Mitochondrien sind winzige, Energie produzierende Zellstrukturen. In bestimmten Geweben wie Herzmuskel, Neuronen und Leber können sich tausend und mehr Mitochondrien in jeder Zelle befinden. Wenn Energielieferanten wie Glukose oder die Ketone in die Mitochondrien gelangen, läuft eine ganze Kette von Reaktionen ab, die zur Bildung von ATP führt, der grundlegenden Energiequelle, der Batterie unserer Zellen. Die Zelle nutzt ATP so ähnlich, wie ein Elektroauto die Elektrizität einer Batterie oder eines Akkus nutzt, um zu fahren. Ketone sind ein leistungsfähigerer ATP-Produzent als Pyruvat und verbessern die hydraulische Effizienz des arbeitenden Herzens um mehr als 30 %.

Ketone schützen auch die Neuronen nicht nur durch Bereitstellung von mehr Energie in den Mitochondrien, sondern scheinen auch ihr Wachstum und ihre Entwicklung zu erhöhen.

Aus Speicherfett gebildete Fettsäuren können vom Herzen also als Energielieferanten verwendet werden, sind jedoch zu gross, um die schützende Blut-Hirn-Schranke zu passieren. Doch die Ketone können mithilfe eines speziellen Monocarboxylat-Carriers ins Gehirn transportiert werden und von Neuronen und anderen Gehirnzellen als Energiequelle genutzt werden. Die Tatsache, dass unser Gehirn Ketone verwerten kann, war für die Evolution des Menschen sehr wichtig. Im Vergleich zu Tieren ist das menschliche Gehirn gegenüber dem Gesamtkörpergewicht sehr gross. Dafür ist hauptsächlich die erheblich grössere Hirnrinde verantwortlich, der Teil des Gehirns, dem wir unsere höhere Intelligenz verdanken.

Weitere detailliertere Informationen finden Sie im Buch: Alzheimer, vorbeugen und behandeln von Mary Newport. ISBN-Nummer: 978-3-867331-112-0. Kindle: 978/3-95484-057-1, PDF 98-3-95484-058-8