Dr. Joachim Mutter

Dr. Joachim Mutter

Über die Krankheit Multiple Sklerose und den Zusammenhang mit Schwermetallen

Dr. Joachim Mutter
Interview aus „Der Wurzel“, Ausgabe 03/2017

 

Ist Multiple Sklerose eigentlich eine Borreliose?


Die Wurzel: Lieber Joachim, in dem englischsprachigen Fachartikel „MS sei nur ein Symptom der Lyme-Borreliose“* wird darauf hingewiesen, dass im Gehirn jedes MS-Patienten Lyme-Spirochäten-Erreger gefunden worden sind und dass diese Erkenntnis schon seit 1911 in unabhängigen Studien weltweit bestätigt wurde. Doch der medizinisch-industrielle Komplex unterdrückt diese Ergebnisse scheinbar systematisch und lenkt stattdessen die Forschung in eine andere Richtung. Weiter heißt es in diesem Artikel, dass es sehr harte Fakten gibt, die belegen, dass Fibromyalgie (Weichteilrheuma), Parkinson, chronisches Müdigkeitssyndrom (CFS), Lupus, Morbus Crohn, Front-Temporale Demenz (FTD), Alzheimer und Amyotrophic Lateral Sklerose (ALS) auch von diesen Spirochäten-Bakterien ausgelöst werden. 14 von 16 Alzheimer-Patienten hätten lebende Treponema-Spirochäten in ihrem Gehirn. Bist Du auch der Meinung, dass Borrelien beim Ausbrechen von MS mitverantwortlich sind?

 

Quecksilber (Amalgam) und Multiple Sklerose


Dr. Joachim Mutter: Zu MS und allen anderen genannten Krankheiten kenne ich zig-hunderte Patienten. Allerdings begann bei diesen oftmals die Krankheit, als eine erhöhte Quecksilberexposition stattfand. Meist tritt dies ein beim Legen oder Entfernen von Amalgamfüllungen, Wurzelkanalbehandlungen, Zahnreinigung (PZR) bei liegenden Amalgamfüllungen, Polieren, Einbau anderer Metalle oder Titanimplantaten oder sogar Zahnspangen. Oder bei Änderung der Ernährungsgewohnheiten wie intensives Kaugummikauen bei amalgamgefüllten Zähnen. Oder wenn Amalgamträger fasten.
Amalgamträger haben, laut Autopsie-Studien, etwa 2- bis 12mal mehr Quecksilber1 in Körperorganen. Das im Körperfett gespeicherte Quecksilber wird beim Fasten oder Gewichtsabnahme (freiwillig oder unfreiwillig) zusätzlich ins Blut und Lymphsystem freigesetzt und gelangt nun noch besser in das Gehirn und die Nerven.
Die Quecksilberabgabe aus Amalgam wird auch durch Funkstrahlung (Verdoppelung der Quecksilberfreisetzung durch WLAN) oder mechanische Erschütterung (z.B. Vibrationen, Unfall, Schläge) erhöht. Denn nicht nur die Organe, sondern auch der Kiefer von Amalgamträgern enthält erhöhte Quecksilbermengen, die durch mechanische Vibrationen vermehrt freigesetzt werden können.
Umgekehrt sind einige Patienten allein durch das sichere (mit allen erdenklichen Schutzmaßnahmen) Entfernen von Amalgamfüllungen² gesünder geworden. Die Besserung fand teilweise auch erst durch die nachfolgende Quecksilberentgiftungskur statt.
Wenn man das erlebt und zusätzlich die unzähligen wissenschaftlichen Studien an Zellen, Tieren und Menschen kennt, welche eine Rolle von Quecksilber bei diesen Krankheiten nahelegen, dann rückt natürlich die Infektionstheorie zunächst in den Hintergrund, denn die hat man ja nicht behandelt. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

 

Quellnachweise

*siehe www.owndoc.com/lyme/multiple-sclerosis-is-lyme-disease-anatomy-of-a-cover-up

¹Weiterhin gelangen natürlich auch andere Quecksilberquellen in den Organismus, auch bei Bruch von Quecksilberthermometern oder quecksilberhaltigen Lampen, Impfsto exposition mit Quecksilberkonservierung und Aluminiumadjuvans (erhöht die Giftigkeit von Quecksilber), Essen von Fisch oder Meeresfrüchten, die alle zunehmend Quecksilber und andere Gifte (Arsen, Mikroplastik, DDT, PCB etc.) enthalten (je nach Art und Alter des Fisches und Herkunft unterschiedlich), quecksilberhaltigen Augentropfen oder Kontaktlinsenlösungen, früher auch nach Hautdesinfektion mit Mercurochrom (seit 2001 in D verboten).

²Aber in manchen Fällen war zusätzlich die Entfernung anderer Zahn- und Kiefermetalle, wurzeltoter Zähne oder Restentzündungen im Kieferbereich sowie das Entfernen der bei diesen Erkrankungsfällen fast regelhaft vorliegenden Amalgamsplittern im Kieferknochen und Mundschleimhaut notwendig.

 

Ursachentherapie


Während meiner Ambulanztätigkeit an der Universitätsklinik Freiburg unter Leitung von Prof. Dr. med. Franz Daschner* beforschte ich zwangsweise die Hauptkrankheitsursachen mit dem Ziel, damit eine wirksame Ursachentherapie zu entwickeln. Dies beinhaltete das Beste aus Schul- und Alternativmedizin, sofern die Therapie eine wissenschaftliche Datenbasis1 vorwies. Denn Patienten kamen z.T. auch mit sicher tödlichen Krankheiten wie z.B. ALS² oder Krebs im Endstadium in die Klinik, und denen wollte ich irgendwie helfen. Ich fand es unbefriedigend, diese unheilbaren Krankheiten nur, wie es eben im Mainstream gemacht wird, palliativ zu behandeln und den unvermeidlichen Tod erst gar nicht zu hinterfragen. Zunächst klappte die Therapie, gerade bei MS und vielen anderen Krankheiten, schon einigermaßen gut – es gab einige, mir selbst unglaublich erscheinende Fälle. Aber die ersten Jahre hatten wir bei ALS, Alzheimer, Parkinson, Morbus Pick (Frontal Hirnatrophie) keine Erfolge3.
Deprimiert hat dabei, dass alles, was ich gelernt hatte und mind. 90% aller als „wirksam“ angepriesenen Therapien, seien sie schul- oder alternativmedizinisch einschließlich Diagnose und Therapie- Maschinen (wie Bioresonanz, Frequenzmaschinen etc.), nicht funktionierten. Zudem haben manche „Superheiler“, die mit eingebunden wurden, vollkommen versagt.
Die „Ursachentherapie“ musste also weiterentwickelt werden, so dass nach einigen Jahren die ersten Patienten mit fatalen Krankheiten gerettet werden konnten oder zumindest die Progression verlangsamt wurde. Bei einer der schlimmsten und unheilbarsten chronischen Krankheit, ALS, gibt es jetzt mehrere Langzeitüberlebende und sogar Verbesserungen – ein Fall ist fast geheilt. Darüber wurde sogar eine mit „summa cum laude“ bewertete Master-Arbeit an der Europa-Universität in Frankfurt geschrieben und im Juni eine verkürzte Version⁴ in einer medizinisch- wissenschaftlichen Zeitschrift (Pubmed gelistet) publiziert.

