflage nun auf über 1,3 Mio €.
Damit alles reibungslos ablief, hatte Cheforganisator Ingo Schaffranka über 400 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz Die Vereine DJK Werl, Marathon Soest und LC Soester Börde stellten rund 70, das DRK 100, das THW 70, die Funkhilfe 40 und die begünstigten Organisationen 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das war zum Jahresausklang eine organisatorische und logistische Meisterleistung.
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