Von Zahnärzten empfohlen: Xylit

 

Zahngesundheit, Zuckeraustauschstoff und Zuckerersatz. Aus Birkenholz wurde ein Stoff produziert, der genauso schmeckt wie Zucker und genauso süß ist: Xylit.

Bessere Zahngesundheit mit Xylit

In Finnland, dem kleinen Land im hohen Norden, fing alles an: Als es dort an Zucker mangelte, wurde nach einem Ersatz gesucht. Aus Birkenholz wurde ein Stoff produziert, der genauso schmeckt wie Zucker und genauso süß ist: Xylit.

Nach dem Krieg stellte man fest, dass die Menschen in Finnland besonders selten Karies hatten. In der bekannten Turku-Studie wurde der Zusammenhang vom Xylit-Konsum und der Zahngesundheit über viele Jahre untersucht. Das Ergebnis war mehr als erstaunlich: Xylit ist tatsächlich in der Lage, die Zähne zuverlässig vor Karies zu schützen. Inzwischen belegen über 300 Studien die überragende Wirksamkeit des Zuckerersatzes. Trotzdem ist es hierzulande erstaunlich wenig bekannt.

 

Mit diesem „Zucker“ bleiben die Zähne gesund

Xylit vollbringt ein wahres Kunststück: Es verdrängt die Karies auslösenden Bakterien im Mund mit Hilfe von unschädlichen, zahnfreundlichen Bakterien. Die Bakterienkultur im Mundraum wird sogar langfristig positiv verändert. Auch die Mineralisierung des Zahnschmelzes wird durch die Anwendung von Xylit beschleunigt, was für die Behandlung kleinerer kariöser Stellen nützlich ist.

 

Karies entsteht durch Bakterien

In der Mundhöhle lebt eine Vielzahl verschiedener Bakterien. Die meisten von ihnen sind unschädlich, aber einige können Karies verursachen. So auch zum Beispiel der Keim mit dem Namen „Streptococcus mutans“. Er lebt vor allem in den Zahnbelägen. Wird Zahnbelag durch eine unzureichende Mundhygiene nur mangelhaft entfernt, haben die Bakterien leichtes Spiel: Sie bauen insbesondere Kohlenhydrate, also Zucker, aus der Nahrung ab. Dabei entstehen Säuren wie Milch- oder Essigsäure, die den Zahnschmelz angreifen. Durch diesen Säureangriff werden Mineralstoffe aus den Zähnen herausgelöst. Das ist der Beginn von Karies.

 

Xylit lässt Kariesbakterien verhungern

Kommen die Zähne kurz nach dem Essen mit Xylit in Kontakt, wird den Kariesbakterien die Nahrungsgrundlage entzogen: Zwar tötet Xylit diese Bakterien nicht aktiv. Vielmehr versuchen die Bakterien, das Xylit zu verspeisen, können es aber nicht verstoffwechseln und verhungern. Die Zusammensetzung der gesamten Bakterienflora wird so positiv verändert, dass selbst Candidapilze keine Chance mehr haben.

 

Die Anwendung: Einfach und effektiv

Damit der Naturstoff richtig wirkt, sollte er möglichst nach jeder Mahlzeit verwendet werden. Der Speichel braucht bis zu 45 Minuten, um Säuren, die beim Essen entstanden sind, zu neutralisieren. In dieser Zeit kann Karies entstehen. Xylit kann hier regulierend eingreifen und die Säurebildung verhindern. Die Xylit-Tabletten sollten drei bis fünf Minuten im Mund verbleiben, damit sie ihre Wirkung entfalten können. Sie besitzen einen angenehm kühlenden Effekt, der von den Anwendern als sehr positiv empfunden wird.