Schicken wir das Wasser nun auf seine unterschiedlichen Wege durch unseren Körper, von der Einnahme bis zur Ausscheidung.

 

Gesundes Wasser

1. Das Verdauungssystem
Schon im Mund vermischt sich das Wasser mit den unzähligen Mundbakterien und fließt anschließend durch die Speiseröhre. Ein kleiner Teil des Wassers wird bereits in der Speiseröhre direkt über die Schleimhäute aufgenommen, während der Rest in den Magen wandert. Im Magen verdünnt das Wasser zum einen die aggressive Magensäure zum Wohle der Magenwand, zum anderen dient es dazu, unsere feste Nahrung zu einem Speisebrei zu vermischen. Das Wasser dient hier als Lösungsmittel und spaltet die Mineralien aus dem Brei. Es löst auch die Vitamine, Zuckermoleküle und Proteine, bevor der Speisebrei in den Dünndarm gelangt.

Der Dünndarm ist einer der wichtigsten Stationen für das Wasser, insgesamt 65 % des Wassers nimmt er auf. Die übrigen 35 % wandern weiter in den Dickdarm. Vom Dünndarm gelangt das mit Nährstoffen angereicherte Wasser in den Blutkreislauf. Ein Konzentrationsgefälle zwischen der Darmflüssigkeit und dem Blut ist dafür verantwortlich, dass Wasser über die Darmzotten in das Adersystem geleitet wird. Etwa fünf Liter Blut (ca. 90 % Wasser) werden jede Minute von unserem Herzen durch unsere Adern gepumpt. Enthält das Wasser besonders kleine und feine Cluster, kann es auch die feinsten Kapillargefässe durchdringen. Kalte Hände und kalte Füße zeugen oft von einer schlechten Durchblutung.

2. Der Dickdarm
Der Dickdarm beginnt direkt hinter dem Dünndarm und bildet den letzten Teil des Verdauungstraktes. Er endet am Mastdarm bzw. Analkanal, ist etwa 1,5 Meter lang und hat einen Durchmesser von ca. 6 Zentimetern. Im Gegensatz zum Dünndarm hat er keine Zotten. Neben der Speicherung des Stuhlinhaltes bis zur Entleerung ist der Dickdarm für die Rückresorption von Wasser verantwortlich. Er schafft in etwa eine Menge von 1,5 Litern pro Tag. Der Dickdarm sorgt auch für die Resorption von Elektrolyten ins Blut. Zusätzlich ist er ein wichtiges Organ des Immunsystems und sorgt für die Abwehr unerwünschter Bakterien und Krankheiten. Bei ausreichend Wasser im Körper ist der Stuhl weich und entleert sich problemlos. Fester Stuhl und Verstopfung sind oft ein Anzeichen von zu wenig Wasser im Körper.

3. Die Lungen
Das mit Nährstoffen aus dem Verdauungssystem angereicherte Blut braucht noch Sauerstoff und muss deshalb in Richtung Lunge. Bei der Atmung gelangt die Luft durch die Luftröhre in die Lunge. Der eingeatmete Sauerstoff kommt bis zu den Alveolen (Lungenbläschen). Durch die dünne Membran der Alveolen gelangt er in die Blutgefässe. Innerhalb des Lungenkreislaufs wird das Blut vom Herzen in die Lungen gepumpt. Das sauerstoffarme Blut gibt in den Alveolen das Kohlenstoffdioxid ab und nimmt Sauerstoff auf. Das jetzt sauerstoffreiche Blut fließt über die Lungenvenen (Venae pulmonales) zurück in den Vorhof des Herzens und weiter zu den stoffwechselnden Zellen des Körpers. Bei dem Gasaustausch in den Alveolen gelangen Wassermoleküle in die auszuatmende Luft als Wasserdampf. Täglich werden etwa 900 Milliliter Wasser über die Atmung abgeben. Das ist einer der Wege, wie Wasser unseren Körper verlässt.

