Lebenshilfe

Erfolg und Ethik – heiligt der Zweck wirklich die Mittel?

 

Dieser Planet braucht nichts dringender als Menschen, die ehrlichen Herzens Mut, Hoffnung und Zuversicht verbreiten. Doch wir können nur dann zu diesen Menschen gehören, wenn uns die Mittel heiliger sind als der Zweck.

Erfolg und Ethik - heiligt der Zweck wirklich die Mittel? Triunity Lebenshilfe SeminareJe mehr sich der Mensch geistig und spirituell entwickelt, umso mehr erkennt er, wie viel ihm im Grunde noch fehlt und wie viel noch zu tun ist. Aber was ist überhaupt Spiritualität? Hat das etwas mit Räucherstäbchen zu tun, mit heiligen Gesängen, mit Astrologie, mit Kristallen oder mit anderen sichtbaren Dingen? Laut Brockhaus ist Spiritualität “die Überzeugung, dass der Geist das Weltprinzip darstellt”. Wie also kann Spiritualität etwas mit äußeren Dingen zu tun haben, wenn doch der Materialismus das genaue Gegenteil von Spiritualität ist?!

 

In unserer Erfolgsphilosophie bedeutet Spiritualität, dass wir davon ausgehen, dass nicht materielle Dinge unser Leben beeinflussen, sondern geistige. Das bedeutet, dass wir mit unseren Gedanken, Gefühlen und Vorstellungsbildern unsere Lebensqualität nicht nur beeinflussen können, sondern tatsächlich beeinflussen – und zwar ständig. Völlig egal, ob Sie das wissen oder nicht. Alle großen geistigen Lehrer dieser Welt haben nichts von Räucherstäbchen erzählt, nichts von Astrologie, nichts von Kristallen und nichts von anderem Klimbim, der in unserem Leben die Hauptrolle spielen soll. Sondern sie haben uns – übrigens gemeinsam und übereinstimmend mit allen Weltreligionen – eine große Hauptlehre hinterlassen: “Behandle andere Menschen immer so, wie auch Du möchtest, dass man Dich behandeln soll – verhalte Dich immer so, wie Du möchtest, dass man sich Dir gegenüber verhalten soll!”

 

Natürlich ist es viel einfacher und spektakulärer – weil es halt jeder sehen kann – sich als spirituelle Person zu betrachten, indem man sich in erster Linie mit äußeren Dingen beschäftigt, anstatt an sich selbst zu arbeiten. Nur – das Ganze geht am Kern der Sache vollkommen vorbei. Es ist nicht die Show, die das Spirituelle wachsen lässt, sondern einzig die geistige Arbeit an sich selbst. Wenn wir ein spirituelles Leben führen wollen – was zwangsläufig notwendig ist, sofern wir Erfolg und Erfüllung erleben wollen – dann gibt es meines Erachtens zwei wichtige Quellen, um herauszufinden, was das Wichtigste in unserem Leben ist. Die erste Quelle sind die Kernaussagen der bekannten spirituellen Meister. Der Einfachheit halber möchte ich mich heute vor allem auf Jesus und Moses beschränken. Beide nehmen in unserem Kulturkreis zweifelsfrei eine sehr wichtige Rolle ein. Ihre Hauptaussage finden wir in der “Bergpredigt” bzw. in den “Zehn Geboten”. Sie beziehen sich in erster Linie auf menschliche Denk- und Verhaltensweisen – wie beispielsweise “Du sollst nicht töten, nicht lügen, nicht stehlen, nicht neiden” u.s.w. Die Hauptlehre von Jesus hat er selbst wie folgt zusammengefasst: “Alles nun, was Ihr wollt, dass Euch die Menschen tun, das sollt Ihr ihnen tun – das ist das Gesetz und die Prophezeiung.”

 

Die zweite Quelle sind die übereinstimmenden Aussagen derjenigen Menschen, die bereits im Jenseits, also klinisch tot waren. Sie alle berichten davon, dass all das, was wir auf Erden erreicht und aufgebaut haben und dem wir immer so nachjagen, “drüben” völlig unwichtig ist. Das einzige was zählt, ist die Art und Weise wie wir gelebt haben, wie wir mit unseren Mitmenschen umgegangen sind, ob wir uns ethisch einwandfrei verhalten haben und liebevoll waren – oder sie emotionell verletzt haben.

Alle Aussagen aus diesen beiden Quellen stimmen somit überein und können in eine “Goldene Regel” zusammengefasst werden: “Ich behandle andere Menschen so, wie auch ich behandelt werden möchte – und zwar zuerst.”

