Dr. med. Manfred Doepp

 

Die konventionelle Medizin betrachtet das Blut als entscheidend für diese Frage. Das aktive Bindegewebe (Matrix, Mesenchym) wird nicht berücksichtigt. Ebenso wenig das Magen-/Darmmilieu, die Lymphe oder das Innere der Gelenke.

 

Schauen wir uns einmal an, was die Schulmedizin dazu zu sagen hat (aus Wikipedia):

„Säure-Basen-Haushalt ist die allgemeine Bezeichnung für diverse physiologische Regelmechanismen nach dem Prinzip der Homöostase. Sie halten den Ablauf der notwendigen Stoffwechselvorgänge bei einem pH-Wert von 7,4 (±0,05) im Blut aufrecht. Zur Regulierung des Säurebasengleichgewichts tragen die Puffereigenschaften des Blutes und der Gewebe sowie der Gasaustausch in der Lunge und der Ausscheidungsmechanismen der Niere bei. Störungen im Säure-Basen-Haushalt des Körpers führen zu Azidose (Übersäuerung) oder Alkalose (Untersäuerung) und können sich lebensbedrohlich auswirken.

 

Stoffwechselvorgänge

CO2 als Endprodukt der Zellatmung fällt insbesondere bei körperlicher Arbeit in großen Mengen an. Im Blut reagiert es mit Wasser unter Bildung von Kohlensäure, welche im Organismus sofort zu Hydrogencarbonat und OxoniumIonen dissoziiert:

(Carboanhydrase-Reaktion)

 

Puffersysteme

Die Aufgabe der Teil-Puffersysteme im Blut ist die Konstanthaltung des pH-Werts. Sie werden unter dem Namen Blutpuffer zusammengefasst. Die Pufferkapazität eines Systems beschreibt die Menge an Säure oder Base, die hinzugegeben werden kann ohne den pH-Wert in größerem Maße zu verändern. Je größer die Pufferkapazität, desto stabiler ist das System gegenüber Änderungen des pH-Werts. Im Allgemeinen hat ein System seine größte Pufferkapazität im Bereich seines pK-Wertes. Für das Blut bedeutet das, dass der pK-Wert eines Puffersystems möglichst nah beim gewünschten pH = 7,4 liegen sollte. Weiterhin wichtig ist die Konzentration des Puffersystems.

  • Das bedeutendste Teil-Puffersystem im Körper ist der Protein-Anionen-Puffer (Eiweißpuffer), der auf Grund der hohen Konzentration von Proteinen seine Bedeutung hat. Er macht etwa 24% der Pufferwirkung des Blutes aus.

Dabei spielen vor allem Histidinreste der Proteine eine Rolle, da Histidin die einzige Aminosäure ist, deren Isoelektrischer Punkt bei neutralem pH-Wert liegt. Somit können histidinreiche Proteine als Protonendonatoren oder Protonenakzeptoren wirken, um den pH-Wert zu stabilisieren. Physiologisch wichtiger ist allerdings das Bikarbonat-Puffersystem, welches als offenes Puffersystem etwa 75 % der Gesamtpufferkapazität des Blutes aufweist. Dadurch, dass CO2 abgeatmet werden kann, ist der Körper in der Lage den pH-Wert aktiv über die Atemfrequenz, die Atemtiefe, sowie die Rückresorption von Hydrogenkarbonat in der Niere zu beeinflussen, was auch seine Bedeutung, trotz des ungünstigen pK-Wertes von 6,1 erklärt – denn der pH-Wert wird nur über das Verhältnis von Hydrogencarbonat/Kohlensäure bestimmt. (Henderson-Hasselbalch-Gleichung)

Die anderen Teil-Puffersysteme werden wegen ihrer geringeren Bedeutung oft als Nicht-Bicarbonat-Puffer, NBP, zusammengefasst. Es sind geschlossene Systeme, die Gesamtkonzentration der Puffersubstanzen kann sich nicht schnell ändern:

Beide Puffersysteme spielen vor allem im Bereich der Niere eine Rolle, um den pH-Wert des Harns konstant zu halten. Dort vor allem, um bei metabolischen Entgleisungen oder je nach Ernährungssituation Säuren ausscheiden zu können, ohne dass der Urin zu sauer wird, zum Beispiel bei einer Azidose. Der pH-Wert im Blut könnte sich sonst vom physiologischen pH-Wert (7,35-7,45) entfernen. 

