Curcuma (C. longa L.)

…der Gelbwurz ist ein Mitglied der Familie der Ingwergewächse, zu denen auch Ingwer, Kardamom und Galgant gehören. Mit seiner tief gelb-orangen Farbe ist das gemahlene Curcuma-Rhizom unverzichtbarer Bestandteil des Currypulvers. In der ayurvedischen und chinesischen Medizin wurde Curcuma zur Behandlung einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt.

 

Kurkuma / Curcuma, gesund älter werden, die Wunderwaffe für Ihre Gesundheit und Fettverbrennung

Inhaltststoffe

Der wichtigste aktive Inhaltsstoff in Curcuma ist das Curcumin, chemisch Diferuloylmethan. Curcumin und seine Abkömmlinge, zusammengefasst Curcuminoide genannt, sind die farbgebenden Pigmente. Curcuminoide sind phenolische Verbindungen mit antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.

 

Eigenschaften

Curcuma gilt seit langem als sicher und wirksam bei einer Vielzahl von Beschwerden. Von Süd- bis Ostasien hat sie bis heute den Status eines Allheilmittels. Empfohlen wird Curcuma als Blutreiniger, zur Förderung der Wundheilung, bei Beschwerden des Verdauungssystems, bei Leberleiden und Erkältung. Die moderne Forschung hat noch weitere interessante Anwendungsgebiete entdeckt.

 

Entzündungshemmende Aktivität. Curcuma wird traditionell bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass Curcuminoide signifikante antientzündliche Effekte haben. Curcumin reguliert die Aktivität einer Vielzahl von Signalproteinen, Hormonen und Enzymen, die an Entzündungsreaktionen beteiligt sind, darunter Lipoxygenase, Cyclooxygenase², Leukotriene und Thromboxcan. (1, 8)

Gesund älter werden mit CurcumaCurcumin reduzierte bei chronischen Entzündungen den Spiegel des Entündungsmarkers C-reaktives Protein genauso wirksam wie der chemische Wirkstoff Ibuprofen. (7)

Entzündliche Prozesse scheinen bei neurodegenerativen, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Autoimmun- und vielen anderen chronischen Erkrankungen eine zentrale Rolle zu spielen. In einer klinischen Studie zeigte sich Curcumin wirksam bei Entzündungsprozessen nach Operationen. (12) Auch bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen hatte Curcumin positive Effekte. (2)

 

Zellschutz. Einer Tierstudie zufolge wirkt Curcumin stabilisierend auf die Zellmembranen. (11) Curcumin ist auch ein Radikalfänger, vor allem für Superoxidradikale. (4)

 

Immunmodulierend. Curcumin moduliert die Aktivität der T-Lymphozyten, B-Lymphozyten, Makrophagen, Neutrophilen, natürlichen Killerzellen und dendritischen Zellen. Dies erklärt die positiven Effekte, die man bei Allergien, Asthma, Arthritis und andern Erkrankungen mit Beteiligung des Immunsystems beobachtet hat. (3)

 

Nerven schützend. Wissenschaftler vermuten, dass Curcumin einen signifikanten Schutz vor neurotoxischen Substanzen bietet. In Tierstudien wirkte Curcumin der Anhäufung von Amyloid-Plaques im Gehirn entgegen und beugte einem Verlust der Merkfähigkeit vor. (5, 9, 19) Man nimmt an, dass Curcumin die Bildung von Metallchelaten fördert und so die Amyloid-Akkumulation oder das Schädlichkeitspotenzial von Kupfer-, Zink- und Eisen-Ionen reduziert. (6) Die Bildung von Metallchelaten gehört zu den Entgiftungsmechanismen des Körpers.

 

Verfügbarkeit

Im Handel gibt es Curcuma Extrakte in verschiedenen Qualitäten zu kaufen.

 

Verzehrempfehlung

Eine offizielle Empfehlung gibt es nicht. In der EU werden Health Claims für eine tägliche Aufnahme entsprechend 1 – 3 g Curcuma-Rhizom oder 300 – 600 mg Curcumin diskutiert.

Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und etwas bitter – er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als wesentlicher Bestandteil von Currypulver.

Kurkuma sollte dunkel und nicht zu lange gelagert werden, da die Farbe bei Licht schnell verblasst und es an Aroma verliert.

 

Literatur:

  1. Aggrarwal BB, Harikumar KB. (2009): Potential therapeutic effects of curcumin, the anti-inflammatory agent, against neurodegenerative, cardiovascular, pulmonary, metabolic, autoimmune and neoplastic diseases. Int J Biochem Cell Bio. 2009 Jan;41(1):40-59
  2. Hanai H, Sugimoto K. (2009): Curcumin has bright poospects for the treatment of inflammatory bowel disease. Curr Pharm De. 2009; 15(18)2087-94
  3. Jagetia GC, Aggarwal BB. (2007): „Spicing up“ of the immune system by curcumin. J Clin immunol. 2007 Jan, 27(1):19-35.
  4. Miriyala S, Panchatcharam M, Rengarajulu P. (2007): Cardioprotective effects of curcumin. Adv Exp Med Biol. 2007; 595:359-77. Review.
  5. Yang F, Lim GP, Begum AN, Ubeda OJ, Simmons MR, Ambegaokar SS, Chen PP, Kayed R, Glabe CG Rautschy SA, Cole GM. (2005): Curcumin inhibits formation of amyloid beta oligomers and fibrils, binds plaques, and reduces amylodi in vivo. J Biol Chem. 2005 Feb 18; 280(7):5892-901. Epub 2004 Dec z.
  6. Baum L, Ng A. (2004): Curcumin interaction with copper and iron suggests one possible mechanism of action in Alzheimer´s disease animal models. J Alzheimers Dis. 2004 Aug;6(4):367-77;discussion 443-9.
  7. Banerjee M, Tripahti LM, Srivatstava VM, Puri A, Shukla R. (2003): modulation of inflammatory mediators by ibuprofen and curcumin treatment during chronic inflammation in rat. immunopharmacol Immunotoxcicol. 2003 May;25(2):213-24.
  8. Chainani-Wu N. (2003): Safety and anti-inflammatory antioxidant reversal of Abeta-inducec cognitive deficits and neuropathology. Neurobil Aging. 2001 Nov-Dec:22(6):993-1005.
  9. Frautschy SA, Hu W, Kim P, Miller SA, Chu T, Harris-White ME, Cole GM. (2001): Phenolic anti-inflammatory antioxidant reversal of Abeta-induced cognitive deficits and neuropathology. Neurobiol Aging. 2001 Nov-Dec:22(6):993-1005.
  10. Lim GB, Chu T, Yang F, Beech W, Frautschy SA, Cole GM. (2001): The curry spice curcumin reduces oxidative damage and amloid pathology in an Alzheimer trangenic mouse. J Neurosci. 2001 Nov 1;21(21):8370-7
  11. Nirmala C; Puvanakrishnan R (1996): Protective role of curumin against isoproterenol induced myocardinal infarction rats. Molecular and Cellular Biochemisty: VOL: 159 (2):p.85-93 /1996/
  12. Satoskar RR, Shah SJ, Shenoy SG. (1986): Evaluation of anti-inflammatory property of curcumin (diferuloyl methane) in patients with postoperative inflammation. Int J Clin Pharmacol Ther Toxicol. 1986 Dec;24(12):651-4.

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