 

Es geht also nicht um Äußerlichkeiten, um “etwas auf die Beine zu stellen”, um “reich zu werden”, um “bewundert zu werden” oder um andere Dinge im Außen. Auf der anderen Seite geht es aber auch nicht darum, dem “schnöden Mammon” abzuschwören, arm zu bleiben, zu jammern, zu klagen und zu leiden. Und schließlich geht es auch nicht darum, der großen Liebe nachzujagen. Sondern es geht einzig und allein darum, uns in jeder Situation ethisch zu verhalten und selbst möglichst liebevoll zu sein.

 

Wenn wir uns also auf den geistigen Weg begeben – den Weg der Spiritualität – dann wird an erster Stelle von uns gefordert, dass wir uns an die “Goldene Regel” halten. Und zwar völlig unabhängig davon, wie sich andere uns gegenüber verhalten. “Auge um Auge, Zahn um Zahn” – dieses Gesetz von Moses wird natürlich gerne von denjenigen falsch verstanden, die noch tief im Materialismus stecken. Sie meinen, das Recht zu haben, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. So trachten sie danach, es anderen heimzuzahlen und ihnen das Gleiche zuzufügen, was sie selbst durch sie erleiden mussten. Der indische Yogi Yogananda sagt zu diesem Thema: “Verzichte darauf, es dem anderen heimzuzahlen, sonst bist Du genau so schlecht wie er.” Und Jesus sagt in diesem Zusammenhang: “Vergib 7 mal 70 mal”. “Auge um Auge …” kann also nicht heißen, dass wir ein Recht auf Vergeltung haben, sondern es ist ein deutlicher Hinweis auf das Gesetz des Karma, in Verbindung mit “Ursache und Wirkung”. “Auge um Auge” bedeutet demnach: “Wenn wir einem anderen Leid antun, dann wird uns eines Tages auch Leid angetan werden … “Wer Wind sät, wird Sturm ernten.” Einfacher ausgedrückt können wir sagen: Verhalte Dich lieber so, wie Du möchtest, dass sich andere Dir gegenüber verhalten sollen!

Jesus sagte uns weiter, dass das Himmelreich Gottes in uns liegt. Damit gab er eine schöne Definition des Wortes Spiritualität. Wir haben den Schlüssel bereits in uns, ob wir uns entweder die Hölle bereiten oder schon jetzt den Himmel auf Erden erleben wollen.

 

Natürlich werden nicht alle Menschen uns gegenüber sofort freundlich, nett und ehrlich sein, nur weil wir uns nun dazu entschließen, ab heute nach dieser “Goldenen Regel” zu leben. Denn erstens müssen wir all das noch auslöffeln, was wir uns im Laufe unseres Lebens eingebrockt haben. Und zweitens gelingt es uns sowieso nicht, von heute auf morgen ein “Heiliger” zu sein. Wir werden uns nach wie vor noch Situationen einbrocken, die wir halt dann morgen auslöffeln müssen. Nach wie vor werden wir Gedanken von Wut, Neid, Ärger, Missgunst, Hass oder Vergeltung in uns tragen. Und es wird eine ganze Weile dauern, bis wir uns dessen überhaupt bewusst werden, was wir so den lieben langen Tag alles denken. Aber Stück für Stück werden wir die nicht wünschenswerten Gedanken immer mehr zurückfahren und sie eines Tages schließlich ganz einstellen. Das ist alles eine Frage der Reife und der Übung. Dieses “Auge um Auge” ist also kein Freibrief für Familien- oder Völkerfehden, die sich schon über Generationen hinziehen, sondern lediglich ein Hinweis auf die Gerechtigkeit des Universums. Es ist ein Fingerzeig, dass uns in ähnlicher Form alles widerfahren wird, was wir anderen antun.

 