Quellnachweise

*Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande, Deutscher Umweltpreis, Ökomanager des Jahres 1998

¹An der Uniklinik darf man natürlich nicht irgendwelche „esoterischen“ erapiemethoden anwenden.

²Amyotrophe Lateralsklerose

³Z.B. sind ALS-Patienten trotz aller Schul- und Alternativmedizin, auch von mitkonsultierten Weltkoryphäen, gestorben.

⁴Mangelsdorf, Walach, Mutter 2017. „Healing Amyotrophic Lateral Sclerosis – A case report“: www.karger.com/Article/Pdf/477397

 

Funkstrahlung führt zu antibiotikaresistenten Bakterien

 

Nach meiner über 7-jährigen Unikliniktätigkeit und nach der Emeritierung von Prof. Daschner bzw. nach der Neubesetzung der Direktions- stelle mit einer Person, die meine Bemühungen (auch auf höchster Regierungsebene z.B. das Amalgam als Gift anzuerkennen und zu verbieten) nicht unterstützte, gründete ich dann eine Privatpraxis. Wenn jetzt mehr Zeit vorhanden wäre, könnte ich dutzende Studien veröffentlichen. Das ist aber ohne Fördergelder und neben der Führung meiner Praxis, die auf Jahre ausgebucht ist, schwer möglich.

 

Ernährung, Gifte, Strahlung


Nun zu Deiner Frage, ob Infektionen (in diesem Fall Spirochäten) eine ursächliche Rolle bei vielen Krankheiten spielen, dies ist mit „Jein“ zu beantworten – also, sie spielen eine Rolle, aber es steckt etwas Tieferes dahinter. Denn was sind denn die primären Hauptursachen von chronischen Krankheiten? Nach der wissenschaftlichen Datenlage und der Erfahrungsmedizin und Epidemiologie kristallisieren sich erst mal zwei Hauptfaktoren heraus:

1. Ernährung plus Vitalstoffmängel
2. Gifte (Millionen neuer chemischer Stoffe, aber auch manche natürliche wie BMAA bei ALS) und menschengemachte Strahlungen (radioaktive und elektromagnetische wie Funk).

Diese zwei Hauptfaktoren spielen offensichtlich bei allen chronischen Krankheiten eine maßgebliche Rolle. Beide Faktoren haben natürlich tausende (im Falle von künstlichen Giften Millionen) von Unterpunkten – es gibt aber glücklicherweise Graduierungen der Wichtigkeit/Relevanz. Dann bleiben etwa 20 entscheidende Hauptfaktoren übrig, das macht die Diagnose und Therapie einfacher.
Zur Ernährung brauche ich den Wurzellesern nichts sagen. Zum zweiten Faktor, den Giften/Strahlungen, möchte ich erwähnen, dass es Hauptgifte gibt, die eine große Rolle spielen (z.B. Schwermetalle) und weniger wichtige. Ebenso ist es bei den Strahlungen. Gifte1 und Strahlungen2 haben in den letzten Jahrzehnten in der Gesamtheit aber massiv zugenommen. Dadurch steigen die genannten Erkrankungen, aber auch Krebs, Autismus, ADHS bzw. alle chronischen Erkrankungen nehmen seit Jahren zu.

 

Infektionen (Borreliose)


Diese zwei Hauptfaktoren schwächen nun den Körper, machen im Zell- und Tierversuch krank bis hin zum frühzeitigen Tod und zerlegen natürlich auch das Immunsystem. Hier kommen dann die Infektionserreger ins Spiel, die es schon seit Millionen Jahren, auch im Wildtierreich, gibt: Sie können sich in einem derart geschwächten Körper müheloser ausbreiten, festsetzen und ihrerseits Krankheiten verschlimmern oder auslösen*.
Es ist aber auch so, dass nicht nur Borrelienkrankheiten, sondern auch andere Co- Infektionen (wie Erlichien, Clamydien, Mycoplasmen, Bartonellen, Babesien und andere Parasiten, Viren) zunehmen. Diese findet man, sofern man es untersucht, auch bei allen möglichen Krankheiten, ebenso bei der Arteriosklerose oder beim Herzinfarkt (Clamydien3).

 

Stress


Ein durch die zwei oben genannten Hauptfaktoren geschwächter Körper ist natürlich auch stressanfälliger, oder Stressfaktoren lassen oftmals das Fassüberlaufen.Und auch die Art, wie wir mit uns selbst kommunizieren und umgehen, spielt eine Rolle. Daher haben auch stressreduzierende Maßnahmen wie Meditation, gute Psychotherapie etc. ihre Berechtigung.

 

Genetik


Nun gibt es noch die erblich-genetische Komponente. Grob gesehen sind Personen, welche weniger gute Entgiftungsgene besitzen, natürlich empfindlicher. Bei Borrelien gibt es auch Zellmembranmarker der Immunzellen, die anfälliger machen. In früheren Zeiten spielten diese Gene weniger eine Rolle, da es ja nur gute Wildernährung und keine künstlichen Gifte bzw. Strahlungen gab. Schwermetalle existierten auch, aber die waren meist tief in der Erde abgelagert und kreisten nicht in der Biosphäre, so wie heutzutage. Natürliche Strahlungen gab es auch, wie Sferics oder Schumannwellen. Sie schufen aber erst die Voraussetzung für Leben auf der Erde. So kann man zu den vier oben genannten Faktoren (Ernährung, Gifte & Strahlung, Infektionen, Stress) natürlich auch die genetische Empfindlichkeit (Genetik4) dazurechnen.

Krankmachende Hauptfaktoren (Überblick):
1. Ernährung und Vitalstoffmängel
2. Gifte und Strahlungen
3. Infektionen wie Borrelien, Parasiten, Viren
4. Stress
5. Genetik

Zwischen allen 5 Faktoren herrscht ein Synergismus5. Z.B. wurde festgestellt, dass im Tierversuch nur herzschädigende Viren (Coxsackie- Viren) im Falle einer Herzmuskelerkrankung (Kardiomyopathie) oder Herzmuskelentzün- dung (Myokarditis) ansetzen können, wenn das Herz vorher mit Blei oder Quecksilber belastet wurde. Umgekehrt führt Funktstrahlung zu antibiotikaresistenten Bakterien. Funkstrahlung ist auch ein Stressfaktor für Borrelien und Schimmelpilze. Möglicherweise bilden Borrelien unter Funk mehr Borrelien-Neurotoxine, bei Schimmelpilzen mehr MVOC6.