4. Das Blutkreislaufsystem
Das mit Nährstoffen und Sauerstoff angereicherte Blut fließt nun durch den Blutkreislauf. Das Blutkreislaufsystem steht wiederum in enger Beziehung zum Lymphsystem (Lymphe = Körperwasser – von griech. Lymphe: klares Wasser), das vor allem als Teil des Immunsystems gegen Krankheitserreger, Fremdpartikel und krankhaft veränderte Körperbestandteile, Tumore o.ä. fungiert. Neben dieser Funktion als Abwehrsystem ist es zusätzlich für den Flüssigkeitstransport verantwortlich. Das Blutplasma gelangt aus den Kapillaren des Lymphsystems aufgrund der Differenz des osmotischen Drucks und des Perfusionsdrucks in das umliegende Gewebe, welches komplett durchgetränkt wird. Bei diesem Prozess werden die umliegenden Zellen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, gleichzeitig werden Stoffwechselendprodukte, Schlacken und Giftstoffe abtransportiert. Da die zellulären Elemente des Blutes die Gefäßwände nicht durchdringen können, besteht die Gewebsflüssigkeit nur aus Wasser und gelösten Stoffen. Mit den gelösten und zum Abtransport bereiten Stoffen gelangen etwa 90 % der Gewebsflüssigkeit wieder in den Blutkreislauf zurück. Der Rest bleibt als Lymphe im Lymphsystem, etwa zwei bis drei Liter am Tag.

Gerade bei der Versorgung der einzelnen Zellen ist es unbestritten, dass Wasser möglichst rein sein sollte und nicht schon vor dem Trinken durch Fremdstoffe belastet ist. Nur dann kann es optimal Sauerstoff aus den Lungen aufnehmen und die Nährstoffe aus dem Magen lösen und über den Dünndarm und den Blutkreislauf in das Lymphsystem leiten, von wo aus das Wasser bis in die kleinste Körperzelle wandert. Dort angekommen nimmt das Wasser für die Rückreise die Schadstoffe wieder mit. Ohne das Wasser könnten keine biochemischen Prozesse ablaufen. Alle Zellfunktionen, etwa die Synthese von Protein oder das Auslesen des genetischen Codes, spielen sich nur mithilfe von Wasser ab. Die Transportprozesse durch die Zellmembran laufen durch unterschiedliche Ionengehalte innerhalb und außerhalb der Zellen ab.

Zellschichten orientieren sich je nach Eigenschaft zum Wasser hin (hydrophil) oder vom Wasser weg (hydrophob). Allein dadurch entstehen in den Zellen eingeschlossene Mikroräume, in denen eigene Prozesse möglich werden, die vor den restlichen Zellbestandteilen geschützt werden. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass Wasser innerhalb der Zellen ein anderes energetisches Niveau besitzt (H3O2) als das außerhalb der Zellen. Demzufolge stirbt die Zelle, sollte das Energieniveau des Wassers absinken. Wasser ist neben den Mineralien, aus denen z.B. Knochen und Zähne zum größten Teil bestehen, und dem Protein (Eiweiß), das den Hauptanteil der Muskeln ausmacht, der wichtigste Baustoff des Körpers. Wenn Sie ein Haus bauen, würden Sie ja auch nicht neben dem Zement und dem Sand verdrecktes Wasser für die Betonmischung nutzen, sondern möglichst sauberes Wasser. Die Hauswände sollen schließlich stabil bleiben und nicht schon nach kurzer Zeit rissig werden, weil Schmutzstoffe den Zement verunreinigt haben.

5. Das Gehirn
Unser Gehirn besteht aus rund 90 % Wasser. Das Gehirn ist das Zentralnervensystem, welches von der Hirnhaut umhüllt ist. Neben dem Wasser besteht es hauptsächlich aus Nervengewebe. Bei einem erwachsenen Menschen beträgt die Länge aller Nervenbahnen 5,8 Millionen Kilometer, was etwa dem 145-Fachen des Erdumfanges entspricht. Das menschliche Gehirn ist eines der aktivsten Organe und hat einen sehr hohen Bedarf an Sauerstoff und Energie. Obwohl es nur 2 % der gesamten der gesamten Körpermasse ausmacht, verbraucht es 20 % des Sauerstoffs und mehr als 25 % der Glukose. Da das Gehirn nur über sehr geringe und arealabhängige Speicherkapazitäten für die Energie verfügt, kann schon ein kleiner Ausfall der Versorgung zu Einschränkungen der Leistung führen. Wasser ist der Hauptlieferant für den Sauerstoff und die Glukose zum Gehirn. Einige Regionen im Gehirn beziehen ihre Energie durch hydroelektrische Energie. Einige Hirnfunktionen hängen unmittelbar von der Energie und der Struktur des Wassers ab.