Nun ist es in der heutigen Zeit fast überflüssig, einem Menschen zu sagen: “Du sollst nicht töten.” Aber bei den anderen Geboten wird es schon schwieriger – auch bei denen, die angeblich spirituell ausgerichtet sind. Die Software-Hersteller und die Musikindustrie schätzen, dass ihnen ebensoviel Software gestohlen wird – in Form von unerlaubten Kopien oder Benutzung – wie sie verkaufen. Hier sprechen wir also von Diebstählen in der Größenordnung von 50%. Wir alle erleben jeden Tag, dass Bücher, Kassetten, Videos und CD’s einfach kopiert und verschenkt werden. Auch wir selbst haben da so unsere Erfahrungen mit unserem Erfolgstraining “Der Schlüssel zu Glück und Erfolg”, das sich aus 10 Audiokassetten und 10 Themen Schriftmaterial zusammensetzt. Darüber hinaus kennen wir natürlich auch genügend Menschen, die sich ein oder mehrere male in eines unserer Seminare setzen, fleißig mitschreiben und dann später “fremdes” Know-how in eigenen Seminaren verkaufen. Sprechen Sie diese Leute dann darauf an – schließlich befinden sie sich ja vermeintlich ebenfalls auf dem ethischen Weg – dann hören Sie Ausreden wie: “Ja, Sie haben schon recht. Aber wenn es um geistige Dinge geht, dann ist das doch ganz was anderes. Geistige Dinge sind frei, sie stehen jedem zur Verfügung. Und außerdem hat derjenige, der das Copyright hat, seine Erkenntnisse doch auch nur von anderen Lehrern bekommen.” Richtig, aber das hat ihm wahrscheinlich 10, 15, 20 oder mehr Jahre seines Lebens gekostet. Und außerdem hat er mehrere Hunderttausend Mark an Seminar- und Lizenzgebühren dafür bezahlt. Und in dieser langen Zeit haben diejenigen, die ihn nun kopieren, sich fröhlich noch ganz irdischen Dingen gewidmet. Und heute denken sie gar nicht daran, selbst einmal 20 Jahre oder mehr Zeit an Studium und Arbeit in ein Lebenswerk zu investieren, sondern sie wollen es möglichst billig und schnell – am besten geschenkt. Heiligt der Zweck also die Mittel? Und wenn – welcher Zweck?

Der spirituelle Zweck sind immer die Mittel, die wir im Alltag einsetzen. Ich meine, der spirituelle Zweck kann nur der sein, dass wir möglichst schnell lernen, so durchs Leben zu gehen, dass wir nur noch ethisch einwandfreie Mittel einsetzen. Oder im Finalzustand ausgedrückt: “Ich behandle andere Menschen so, wie auch ich behandelt werden möchte – und zwar zuerst.” Wie kann dieser Zweck die Mittel heiligen und uns dann Freiraum zum Stehlen geben?

 

Selbstverständlich gibt es auch noch einen anderen Zweck, auf diesem Planeten zu sein: nämlich “uns die Erde untertan zu machen.” Mit anderen Worten: die Lebensgesetze zu verstehen, sie sinnvoll anzuwenden und dann die Früchte und Schönheiten dieses Planeten zu genießen und uns damit an der Schöpfung erfreuen.

 

Mit dem Beginn des Wassermann-Zeitalters – das Symbol ist der Wasserträger, der seine Pflanzen wässert und sich somit um sie sorgt – kommt etwas völlig Neues auf die Menschheit zu. Moses brachte uns die “Zehn Gebote”, damit wir endlich lernen, in geregelten Verhältnissen zu leben und vernünftig miteinander umzugehen, statt uns willkürlich zu bestehlen, zu bekämpfen oder gar umzubringen. Dieser Schritt war für den Aufbau einer menschlichen Zivilisation unumgänglich. Anders wäre es der Menschheit nicht gelungen, eines Tages eine Stufe zu erreichen, in der jeder einzelne die Zeit haben wird, sich auch um geistiges Wachstum und geistige Reife zu kümmern. Wir wären höchstwahrscheinlich bei Ackerbau und Viehzucht stehen geblieben und würden wie unsere Vorfahren noch heute rund um die Uhr schuften und ackern, nur um einigermaßen zu überleben.

 

Das Sternenbild, unter dem Moses uns die “Zehn Gebote” brachte, war das Sternzeichen des Widders. Das Zeitalter des Stieres ging zu Ende, was mit dem “goldenen Kalb” zum Abschluss symbolisiert wurde. Jesus selbst leitete dann das Zeitalter der Fische ein, wurde aber dennoch das Lamm Gottes genannt, weil er das Zeitalter des Widders zum Abschluss brachte. Nachdem das Symbol der Christen die Fische sind – einige Jünger Jesu waren von Beruf ja bekanntlich Fischer – ist nun 2000 Jahre später alles für die nächste Entwicklungsstufe vorbereitet, für das Wassermann-Zeitalter. Im Wassermann-Zeitalter wird nun jeder Mensch genug Zeit haben, sich vorrangig mit seiner geistigen Entwicklung, also mit seiner Spiritualität zu beschäftigen.

Ich denke, die gesamte Technik der heutigen Zeit – vom Telefon, über EDV, bis zum Internet – hat nur einen einzigen Sinn: Wir können auf diese Weise unsere notwenigen Dinge noch besser, noch effektiver und noch schneller erledigen, damit wir “alle” mehr Zeit zum Lesen, zum Meditieren und zum Besuch eines Seminars finden, um auf diese Weise mehr über persönliches, geistiges und spirituelles Wachstum zu erfahren. Wohlgemerkt “ALLE” – denn früher war das nur wenigen Privilegierten vorbehalten.