 

Quellnachweise
1Z.B. steigt die globale Quecksilberbelastung seit 300 Jahren mehrfach an.
2Die Funkstrahlung ist seit 10-20 Jahren in eine neue Dimension der totalen Verstrahlung eingetreten.
*Analog ausgedrückt, wenn eine Pflanze auf einem tollen Boden wächst, was es durch die heutige Landwirtschaft so nicht mehr gibt, und keinen Funk abbekommt (schädigt auch Pflanzen, siehe Kresse-WLAN-Versuche oder Baumsterben), dann ist diese Pflanze top-resistent gegen alle möglichen Pflanzenerreger (Pilze, Bakterien, Viren). Wenn der Boden aber schlecht ist (Vitalstoffmangel oder Gifte) oder die Pflanze bestrahlt wird, dann ist sie schwächer. Die ganzen Pflanzenerreger setzen sich nun fest und werden nur noch durch die Agrochemiekeule kontrolliert. Vergleichsweise sind das beim Menschen im Falle von chronischen Infektionen eben die Antibiotika, die ja oft, richtig angewandt, unter gleichzeitiger Behandlung der zwei Hauptfaktoren, sehr viel bringen.
3Im Falle von Clamydien hat aber die Antibiotikakur nichts gebracht, um Herzinfarkte zu verhüten.
4Praktisch gesehen ist es so, dass die meisten durchs Rauchen keinen Lungenkrebs bekommen, einige aber wiederum relativ früh. Das bedeutet natürlich nicht, dass Rauchen unschädlich ist. Und selbst bei genetisch gleichen Versuchstieren sterben durch die gleiche Giftmenge nicht alle, wie man in der Arzneistofforschung zum Ermitteln der Letalen Dosen (z.B. bei LD50 sterben nur 50% der Versuchstiere) eindrucksvoll beobachten kann. Die erbliche Komponente wird aber, durch die Krankheitsfaktoren 1 und 2 bedingt, über die Generationen hinweg auch geschädigt und degeneriert. Das bedeutet, wenn man den Vater oder besonders die Mutter vergiftet, verstrahlt oder fehlernährt, dann wirkt sich dies genetisch und epigenetisch nachteilig auf die nachfolgenden Generationen aus. Wir sehen heute, dass z.B. vererbte Mitochondropathien immer mehr zunehmen – da lag das schädigende Ereignis aber meist in der Generation vorher.
5Zusammenwirkenv
6microbial volatile organic compounds

 

Das Neuste zu Borrelien


Der US-amerikanische Pathologe Dr. Mc Donald hat schon vor 10 Jahren bei Gehirnproben von MS-Patienten Herde von Borrelien, die in Parasiten verborgen waren, nachgewiesen.
Frau Prof. Sapi, Prof. Feng und andere haben in Zellkulturen nachweisen können, dass Borrelien in verschiedenen Formen vorkommen. Von der klassischen Spiralbakterienform bis hin zu runden Körperchen, Mikrokolonien und biofilmproduzierenden Mikrokolonien sowie zellwandlosen Formen.
Es wurde auch nachgewiesen, dass einzelne Antibiotika unfähig waren, die Borrelien ganz zu eliminieren. Dazu war mindestens eine Dreierkombination notwendig. Zusätzlich konnte eine Langzeitantibiose (6 Monate bis ein Jahr) an borrelienin zierten Mäusen und Affen kein Verschwinden der Borrelien erzielen. Somit ist nun klar, dass die sog. „Post-Lyme-Erkrankung“ nicht „Post-Lyme“, sondern immer noch eine aktive Infektion darstellt. Das wird in der Schulmedizin aber noch bestritten.
Natürlich fand man Borrelien auch in versteinerten Fossilien und auch in der 5000 Jahre alten Ötzi-Mumie (im Knochen). Dort gab es aber nur wenige Erkrankungsanzeichen (Gelenke, Knochen).

 

Bevölkerung ist völlig gehirngewaschen

 

Warum kommt das nicht in den Nachrichten?


Natürlich sind die eigentlichen Verursacher* der Krankheitslawine nicht daran interessiert, ihren Geschäftszweig aufzugeben oder sogar noch juristisch zu Schadensersatz gezwungen zu werden (wie im Fall der Tabakindustrie). Damit solch ein Desaster für Gewinne, Ansehen und Schadensersatz nicht passiert, werden alle legalen und illegalen Hebel der PR, Werbepsychologie, Medienkontrolle, Lobbyarbeit und Studien- bzw. „Experten“-Finanzierung eingesetzt. Es gilt auch heute: Wer die Macht (Geld) hat, hat einfach Recht. Daher ist die Bevölkerung, was Hauptursachen von Krankheiten oder Maßnahmen zur Gesund- und Freuderhaltung angeht, völlig gehirngewaschen. In der heutigen Zeit der totalen Informationsflut läuft dies möglicherweise noch wirksamer ab als vor 80 Jahren durch das Reichspropagandaministerium.

 

Borrelien als Biokampfstoff?


Die Wurzel: Weiter wird in diesem Artikel darauf hingewiesen, wie es überhaupt zum Lyme-Borreliose-Erreger kam bzw. wo und wann er zum ersten Mal in Erscheinung trat, siehe: „Nimmt man nun noch die bislang bekannten Meldungen, dass die Borrelien von den Nazis als Biokampfstoff weiterentwickelt wurden, öffnen sich plötzlich ganz andere Dimensionen. Die Amerikaner nahmen nach dem zweiten Weltkrieg im Rahmen der Aktion “Paper Clip” alle Unterlagen, Forscher und Materialien mit in die USA und später wurden die ersten Erreger in der Gegend von Lyme vorsätzlich oder fahrlässig freigesetzt (deshalb heißt es ja auch Lyme-Borreliose).“ Stimmst Du mit dieser Information überein?


Dr. Joachim Mutter: Borrelien gab es schon vor Millionen Jahren. Es gibt Informationen, dass Prof. Traub damals im Auftrag vom Militär an einer biologischen Wa e geforscht hat und dabei Borrelien als Grundlage hernahm. Er soll auf Plum Island1 ein Labor (LAB 257) gehabt haben. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland verwaiste das Labor. Die Insel liegt auf einer Vogelzuglinie und bei Ebbe erreicht das Damwild wohl die Insel. Es kursieren Gerüchte, dass dann ein Teil der Stadt Lyme in ziert wurde, wobei man damals die Symptome, da man nichts fand, als psychisch bedingt ansah. Erst Jahre später wurde dann der Erreger von Willy Burgdorf beschrieben. Doch Spirochäten bzw. Borrelien wurden schon vor dem zweiten Weltkrieg von einem Schweizer Forscher postuliert. Und dokumentierte Symptome einer Borrelia burgdorferi gab es schon früher, z.B. die Facialisparese, die Lymphozytome und das Erythema migrans. Ob die Borrelien damals schon so stark in die Nerven und ins Gehirn gingen und sich regelrecht festsetzten, wage ich zu bezweifeln.