An den Nerven laufen feinste Wasserkanäle entlang, um die vom Gehirn hergestellten Stoffe und Signale bis zu den Nervenenden überall im Körper zu transportieren. Täglich fließen 1400 Liter Körperflüssigkeit durch das Gehirn und sorgen für die Leistungsfähigkeit. Die häufigste Ursache für Kopfschmerzen ist eine Unterversorgung des Gehirns mit Wasser. Wer schon mal einen ordentlichen Kater nach einer Feier hatte, weiß genau, was eine Dehydrierung für Kopfschmerzen bereiten kann. Auch hier wird wieder deutlich, dass reines Wasser am besten den Sauerstoff und die Glukose transportieren kann und für eine optimale Funktion des Nervensystems sorgt. Schadstoffe können die superfeinen Nervenbahnen überhaupt nicht gebrauchen. Es ist also nicht verwunderlich, dass viele Menschen sich schon nach wenigen Tagen viel vitaler und leistungsfähiger fühlen, nur weil sie angefangen haben, mineralarmes und reines Wasser zu trinken.

6. Die Muskeln
Ein großer Energieverbraucher unsres Körpers sind die Muskeln. Jede Bewegung ist ein Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur. Auf Befehl ziehen sich die Muskeln zusammen und entspannen sich wieder. Die etwa 600 Skelettmuskeln machen 45 % der Gesamtkörpermasse aus. Die Muskeln selber bestehen aus ca. 75 % aus Wasser. Genauer betrachtet setzt sich ein Muskel aus einer Vielzahl von Faserbündeln zusammen. Die Muskelfasern bestehen hauptsächlich aus Muskelzellen und sogenannten Myofibrillen. Die Myofibrillen sind aneinandergereihte Kammern, sogenannte Sarkomeren. Darin arbeiten zwei fadenförmige Proteine – Myosin und Aktin. Das Aktin formt in regelmäßigen Abständen feste Anheftungsscheiben. Davon gehen dünne Fäden aus. Die Myosinmoleküle liegen genau zwischen den Fäden, und die enden überlappen sich mit den Enden der Aktinfäden. Für die Versorgung der Muskeln sind die im Bindegewebe verlaufenden Nerven und Blutgefässe zuständig. Für jede Muskelkontraktion ist natürlich „Treibstoff“ notwendig. Das sind für die Muskeln hauptsächlich Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Die Bindegewebshüllen der Muskelfasern sind mit etlichen kleinen Adern durchzogen und bilden das Versorgungsnetz der Muskeln. Auch hier spielt das Wasser hauptsächlich die Funktion als Transportmittel. Es hilft bei der Versorgung der Muskeln und beim Abtransport von Stoffwechselgiften wie Milchsäure (Laktat) und Harnsäure (Purine). Neben der Qualität des Wassers ist vor allem eine ausreichende Menge notwendig, damit vor allem bei sportlicher Betätigung oder anstrengender körperlicher Arbeit keine Übersäuerung der Muskeln auftritt. Ist das der Fall, danken es einem die Muskeln mit mehr Schnelligkeit und Kraft.