 

Jetzt ist es aber höchste Zeit, dass wir möglichst schnell erkennen, dass wir uns alle nun selbst um diesen Planeten kümmern müssen. Wir haben Zigtausende von Jahren gebraucht, um an diesen Punkt zu kommen. Auf unserem langen Weg der Menschheitsentwicklung haben wir diesen Planeten benutzt und ausgebeutet – jetzt müssen wir uns um ihn kümmern. Jetzt müssen wir Bäume pflanzen, die früher von alleine wuchsen. Jetzt müssen wir uns um die Flüsse und Meere kümmern, die sich früher von allein regenerierten. Jetzt müssen wir die Ozon-Schicht in Ordnung bringen, was früher von selbst geschah. Mit anderen Worten: Was für den einzelnen gilt – nämlich sich so zu verhalten, wie man möchte, dass sich auch andere verhalten – gilt nun für den gesamten Planeten, gilt für die ganze Erde.

 

Ohne die “Zehn Gebote” von Moses wäre die Menschheit eine Schar von Räubern geblieben. Ohne die Lehre Jesu – der Vergebung und Liebe lehrte – nähmen die Familien und Völkerfehden kein Ende. Und ohne die Erkenntnis, dass wir alle im gleichen Boot sitzen und die Menschheit nun zu einer Einheit zusammenwachsen und zusammenarbeiten muss, werden wir den nächsten Schritt nicht schaffen. Dafür ist es notwendig, dass sich immer mehr Menschen spirituell ausrichten und endlich damit beginnen, sich so zu verhalten, wie es uns die großen Meister seit Jahrtausenden schon empfehlen: “Ich behandle andere Menschen so, wie ich selbst behandelt werden möchte – und zwar zuerst.” Der spirituelle Zweck ist also der, die Mittel, die wir einsetzen, um unsere materiellen Ziele zu erreichen, unter ethischen Gesichtspunkten zu wählen. Der materielle Zweck unseres Daseins ergibt sich zwangsläufig als Schlussfolgerung: Wir sollen mit unseren Talenten und Fähigkeiten dazu beitragen, die Menschheit in das Zeitalter des Wassermanns zu führen.

Einfach ausgedrückt: Der Slogan “Fortschritt um jeden Preis” ist out. Vor allem dann, wenn es auf Kosten anderer Menschen oder gar auf Kosten dieses Planeten geht. Dennoch war diese Entwicklungszeit wichtig, denn sie versetzte uns in die Lage, mit möglichst geringem Zeitaufwand alles Überlebensnotwendige zu beschaffen. Jetzt sollten wir uns aber nicht mehr um Slogans kümmern, sondern nur noch um die Beantwortung wichtiger Fragen, wie z. B. “Ist das sinnvoll?” – “Bringt uns das alle weiter?” – “Wie kann ich meinen Beitrag leisten?” – “Wie kann ich mehr Verantwortung übernehmen?” – “Wo kann ich positiven Einfluss nehmen?” Derzeit habe ich den Eindruck, dass die Schöpfung in dieser Zeit vor allem diejenigen mit Erfolg belohnt, die an erster Stelle Selbstverantwortung übernehmen, zusätzlich einen Beitrag leisten – anstatt möglichst billig abstauben zu wollen – und außerdem in der Lage sind, planetarisch zu denken.

 

Der Zweck besteht also darin, ein möglichst sinnvolles und erfülltes Leben zu führen, das darauf basiert, aus den eigenen Talenten und Fähigkeiten das Beste zu machen. Und die Mittel, die wir dafür einsetzen, sollten der ethischen Grundlage standhalten, die ich nun ein letztes mal zitieren möchte: “Ich handle immer so, wie auch ich behandelt werden möchte – und zwar unabhängig davon, wie ich heute behandelt werde.”

 

Einen Zweck in der Spiritualität sehen heute nur diejenigen, die sich abends zum Gebet niederknien und beten: “Lieber Gott, ich erbarme mich Deiner. Du hast zwar eine Menge Fehler gemacht mit dieser Welt, aber mach’ Dir nichts draus, ich werde Dir auch morgen wieder helfen, diese Fehler auszubügeln und die Sache in Ordnung zu bringen.” Ich denke, die Schöpfung ist in Ordnung. Sie ist gut, so wie sie ist. Das hat unser Schöpfer auch schon erkannt, als er nach getaner Arbeit feststellte: “Und siehe, es ist gut.”