Die Wurzel: Könntest Du auf Quecksilber, Amalgam und Aluminium im Hinblick auf MS noch einmal vertiefend eingehen?


 

Myelinscheiden-Angriff


Dr. Joachim Mutter: Zu Quecksilber als Ursache von Autoimmunerkrankungen (u.a. MS) gibt es sehr viele Studien. Quecksilber ist das giftigste nichtradioaktive Element. Es wirkt etwa 10mal giftiger auf Nervenzellen als Blei und dreimal giftiger als Arsen oder Cadmium. Zusammen mit Arsen und Blei steht es in der CERCLA-Liste (von der US-Regierungsbehörde) an der ersten Stelle der bedrohlichsten Gifte weltweit. Auch in Deutschland wurde eine mit 13 Millionen DM finanzierte Studie in den 90er Jahren publiziert. In dieser hat man den Mechanismus der Autoimmunität durch Quecksilber und Gold gefunden. Die Metalle lagern sich an körpereigene Strukturen an (z.B. Proteinen – im Falle von MS ans Myelin Basic Protein). Sie denaturieren das Protein, es ändert dadurch sein räumliches Aussehen. Dadurch kann das Immunsystem dieses körpereigene Protein nicht mehr als „Eigen“ erkennen, sondern als „Fremd“ und beginnt, dieses zu attackieren und zu zerstören. Bei MS sind das die Myelinscheiden2, bei Polyarthritis sind das Knorpelbestandteile, bei Lupus erythematodes sind das Proteine in der Basalmembran der Häute, bei Autoimmunhepatitis mitochondriale Bestandteile, bei Diabetes Typ I Inselzellen oder Proteine daraus, bei der häufigsten Autoimmunerkrankung überhaupt, der Hashimoto Thyreoiditis mikrosomale Proteine oder yreo-Peroxidase bzw. Globuline. Autoimmunerkrankungen nehmen zu, Quecksilber in der Umwelt auch.

 

Aluminium & Glyphosat


Da Aluminium das Quecksilber giftiger macht, spielt auch Aluminium eine Rolle. Wobei auch Fluoride, aber selbst das Ackergift Glyphosat (es wird als falsches Glycin, eine Aminosäure, in körpereigene Proteine eingebaut) eine Rolle spielen kann. Glyphosat führt auch zu Mangan- und Zinkmangel. Die Verdauungsenzyme, die Gluten verdauen oder die Magensäureproduktion kann dann nicht mehr funktionieren.

 

Wie Autoimmunität entsteht


„Der Entstehungsmechanismus von Autoimmunkrankheiten war bisher weitgehend unbekannt. Ein vom BMBF3 seit 1990 mit 13 Mio. DM geförderter Forschungsverbund von 20 Projekten brachte neue Aufschlüsse.
Forschungserfolg: Erstmals Hinweise über Entstehung von Autoimmunkrankheiten.

An Autoimmunkrankheiten leiden Schätzungen zufolge bis zu fünf Prozent aller Erwachsenen in Europa und den USA. Das Krankheitsbild: Eine Störung des Immunsystems führt zu Entzündungen in verschiedenen Organen des Körpers. Einmal aufgetreten, bleiben sie mit wechselnder Stärke meist lebenslang bestehen. Solche chronischen Entzündungen können bis zur Zerstörung der betroffenen Organe führen.
Zu den von Autoimmunprozessen ausgelösten Krankheiten gehören so unterschiedliche Krank- heitstypen wie Diabetes, Multiple Sklerose und rheumatische Erkrankungen. Bisher war weitge- hend unbekannt, wie diese Störungen des Im- munsystems ablaufen.
Ein Projekt des vom BMBF geförderten Forschungsverbundes ‚Autoimmunitätsforschung‘ fand heraus, wie die Schwermetalle Quecksilber oder Gold eine Störung des Immunsystems auslösen können: Eine Schlüsselrolle spielt nach heutigem Wissensstand eine bestimmte Gruppe weißer Blutkörperchen, die T-Lymphozyten. Normalerweise schützen sie zusammen mit anderen Immunzellen den Organismus vor eindringenden Bakterien und Viren. Es gibt jedoch T-Lymphozyten, die sich ‚verirren‘ und körpereigene Zellstrukturen angreifen. Im gesunden Körper wird ein Großteil dieser defekten Zellen durch einen Selbstzerstörungsmechanismus ausgeschaltet oder durch verschiedene Kontrollmechanismen ruhiggestellt. Anders bei Autoimmunkrankheiten: Fehlgesteuerte T-Zellen werden aktiv und greifen körpereigenes Gewebe an.

 

Quellnachweise
*Der chemisch-pharmazeutische-agrochemische Industriekomplex, die Lebensmittelindustrie inkl. konventioneller Landwirtschaft, die Mobilfunkindustrie und die Zahnärzteorganisationen (im Falle der giftigen Stoffe, die in den Kiefer eingebaut werden, wie z.B. Amalgam, und in die Wurzelkanäle)
1Eine Insel vor Lyme im Bundesstaat Connecticut
2Elektrische Isolationsschicht um die Nerven
3BMBF = Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie

 

Amalgambefürworter stammen aus der Industrie

 

Großer Forschungserfolg


Was diesen Angriff auf das ,,Selbst“ auslöst, ob äußere Faktoren oder Prozesse im Körper, konnte bei den meisten Autoimmunkrankheiten nur vermutet werden. Unklar war auch, welche körpereigenen Moleküle vom Immunsystem fehlgeleitet werden. Die Beobachtung, dass bestimmte Schwermetalle eine Autoimmunerkrankung auslösen können, ist deshalb ein Glücksfall. Ernst Gleichmann und seine Mitarbeiter von der Universität Düsseldorf entdeckten, dass die Behandlung eines Antigens mit Gold- bzw. Quecksilbersalzen in Mäusen die Immunantwort gegen dieses Antigen verändert. Antigene sind körperfremde Stoffe. Während ohne Gabe von Schwermetallsalzen der richtige Teil des Antigens von T-Zellen angegriffen wird, reagiert das Immunsystem nach einer Behandlung mit Gold oder Quecksilber verstört. Es greift auch Teile des Antigens an, die nicht bekämpft werden sollten. Der Grund: Schwermetalle lösen eine chemische Veränderung des Antigens aus. Die T-Zellen können das ursprüngliche Antigen nicht mehr erkennen. Es wird vermutet, dass dieser Mechanismus auch für das Entstehen von Autoimmunkrankheiten verantwortlich ist.