 

Störungen

  • Eine Alkalose liegt bei einem Blut-pH-Wert > 7,45 vor.
  • Eine Azidose liegt bei einem Blut-pH-Wert < 7,35 vor.

An der oben angegebenen Formel kann man erkennen, dass ein Anstieg der Konzentration von CO2 auf der linken Seite zum Anstieg der Konzentrationen von Bikarbonat (HCO3) und H+ führt (Azidose).

Verstärktes „Abatmen“ von CO2 (Hecheln nach dem Joggen) verringert in der Folge die Konzentrationen von Bikarbonat (HCO3) und H+ (Alkalose).

Eine Azidose ohne Krankheitswert tritt etwa bei schwerer körperlicher Arbeit auf, da die Muskulatur zum einen direkt H+ aus der Glykolyse freisetzt, zum anderen, weil die CO2-Produktion stark zunimmt. Ebenfalls ohne Krankheitswert ist die respiratorische Höhenalkalose. Besteigt man einen Berg, sinkt der Luftdruck: Die Luft wird „dünner“ (siehe Barometerformel). Um trotzdem genug Sauerstoff einzuatmen, müssen Atemfrequenz und Atemtiefe gesteigert werden. Dabei wird automatisch mehr CO2 abgeatmet und nach obiger Formel der Blut-pH-Wert ansteigen.

Je nachdem, ob die Ursache einer Azidose oder Alkalose bei der Atmung (=Respiration) zu suchen ist, spricht man von

  • respiratorischen und
  • nicht-respiratorischen = metabolischen Störungen .
     

Parameter zur Beurteilung

 Folgende Parameter werden in der Klinik herangezogen, um eine Azidose oder Alkalose auf ihren Ursprung hin zu klassifizieren und herauszufinden, inwiefern der Körper diese (teilweise) kompensiert.


Bicarbonat 

Klinische Bedeutung Die HCO3 Konzentration ist signifikant bei der Bestimmung der “nicht-respiratorischen Komponenten” im Falle einer Störung im Säure-Basen Haushalt. Änderungen dieser Konzentration helfen dem Kliniker bei der Erkennung des Ursprungs einer Azidose oder Alkalose. Im Klinik-Alltag kommen zwei Versionen zur Anwendung. 

Aktuelles Bicarbonat Über die Henderson-Hasselbalch-Gleichung stehen der pH-Wert, der CO2-Partialdruck und die aktuelle Bicarbonatkonzentration im Blut im Zusammenhang. Werden pH und pCO2 gemessen, kann das aktuelle Bicarbonat daraus errechnet werden.

  • Das aktuelle Bicarbonat zeigt also die HCO3– Konzentration, wie sie bei bekannten pH und pCO2 Werten tatsächlich vorhanden ist.
  • verändert sich bei metabolischen und respiratorischen Störungen

Standard-Bicarbonat Um das HCO3std zu bestimmen, musste ursprünglich das Probenblut bei 37 °C, 100 % Sauerstoffsättigung und einem CO2-Partialdruck von 40 mm Hg untersucht werden. Alle modernen Analysatoren sind aber inzwischen in der Lage, diesen Parameter aus dem aktuellen Probenblut zu berechnen. (Van Slyke und Cullen)

  • Das HCO3std stellt den Bicarbonat-Gehalt des Plasmas dar, der bei einem pCO2 von 40 mm Hg vorhanden wäre
  • verändert sich bei nicht-respiratorischen Störungen
  • bleibt bei respiratorischen Störungen unverändert 


Basenabweichung und Gesamtpufferbasen
 

Basenabweichung (Base Excess):

  • kennzeichnet die Abweichung vom Referenzwert der Gesamtpufferbasen. „+1“ bedeutet also einen Wert der Gesamtpufferbasen in Höhe von 49 mmol/l.
  • positive Werte: metabolische Alkalose (oder metabolisch kompensierte respiratorische Azidose)
  • negative Werte: metabolische Azidose (oder metabolisch kompensierte respiratorische Alkalose)
     

Gesamtpufferbasen:

  • Summe aus Standard-Bikarbonat und allen weiteren basischen Puffern im Blut. Referenzwert für 100% mit Sauerstoff gesättigtes Blut: 48 mmol/l
  • verändert sich nicht bei respiratorischen, dafür aber bei nicht-respiratorischen Störungen.
     