7. Die Haut und die Schweißdrüsen
Eine völlig andere Funktion hat das Wasser als unser Kühlsystem. Nur mit Hilfe einer der besonderen Eigenschaften des Wassers ist es uns möglich, eine konstante Körpertemperatur von 36 bis 37 Grad Celsius zu halten. Wasser ist nämlich ein guter Temperaturleiter und leitet Wärme besser als Luft. Dadurch können wir durch das Schwitzen die ständig anfallende Körperwärme abgeben, die ohne diesen Regulationsmechanismus ansteigen und bei einer Temperatur von 41 % Celsius zu einem Hitzschlag führen würde. Das Wasser gelangt durch die Schweißdrüsen auf unsere Haut und verteilt sich. Durch die Körperwärme verdunstet das Wasser und verbraucht sich. Hierbei wird von der Verdunstungskälte gesprochen. Der Mensch verfügt über 2 bis zu 4 Millionen Schweißdrüsen, die unregelmäßig über den Körper verteilt sind. Die Körpertemperatur wird ständig im Gehirn überprüft und durch die Kälte- und Wärmerezeptoren in der Haut reguliert. Die Intensität der Schweissproduktion hängt von der Außentemperatur und der körperlichen Aktivität ab. Wir schwitzen am laufenden Band ohne es zu merken. Beim Schwitzen ohne sichtbaren Schweiß wird von Perspiration insensibilis gesprochen.

Das Schwitzen sorgt aber nicht nur für die Temperaturregulierung, sondern auch für die Geschmeidigkeit und Pflege der Haut. Die Haut hat einen Säureschutzmantel, und deshalb ist der pH-Wert des Schweißes leicht sauer. Bei diesen Schweißdrüsen wird von ekkrinen Schweißdrüsen gesprochen. Neben der Wärmeregulierung gibt es Schweißdrüsen, die eine ganz andere Funktion übernehmen – die apokrinen Schweißdrüsen. Diese geben Duftstoffe ab, die zusammen mit den Talgdrüsen überwiegend für den Körpergeruch verantwortlich sind und eine große Rolle im Sexualverhalten spielen. Die Anziehungskraft zu einer anderen Person wird stark durch den Geruch beeinflusst. Sogar bei der schönsten Nebensache der Welt ist das Wasser mit von der Partie. Welches Wasser allerdings das Beste für den Erfolg beim anderen Geschlecht ist, ist bisher nicht erforscht. Unbestritten aber bleibt, dass der Körpergeruch auch mit der Ernährung zusammenhängt.

8. Die Nieren
Die Nieren haben neben der Entgiftung des Körpers noch andere Aufgaben zu erfüllen. Bei der Entgiftung bilden die Nieren den Harn, um darin die Endprodukte des Stoffwechsels (harnpflichtige Substanzen) und Giftstoffe zu sammeln. Über die Harnleiter wird der Harn zur Blase geleitet. Neben dem Hauptjob als Filter ist die Niere zusätzlich für die Bilanzierung des Wasserhaushaltes im Körper verantwortlich und sorgt damit für die langfristige Einstellung des Blutdruckes. Nur wenige wissen, dass der Blutdruck so eng mit der Wasserbilanz unseres Körpers zusammenhängt. Auch der Elektrolythhaushalt wird von den Nieren kontrolliert und geregelt. Sie sorgt bei der Homöostase für die richtige Menge an gelösten Elektrolyten (Natrium Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat, Bikarbonat etc.) im Blut. Der Säure-Basen-Haushalt im Blut wird ebenfalls von den Nieren gesteuert.

Die Schwankungen des pH-Wertes im Blut dürfen nur gering sein. Größere Schwankungen in Richtung „sauer“ bzw. „alkalisch“ können zum Tod führen. Eine weitere Aufgabe ist die Produktion von Hormonen, wie Erythropoetin, das für die Blutbildung notwendig ist, oder Renin, welches für die kurzfristige Blutdruckregulation wichtig ist. Neben der Produktion von Hormonen sind die Nieren der Abbauort für Hormone wie die Peptidhormone. Mit der Leber sind die Nieren die hauptsächlichen Akteure bei der lebensnotwendigen Zuckersynthese (Gluconeogenese). Welche wichtige Rolle das Wasser für den Transport, die Produktion und den Abtransport in den vielschichtigen Aufgaben der Nieren spielt, zeigt, dass die Niere von 2›000 Litern Wasser täglich durchspült wird. Die Nieren können also als wahre „Wasserarbeiter“ bezeichnet werden. Bekommen die Nieren einen guten Rohstoff für ihre wichtigen Aufgaben, können sie ihre Funktion optimal erfüllen.