 

Neue Behandlungsstrategie möglich


Viele Medikamente zur Behandlung von Rheuma enthalten Goldsalze, da sie eine heilende Wirkung auf die rheumatische Arthritis ausüben. Bei 20 Prozent der so behandelten Rheumapatienten treten Entzündungen als unerwünschte Nebenwirkungen auf. Wahrscheinlich sind sie auf die beschriebenen Autoimmunprozesse zurückzuführen. Allerdings sind auch die anderen verfügbaren Medikamente zur Rheumabehandlung mit deutlichen Nebenwirkungen verbunden, so dass alternative Behandlungsmöglichkeiten deshalb begrenzt sind. Aufgrund der neuen Erkenntnisse können Forscher aber neue Strategien für eine wirkungsvollere Behandlung von Autoimmunkrankheiten entwickeln.“

Quelle: Forschungsbericht der Bundesregierung von 1995, veröffentlicht im Laborjournal: FORSCHUNGSINFO Bonn, 07.08.1995 Nr. 24/95, BMBF

 

Amalgam


Zu Amalgam und Autoimmunität hatte auch das Landgericht Frankfurt im Amalgamprozess gegen DEGUSSA einiges aufgedeckt: „Nach den durchgeführten Ermittlungen steht fest, dass Zahnamalgam auch bei bestimmungsmäßigem Gebrauch generell geeignet ist, in einer relevanten Anzahl von Fällen die Gesundheit von Amalgamträgern zu schädigen….“

 

Quellnachweise
Quelle: Staatsanwaltschaft des Landgerichtes Frankfurt. Verfügung. 65 Js 17084.4/91. URL: www.toxcenter.org/artikel/Amalgamurteil-gegen- Degussa.php.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin- produkte (BfArM) lobte 1998 die Qualität des Kieler Gutachtens.
Quelle: Dr. Tamara Zinke. Bundesgesundheitsblatt 1998; 41: 452
Das Niedersächsische Landessozialgericht entschied 1997 unter dreimaliger Berufung auf das Kieler Amalgamgutachten, dass die AOK den Austausch intakter Amalgamfüllungen gegen Zement für einen Patienten mit möglichen amalgambedingten Beschwerden zahlen musste.
Quelle: Az: L4 kr 156/95
Der deutsche Bundesrat hatte zuvor in seiner 668. Sitzung (29.4.94) die Entschließung angenommen, Quecksilber in allen Anwendungen zu reduzieren. Als Begründung dazu ist u.a. zu lesen: „Verbote des Einsatzes gamma-2-haltiger Amalgame oder Beschränkungen bei der Anwendung von Amalgam bei bestimmten Bevölkerungs- und Risikogruppen (Kleinkinder, Patienten mit bestimmten Nierenfunktionsstörungen) sind als Maßnahmen unzureichend“.

 

Einschüchterungstaktiken der Industrie


Um die sehr in Frage gestellte Sicherheit von Amalgam wieder ins „rechte Licht“ zu rücken, wurde 1996 von Zahnärzteorganisationen und dem Bundesgesundheitsministerium ein bis jetzt gültiger „Amalgamkonsens“, in dem Amalgam als sicheres und weiter zu verwendendes Material festgelegt wurde, erwirkt. Das Kieler Gutachten und die Kieler Toxikologen wurden dabei in einer beispiellosen Aktion von Amalgambefürwortern (welche z.T. auch als Gerichtsgutachter für Degussa, z.B. Prof. Halbach, aufgetreten waren) bzw. von dem Rechtsanwalt, der im Prozess Degussa vertreten hatte, diskreditiert.

 

Quellnachweise
Quelle: Halbach S, Hickel R, Meiners H, Ott K, Reichl FX, Schiele R, Schmalz G, Staehle HJ: Amalgam im Spiegel kritischer Auseinandersetzungen. Materialreihe; Band 20, 1999 Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) (Hrsg.)
Darin wurden den Kieler Autoren Falschaussagen vorgeworfen, welche diese aber gar nicht in ihrem Gutachten gemacht hatten. Dies wurde dokumentiert und ist nachprüfbar.

Quelle: Wassermann O, Weitz M, Alsen-Hinrichs C (2001). Replik der Autoren des „Kieler Amalgamgutachtens 1997“ zu der Stellungnahme der Autoren Prof. Dr. S. Halbach et al. 1999. Heft 44 der Schriftenreihe des Instituts für Toxikologie, Universitätsklinikum Kiel, 24105 Kiel, Brunswiker Str. 10, 0431/5973540.
Das Urteil des Landessozialgerichtes Niedersachsen zugunsten eines Amalgamgeschädigten gegen die
Krankenkasse wurde aufgrund der Kampagne gegen das Kieler Amalgamgutachten vom Bundessozialgericht Kassel, das diese Hintergründe nicht kannte, 1999 wieder aufgehoben.

„Eine der ethisch am meisten beunruhigenden Methoden, um die wissenschaftlichen Auseinandersetzungen unter Kontrolle zu bringen, sind die Versuche von Firmen, gegnerische Wissenschaftler zu diskreditieren, sie einzuschüchtern oder sie in einen Skandal zu verwickeln. Die orchestrierten Angriffe auf Dr. Irving Seliko , Autor mehrerer früher Studien, die vor den gesundheitlichen Auswirkungen von Asbest warnten, sind eines der wichtigsten Beispiele für die Einschüchterungstaktiken von Firmen.“

Quelle: (S.342) BOHM et al. Int. J. Occup. Environ. Health 2005; 11:338-348.

 

Therapieabfolge bei MS


Die Wurzel: Wenn jemand mit MS- Symptomen in Deine Praxis kommt, wie schaut die erapieabfolge aus?


Dr. Joachim Mutter: Die Therapie wurde von mir in fast 30 Jahren entwickelt, zuerst durch mehrere eigene Krankheiten (da bei mir fast alles schief lief ), dann später im Studium (da therapierte ich schon Bekannte) und als Arzt.
Die Therapieabfolge ist für alle chronischen Krankheiten gleich, zumindest die Basis. Bei einzelnen Krankheiten gibt es dann noch individuelle Extras. Daher ist das in Kürze nicht zu erklären. Es gibt darüber vier Bücher* von mir sowie Therapeutenseminare, in denen die Ursachentherapie gelehrt wird. Zudem müssen die Seminarteilnehmer, um in die Liste der empfehlenswerten Therapeuten zu kommen, auch noch in meiner Praxis hospitieren.

 

Im groben Überblick sieht die Diagnose und Behandlungsfolge so aus:
1. Anamnese und Detektivarbeit sowie Diagnostik mit Blut-Urin, Haaranalysen (sofern notwendig).
2. Reduzieren von Schadfaktoren (Strahlung, Hygieneprodukte, falsche Ernährung, falsche Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit schlechten Begleitstoffen)
3. Auffüllen von Vitalstoffen (Mikro-und Makronährstoffe) durch eine gute Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel
4. Entfernen von Zahn- und Kiefergiften mit allen erdenklichen Schutzmaßnahmen
5. Entgiftung (bei schweren Krankheiten schnell)
6. Wenn noch nötig, Behandlung der Infektionen wie Borrelien
7. Regeneration durch Anregung der körper- eigenen Stammzellenbildung
Wie auch oben beschrieben: Zuerst wird evaluiert, wann die Erkrankung begonnen hat. Dann wird anhand der Behandlungsdaten der Zahnärzte geschaut, ob kurz vor Ausbruch der Krankheit ein Zahnarztbesuch stattfand. Meist ist dies der Fall, wie unter Antwort 1 beschrieben. Zusätzlich wird anhand von Fragebögen auf andere Hauptfaktoren geschaut, wie Reisen, Ernährungswechsel, Wohnort und -umfeld, Arbeitsart, Impfpass etc.