 

Mal angenommen, Sie bekommen Besuch. Und dieser Besuch mäkelt ständig an Ihnen herum. Dies gefällt ihm nicht und jenes passt ihm nicht. Was auch immer Sie tun, Ihr Besuch meckert und meckert. Wie lange lassen Sie sich das gefallen, bis Sie ihn höflich, aber bestimmt, hinauswerfen? Können wir nicht froh und dankbar sein, dass uns unser Schöpfer noch nicht hinausgeworfen hat? Sollten wir als spirituell ausgerichtete Menschen nicht endlich damit aufhören, immer die Schuld bei anderen zu suchen, nur um von der Tatsache abzulenken, dass wir uns nicht aufraffen wollen, endlich bei uns selbst zu beginnen? Sollten wir nicht endlich selbst damit beginnen, unser Leben so zu führen, wie wir es immer nur von anderen erwarten? Diese Erde ist unsere Lernwiese. Wir sind auf diese Erde gekommen, damit wir lernen, wie wir uns noch liebevoller und noch ethischer verhalten können. Und wir werden solange immer wieder auf diese Lernwiese kommen, bis wir alle einen gewissen Grad an Reifestufe erreicht haben, der es dann schließlich verdient als “menschlich” bezeichnet zu werden.

Die Mittel zum Zweck können demnach nur folgende sein:

  • zu wissen, was wir mit unserer kostbaren Lebenszeit anfangen wollen –
  • dieses Bild klar und deutlich in uns zu tragen, um es im Laufe der Zeit immer mehr nach außen zu verkörpern –
  • zu lernen, nicht in die Freiheit und Selbstbestimmung anderer einzugreifen –
  • das Selbstvertrauen zu entwickeln, das uns erkennen lässt, dass wir nicht nur der Körper sind, sondern einen Körper haben, der von unserem “Höheren SELBST” bewohnt und als Ausdruck seiner SELBST genutzt wird –
  • zu lernen, klare Entscheidungen zu treffen – vor allem, wenn es darum geht, ob wir den cleveren oder eher den ethischen Weg einschlagen sollen –
  • zu lernen, unsere Erwartungen klar und offen auszudrücken – damit andere wissen, was sie von uns und wir von ihnen zu erwarten haben –
  • zu lernen, uns selbst bedingungslos zu achten und zu lieben – was voraussetzt, dass wir beispielsweise auch unsere Eltern, aber auch unsere Gegner in liebevoller Dankbarkeit annehmen –
  • zu lernen, jeden Tag unser Bestes zu geben – um jeden Tag ein klein wenig besser zu werden als wir es gestern noch waren –
  • zu lernen, mutig und konsequent unseren eigenen Weg zu gehen – auch wenn wir dafür von anderen kritisiert werden –
  • zu erkennen, dass Erfolg und Erfüllung in der Dualität dieser Welt nur durch persönliches und spirituelles Wachstum zu erreichen ist.

Und das alles mit dem Hintergrund, damit wir den Menschen, die für Erfolg und Spiritualität offen sind, in jeder Hinsicht Mut, Hoffnung und Zuversicht vermitteln können, dass es sich lohnt, diesen Weg ebenfalls zu gehen.

Dieser Planet braucht derzeit nichts dringender als Menschen, die Mut, Hoffnung und Zuversicht verbreiten. Doch wir werden erst dann zu diesen Menschen gehören, wenn uns die Mittel heiliger sind als der Zweck.

Die Schöpfung hat sich 15 Milliarden Jahre Zeit gelassen, um das zu erreichen, was bis heute erreicht wurde. Warum sollten wir also mit unethischen Mitteln versuchen, unseren Weg nun abzukürzen. Es lohnt sich allemal, den geistig-spirituellen Weg zu beschreiten. Denn nur auf diesem Weg werden wir

  • mit Freude und innerer Harmonie,
  • mit tiefer Erfüllung und Dankbarkeit,
  • mit der Verwirklichung unseres wahren SELBST –
  • also mit einem traumhaften Leben in märchenhafter Freiheit belohnt werden.

Dafür müssen wir jedoch die Bereitschaft entwickeln, auf alle unethischen Mittel zu verzichten, mit denen wir früher den Zweck geheiligt haben.

Dieser Schlüssel öffnet uns das Tor zu einem tiefen Verständnis dafür, was unser Leben lebenswert macht. Aber derselbe Schlüssel wird auch die alten Tore verschließen, hinter denen sich diejenigen verstecken, die den Ruf der neuen Zeit nicht hören wollen.