9. Die Blase
Haben die Nieren gute Arbeit geleistet, nehmen die Schadstoffe ihren letzten Weg durch den Körper. Wie schon erwähnt, gelangt der Harn über die Harnleiter in die Blase. Die Blase dient hauptsächlich als Reservoir für den Harn. Die Nieren lassen ständig Harn in die Blase ab, in der er sich bis zu einer gewissen Menge ansammelt, bis dann der Harndrang einsetzt und der Harn dann als Urin durch die Harnröhre den Körper verlässt. Der Harndrang setzt bei Männern bei einer Füllmenge von 350 – 750 Milliliter und bei Frauen bei 250 – 500 Milliliter ein. Die maximale Menge liegt etwa bei 900 – 1500 Milliliter. Am Urin ist leicht abzulesen, ob wir ausreichend trinken. Ist er dunkelgelb und/oder riecht er stark, ist eindeutig zu wenig Wasser im Körper. In so einem Fall ist das Wasser voll mit Gift- und Abbaustoffen angereichert und hat seine Lösungseigenschaften erreicht. Somit konnte es nicht alles binden und auf den letzten Weg mitnehmen. Urin sollte möglichst hellgelb bis klar sein und nur gering bis gar nicht riechen.

10. Die Wasserbilanz des Körpers
Wir wissen nun, dass der Mensch überwiegend aus Wasser besteht und täglich Wasser benötigt, da er einen Teil der Gesamtflüssigkeit ausscheidet. Der Grossteil wird über das Trinken aufgenommen und etwa ein Drittel über die feste Nahrung. Abgegeben wird das Wasser hauptsächlich als Urin. Ein weiterer erheblicher Teil über den Schweiß und kleinere Mengen über den Stuhl und die Atmung. Viele Leiden und Krankheiten sind auf eine negative Wasserbilanz (Dehydration) zurückzuführen. Einige Stoffwechselprodukte können nur ausgeschieden werden, wenn sie in ausreichender Konzentration im Körper vorliegen. Ist die Wasserbilanz gestört, hat das u.a. Einfluss auf den Blutdruck, auf die Ablagerungen von Cholesterin in den Gefäßen, die Leistungsfähigkeit des Gehirns, die Zellen trocknen aus, und der Alterungsprozess wird rasant beschleunigt. Giftstoffe sammeln sich an, lagern sich in Gelenken, Gefäßen oder im Bindegewebe ab und verursachen Beschwerden wie Kopf- und Gelenkschmerzen oder Cellulite. Die Nieren kontrollieren die Wasserbilanz und sorgen mit Durst- und Hungergefühl für Nachschub. Werden die Flüssigkeitsverluste allerdings nicht rechtzeitig ersetzt, muss der Körper wegen eines fehlenden Wasserreservoirs das Wasser dem Gewebe entziehen. Dadurch dickt das Blut ein und fließt langsamer. Damit werden alle Prozesse des Körpers in Mitleidenschaft gezogen. Das ist in der Regel nicht so schlimm, wenn es nur kurzfristig und selten passiert. Wird aber auf Dauer zu wenig getrunken und ist die Wasserbilanz dauerhaft zu niedrig, können sich viele Krankheiten entwickeln. Der iranische Arzt Faridun Batmanghelidj sieht einen engen Zusammenhang zwischen vielen chronischen Krankheiten und der Austrocknung des Körpers. Daher lautet seine Diagnose oft: „Sie sind nicht krank, sondern Sie sind durstig.“ Pauschal kann so was natürlich nicht gelten. Doch bleibt unbestritten, dass ein gesunder und gut funktionierender Körper weniger anfällig für Krankheiten ist. Der Mensch ist und bleibt ein Wasser-Geschöpf. Das Wasser ist und bleibt der wichtigste Stoff für alle Funktionen des Organismus, für die Denkprozesse und für die Emotionen und Stimmungen.