*Dr. Mutters Bücher siehe S. 54/Nr. 56, 67, 195, 196

 

MS nach Impfung oder Fischgenuss

 

MS nach Impfungen


Leider ist es so, dass einige MS-Fälle auch unmittelbar nach Impfungen aufgetreten sind. Zurückhaltend formuliert, bestand zumindest ein zeitlicher Zusammenhang. Impfungen sind ja grundlegend eine gute Sache, aber es stellte sich immer mehr heraus, dass manche Impfstoffe doch tausende Nanopartikel enthalten, die aus Aluminium, Blei, Iridium bestehen oder sie enthalten als Konservierungsstoff Quecksilber (z.B. in UK, USA, Afrika, vielen Osteuropäischen Staaten, Asien etc.).
Ich habe auch schon Fälle gehabt, bei denen die Symptomatik nach dem Genuss von Fisch oder sogar Meeresalgen begann, also die Arten aus denjenigen Meeren, die hohe Quecksilberbelastungen aufweisen. Oder durch Quecksilberexpositionen aufgrund eines zerbrochenen Thermometers.

 

Ernährungsanalyse


Dann wird eine Ernährungsanalyse gemacht. Leider ist es so, dass einige Bioprodukte wie Chiasamen, Gojibeeren, Smoothiepulver, Spirulina, Chlorella, AFA, Kakao, Stevia oder Getreide und Samen aus China, Indien, Südamerika mit Giften belastet sein können, z.T. mit dem verbotenen Herbizid Paraquat. Auch gesättigte Fette aus Palm- und Kakaofett, aber z.T. auch Kokosfett, können ungünstig wirken. Viele verzehren auch Nachtschattengewächse oder Pflanzen, die viel Oxalsäure enthalten (Kakao, Tomaten, Spinat, Sauerampfer, rote Beete, Cashewkerne etc.). Dies kann Beschwerden hervorrufen, besonders wenn die Oxalsäure durch Gifte nicht gut abgebaut werden kann. Oxalsäure ist die stärkste Säure, die im Körper vorkommen kann und die Zufuhr über die Nahrung spielt eine relevante Rolle.
Das Essen von konventionellen Produkten geht mit einer erhöhten Zufuhr von Glyphosat, Glyphosinat einher, bei tierischen Produkten noch mehr. Etwa 90 % aller Gifte stammen aus tierischen Produkten.
Viele essen auch zu viele Früchte, Trockenobst und alle Arten von Süßmittel. Natürlich spielen auch Zusatzstoffe bei vielen eine Rolle (Aspartam, Neotam, Sucralose, Glutamat, Phosphat etc). Manche haben auch B12-, Zink- und Lysinmängel und vieles mehr.

 

Befunde und Laborwerte


Es werden alle Befunde und Laborwerte gesammelt, die wichtig sind. Auch Tests, die u.a. eine aktive Borreliose oder Co- Infektionen nachweisen. Das Problem bei Borreliose ist, dass die herkömmlichen Tests oft versagen (Antikörpertests). Es müssen andere Tests zur Anwendung kommen. Es werden auch direkte oder indirekte Gifttests gemacht. Gerade Quecksilber verbirgt sich eben im Körpergewebe oder Gehirn. Die Messwerte mit Hilfe sogenannter Biomonitore im Blut, Speichel, Urin, Haar korrelieren oft nicht mit dem Körpergehalt. Zudem sind die offiziellen Grenzwerte zu hoch angesetzt. Hier setzen indirekte Tests an, wie das Porphyrin-Pro l im Urin und auch intelligente Mobilisationstests. Diese und andere Tests werden in den Büchern „Gesund statt chronisch krank“ (siehe S. 54/Nr. 196) und „Lass Dich nicht vergiften“ (S. 54/Nr. 195) unter „sinnvolle Diagnostik“ beschrieben.

 

Gifte im Kiefer


Wichtig ist die genaue Diagnostik des Kiefers: Meist finden sich auch bei „amalgamsanierten“ Patienten Amalgamreste unter Kronen, Füllungen, an der Wurzelspitze, im Kieferknochen, in der Nasennebenhöhle, in der Mundschleimhaut. Diese sieht man mit herkömmlichen Röntgenaufnahmen selten. Hierzu benötigt man eine spezielle DVT1-Diagnostik oder eine hochauflösende CT2, welches selten ist. Die besten Aufnahmen nützen aber nichts, wenn sie nicht von erfahrenen Diagnostikern angeschaut und befundet werden. Da gibt es leider nur wenige, viele Zahnärzte versagen spätestens hier.
Die Kieferbilder decken auch andere Fremdkörper (Wurzelfüllmaterial z.B.), Entzündungsherde, Knochennekrosen etc. auf. Diese müssen alle fachmännisch mit hohen Schutzmaßnahmen sicher entfernt werden.
Auch alle toten Zähne sowie Metalle sollten bei MS entfernt werden. Als Ersatz für Titan-Implantate kommen z.B. Vollkeramik-Implantate in Frage. Bei diesem Schritt versagen nochmals die meisten Zahnärzte, da sie gar nicht die Erfahrung und Praxis mit vielen schwerkranken Patienten haben.

 

1DVT= DigitaleVolumentomographie 2CT = Computertomographie

 

30% Amalgamfüllungen heute noch


Zudem müssen Zahnärzte wissen, dass durch die Gifte im Kiefer und in den Zähnen der ganze Körper inkl. Gehirn negativ beeinflusst werden kann. Das wissen die meisten Zahnärzte nicht: Der in der Zahnmedizin mit Abstand giftigste Stoff, das Amalgam, das zu über 50% aus Quecksilber besteht, das auch noch kontinuierlich frei- gesetzt und aufgenommen wird, gilt als absolut unschädlich und ist das einzige Material, das auch heute noch voll durch die Krankenkassen im Seitenzahnbereich bezahlt wird. In Deutschland ist es so, dass manche Menschen darüber aufgeklärt sind und von sich aus kein Amalgam wünschen. Trotzdem werden 30% aller Füllungen (51 Millionen pro Jahr, Stand 2017) immer noch aus Amalgam gefertigt. Es sind meist Arbeitslose, Geringverdiener und Immigranten, die Amalgam bekommen. Ein Grund, warum es der unteren Bevölkerungsschicht in Deutschland gesundheitlich schlechter geht. Ich habe aber auch schon schwerkranke Königsfamilienmitglieder aus an- deren Ländern gesehen, die Amalgam trugen.

 

Speichergifte entfernen


Ein wichtiger Schritt ist also das sichere Entfernen von giftigen Stoffen und Entzündungen aus Kiefer und Zähnen und der Ersatz mit metallfreien, verträglichen Keramiken. Gleichzeitig bzw. nach diesem Schritt kommt die Entgiftung: Da Quecksilber, aber auch Blei, Cadmium und Arsen Speichergifte* sind, muss künstlich entgiftet werden. Leider funktioniert hier allein die Ernährung nicht. Es kommen Antitoxine wie DMPS, DMSA, Tiopronin zum Einsatz, später Penicillamin oder NBMI. Damit kann man schnell ent- giften, was bei unheilbaren und tödlichen Krankheiten auch nötig ist. Eine Naturausleitung mit unbelasteten Chlorella-Algen (empfehlenswert sind nur die aus Deutschland in Glasröhren produzierten, siehe S. 47), unbelastetetem Koriander, Knoblauch, Bärlauch, Grassäften etc. geht hier zu langsam. Mobilisationen durch Fasten, Schwitzen, Massagen, tiefe Bindegewebsmassagen können bei einigen Patienten die Gifte erst aufwühlen.
Wenn alle Schritte gut gemacht wurden und der Patient wieder gesund ist, dann war die Behandlung ausreichend. Wenn die Heilung nicht zufriedenstellend war, wird nochmals auf Infektionen geschaut. Und wenn diese noch vorhanden sind, werden auch die behandelt (z.B. Borreliose). Manchmal ist es aber so, dass diese durch die vorherigen Maßnahmen keine Rolle mehr spielen.

*Speichergifte nehmen im Laufe des Lebens in den Körperorganen immer mehr zu, solange man ihnen ausgesetzt ist und die Halbwertszeit im Gehirn auf 18-30 Jahre geschätzt wird.

 

Schubförmige und chronisch-fortschreitende MS-Formen

 

Erfolgreiche MS-Behandlung


Die Wurzel: Wie viele MS-Fälle hast Du bereits behandelt?


Dr. Joachim Mutter: Bei MS muss man verschiedene Formen unterscheiden. Es gibt eher gutartige Formen wie die schubförmigen, und es gibt die schlechten wie die chronisch-fortschreitenden MS-Formen.
Etwa 80 % meiner MS-Patienten haben die schlimmste Form, die primär chronisch progrediente Art. Diese ist mit allen verfügbaren schulmedizinischen Mitteln nicht zu beeinflussen. Keine Immunsuppression (Unterdrückung der Abwehrkräfte), Biologica etc. helfen hier.
Insgesamt kenne ich etwa 60 MS-Patienten. Von diesen sind mit meiner Anwendung etwa 80 % in der Progression gestoppt oder sogar verbessert worden. Bei den schubförmigen Fällen liegt die Erfolgsrate etwa bei 95%.

 

Irreversibles MS-Stadium


Die Wurzel: Gibt es ein weit fortgeschrittenes, unumkehrbares MS-Stadium?


Dr. Joachim Mutter: Ja, wenn die Patienten bettlägerig und tetraspastisch1 sind, ist es eigentlich nicht mehr möglich, das zu verbessern, das ZNS2 ist zu zerstört. Amalgam und Quecksilber aus dem Körper bzw. aus dem Gehirn zu bekommen, ist eine Kunst und erfordert eine große Erfahrung und die Kenntnis aller Wissenschaft zu diesem Thema.
Eine neuere Autopsie-Studie an Menschen, die meisten an MS verstorben, zeigte bei etwa 30 % der Toten im Gehirn extrem hohe Quecksilberansammlungen in den Nervenzellen (Motoneuronen). Der Gehalt in den Nervenzellen ist dabei sicher 100mal höher wie in der Umgebung. Schon ein Quecksilberatom in der Atmungskette der Mitochondrien führt zu einem Mehrverbrauch von bis zu 1000 Glutathionmolekülen. Man kann sich vorstellen, was mit der Nervenzelle passiert, wenn die Hälfte der Zelle vollgepumpt ist mit einem der giftigsten Elemente, die es gibt. Diese auszuleiten, erfordert eine große Anzahl an Ausleitungen und später dann spezielle Mittel, die auch in das Gehirn und in die Nervenzelle gelangen können.

 

1Tetraspastik ist die Lähmung aller vier Extremitäten (Arme und Beine)
2ZNS = Zentralnervensystem


Die Wurzel: Wie anerkannt ist Deine Behandlungsmethode bei MS in medizinischen Kreisen? Wird Deine Methode bereits an Medizin-Unis unterrichtet?


Dr. Joachim Mutter:
Diese Ursachentherapie wurde bisher nur an der Europa-Universität unterrichtet. Wissenschaftlich gibt es dazu viele Publikationen. In der offiziellen Medizin werden die aber, aus Gründen, die oben angegeben sind, nicht umgesetzt.

 

Flugverkehr & Geo-Engineering


Die Wurzel: Inwieweit siehst Du als Umweltmediziner eine Bedrohung in der Feinmetallvergiftung der Atmosphäre durch zunehmenden Flug- verkehr und aktive Geo-Engineering-Strategien?


Dr. Joachim Mutter: Bisher sind viele Patienten trotz dieser Belastungen gesund geworden. Von daher scheinen sie noch wenig Einfluss zu haben.
Es wird ja bestritten, dass es sowas gibt. Aber die Daten, die mir zur Verfügung stehen und die Beobachtung des Himmels seit meiner Kindheit (da gab es diese langen Kondensstreifen nie) erwecken schon den Verdacht, dass da was schiefläuft. Zudem konnte ich am gleichen Tag mehrere Flugzeuge am Himmel mit normalen Kondensstreifen und daneben zur gleichen Zeit Flugzeuge mit „Chemtrails“ fotografieren. Also, ein Wetterphänomen ist daher auch ausgeschlossen.
Mehrere Freunde von mir sind zudem Piloten und berichten einstimmig, dass sie im Luftraum beobachten konnten, wie bei vor ihnen fliegenden Flugzeugen auf einmal das Sprühen einsetzte, wo vorher nichts war. Ich habe den Verdacht, dass neben Aluminium und Barium auch noch mancher Sondermüll billig entsorgt wird. Aber dazu kenne ich mich zu wenig aus. Zu beobachten ist aber, dass in den letzten Jahren die Krankheitshäufigkeit, auch bei Kindern und jungen Erwachsenen, massiv zugenommen hat. Dabei spielt sicher auch der Funk eine große Rolle, der durch die Metalle im Körper bis zu 700fach verstärkt wird.

 

Uranmunition


Die Wurzel: Gibt es weitere Ursachen für die modernen umweltmedizinischen Krankheiten?


Dr. Joachim Mutter: Neben Alkohol und Rauchen ist auch Medienkonsum zu nennen. Für viele Kriegsgebiete sind auch die von der USA und NATO verschossenen Uranmunitionen (auch im Jugoslawien-, Irak- und Syrienkrieg) eine große Gefahrenquelle. Die Uranmunition setzt sich aus Abfall der Atomindustrie zusammen und wird tonnenweise in diesen Kriegen verschossen (siehe Film „Deadly Dust“). Die Halbwertszeit beträgt 4,5 Milliarden Jahre. Auch Leckstrahlung von Atomanlagen oder große und kleine Unfälle sind zu nennen.
Weiterhin sind Nanopartikel auch aus Abgasen zu nennen. Aber auch viele Medikamente können richtig krank machen wie Schmerzmittel z.B. oder Magensäureblocker etc.

 

MS-Selbsthilfegruppen


Die Wurzel: Welche der MS-Selbsthilfegruppen kann man empfehlen?


Dr. Joachim Mutter: Die zwei Haupt- Selbsthilfegruppen in Deutschland sind von der Pharmaindustrie unterwandert. Selbst auf deren Webseiten kommt das manchmal zum Ausdruck. Dort werden Patienten meist fehl- informiert, die Hauptursachen der MS werden als unbewiesene Verschwörungstheorien abklassiziert, wie z.B. Amalgam oder giftige Impfbegleitstoffe oder ungesunde Ernährung etc. Selbst zu Borrelien kommt da nichts Richtiges.
Eine PR-Strategie der Industrie ist es, auch die Selbsthilfegruppen zu unterstützen, sogar mit Stiftungen, da sitzen dann die entsprechenden Experten in den Gremien. Die lassen dann auch nur Forschung zu, welche genehm ist. Ich habe in meiner Uni-Zeit viele Forschungsanträge geschrieben zum Thema Quecksilber und MS etc. Wenn da aber Zahnfunktionäre im Gremium sitzen, dann haben diese null Chancen. Zudem ist es auch für die etablierte Wissenschaft blamabel, wenn MS oder Alzheimer z.T. doch durch Quecksilber oder Amalgam ausgelöst oder verschlimmert werden. Jahrzehntelang hatte man Billionen an Forschungsgeldern verbraten für alles Mögliche, mit wenig bis null Ergebnis – und jetzt soll so etwas Einfaches wie Amalgam oder Quecksilber schuld sein und die Therapie dementsprechend erfolgreich? Das darf natürlich nicht sein.


Die Wurzel: Welche Krankheiten sind Deiner Meinung nach mit MS verwandt?


Dr. Joachim Mutter: Von den Symptomverläufen gibt es zu MS wenig Ähnliches, vielleicht der Anfang vom Guillan Bare Syndrom oder manche Neuropathie-Arten. Aber Schwermetalle und Borrelien können alle chronischen Krankheiten, die wir kennen, auslösen und auch viele akute Krankheiten, bis hin zum Herzinfarkt. Gerade Quecksilber hat zudem eine hohe A nität zum Gehirn und Nervensystem. Natürlich gibt es auch genetische Nervenkrankheiten wie Ataxien, hereditäre (erblich)-motorisch-sensible Neuropathie-Arten und vieles mehr.

 

Do-it-yourself-Maßnahmen

 

Natürliche Schwermetallreduzierung


Die Wurzel: Welche unterstützenden Maßnahmen kann man als halbwegs gesunder Mensch einsetzen, um die Metallkonzentrationen im Körper auf natürliche Weise zu reduzieren?


Dr. Joachim Mutter: Einfache Hausmittel wie Sonnenbaden, Sauna, nichtbelastete Bio- Rohkost, spezielle Algen1, Wildkräuter, Sport (Rausschwitzen) etc. Manche kommen auch gut zurecht, wenn sie rohes Demeter-Eigelb essen – zum Phosphorlipidaustausch. Zudem Gemüse und Pflanzen, die viele Thiole enthalten, das sind Kohlgemüse, Laucharten, Bärlauch, Schnittlauch, Knoblauch.
Mit Koriander muss man anfangs aufpassen – ich kenne genug Fälle, die dadurch richtige Ausleitungskrisen provozierten.
Es gibt noch die Therapie der Darmreinigung mit Kohle plus Rizinusöl, Pectinen, Tonerden2 oder Zeolith, wobei diese selbst mit Alu oder Schwermetallen belastet sein können und diese auch in der Magensäure frei werden können.
Flohsamen aus Europa, Hydro-Colon, Kaffeeeinläufe, Überwärmungsbasenbäder, Melatonin und vieles mehr sind möglich. Auch die hochdosierte Gabe von anorganischem Selen und anderen Mikronährstoffen können helfen.


Die Wurzel: Vielen Dank für Deine wertvolle Arbeit für Mensch & Umwelt.


1Auch saubere Chlorellas (Schwermetalle kleiner 0,2 ppm, der Grenzwert ist bei 2 ppm!), was nur noch indoormäßig möglich ist. Von Spirulina Platensis und AFA rate ich aus verschiedenen Gründen ab, auch von belasteten Meeresalgen.
2Es gibt unterschiedliche Tonerden, mit mehr oder weniger Alugehalt. Fakt ist, das darin enthaltene Aluminium wird im Kontakt mit Säuren, vor allem Fruchtsäuren, freigesetzt. Wenn man Tonerde gibt, dann am besten zusammen mit Kohle und Ballaststoffen aus Flohsamen, Leinsamen, damit das Zeug schnell und sicher durch den Verdauungstrakt wandern kann.

 

Unterstützende Literatur für MS-Betroffene, Ärzte, Heilpraktiker etc.:
Marco Dorer: MS, ein Erfahrungsbericht (siehe Seite 24)
Dr. Evers: Eine MS-Therapie
Dr. Klinghardt: Borreliose
Dr. Kuklinsky: Mitochondrien
Dr. Perlmutter: Grain Brain
Dr. Mutter: Lass Dich nicht vergiften (siehe Seite 54/Nr.195)
Dr. Mutter: Gesund statt chronisch krank (siehe Seite 54/Nr. 196)
Dr. Mutter: Das Seminarskript des Neuroseminars

Bücher und Publikationen:
www.detoxklinik.de/publikationen

Neuste Vorträge:
„Was macht krank und gesund“
www.youtube.com/watch?v=32DTKsPS1aI

ergänzend:
www.youtube.com/watch?v=3LUNhBaaYxc&t=159s

Ärzte- und Laienseminare (Ursachentherapie): www.detoxklinik.de/seminare

 

Kontakt:
Dr. Joachim Mutter in der Schweiz: Paracelsus Clinic Al Ronc
drmutter@alronc.ch www.alronc.ch
Dr. Joachim Mutter in Deutschland: Lohnerhofstr. 2 – 784687 Konstanz
jo.mutter@web.de www.detoxklinik.de info@tagesklinik-konstanz.de

 

PDF zum Download: Mutter_MS_Parkinson_03_17