Anionenlücke

Die Anionenlücke ist ein rechnerischer Parameter, der zur Differenzialdiagnose der metabolischen Azidose benutzt werden kann. 

Als Metabolische Azidose bezeichnet man in der Medizin eine stoffwechselbedingte Übersäuerung des Blutes und des Körpers (Azidose). Sie wird durch vermehrt im Körperstoffwechsel anfallende Protonen, deren verminderte Ausscheidung oder einen Bikarbonat-Verlust verursacht.
 

Ursachen 

Die häufigsten Ursachen einer metabolischen Azidose (sofern nicht durch chronische Unterernährung verursacht) sind

Die häufigste metabolische Azidose ist die diabetische Ketoazidose: Der Diabetiker gewinnt bei Insulinmangel, da er keine Glukose verwerten kann, Energie durch verstärkte Verbrennung von Fettsäuren.

Bei diesem verstärkten Fettabbau entstehen Ketonkörper, die große Mengen von Bicarbonatpuffer binden. Der daraus entstehende relative Mangel an Bicarbonat führt zur Übersäuerung des Blutes. Bei der Ketoazidose des Diabetikers kann man meist auch einen fruchtartigen Acetongeruch in der Atemluft bemerken. Entscheidend für die Erkennung und Quantifizierung der metabolischen Azidose ist die Blutgasanalyse. Aus dem Basendefizit, dem pH-Wert und dem CO2Partialdruck lässt sich leicht das Ausmaß der metabolischen Azidose und das Ausmaß der respiratorischen Kompensation des Körpers erkennen. Weiter differenzieren lassen sich die Ursachen anhand der Anionenlücke.

 

Therapie 

Therapeutisch steht die Ursachenbehandlung im Vordergrund. Zu beachten ist hier auch die ausreichende Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr. Durch die Gabe von Natriumhydrogencarbonat oder anderen Puffersubstanzen kann man versuchen, die Stoffwechselentgleisung der metabolischen Azidose zumindest vorübergehend zu begrenzen. Dies wird allerdings aufgrund schwerwiegender Nachteile wie Elektrolyt-Entgleisungen nur noch bei schwerer Azidose mit einem pH < 7,1 durchgeführt.“

(Ende Auszug Wikipedia)
 

 

NATURHEILKUNDLICHER STANDPUNKT

Man sieht, dass das Problem konventionell-medizinisch reduziert wird auf Atmung, Nieren und Diabetes. Dies ist unzureichend. Das Milieu der Organe spielt hierbei praktisch keine Rolle. Man geht davon aus, dass ausser der Harnsäure kein Stoffwechselendprodukt von Bedeutung ist und der Ausscheidung bedarf. Insoweit im Magen eine Übersäuerung besteht, wird sie entweder mit Natriumbicarbonat abgepuffert oder es werden Säure-Blocker (H-Ionen-Inhibitoren) eingesetzt.

Dies ist eine eingeschränkte, unzureichende und letztlich schädliche Sichtweise. Warum:

    1. Der Magen benötigt einen sehr sauren pH-Wert zur optimalen Vorverdauung des Nahrungsbreis. Dies kann durchaus bis zu einem pH von 1,0 gehen, wodurch die grösseren Nahrungsmoleküle „gecrackt“ werden. Mit einem unzureichend sauren Magensaft gelingt keine gute Verdauung.
    2. Beschwerden ergeben sich nicht durch die Säuren, sondern durch eine Überempfindlichkeit der Schleimhaut des Magens, z.B. im Rahmen einer chronischen Gastritis bei Vorhandensein des Helicobacter pylori-Keims.
    3. Das heisst, dass eine Neutralisierung der Säuren zumeist kontraproduktiv ist.
      Vor allem bedenkt man dabei nicht, dass der Magen reagiert, indem er auf eine Pufferung des pH-Werts reagiert mit einer erhöhten Säureproduktion.
    4. Beispiel: Man trinkt nach dem Essen einen bitteren Digestif oder man nimmt einen bitteren Espresso zu sich. Die Bitterstoffe darin locken die Säuren aus der Magenschleimhaut hervor und man hat eine bessere Verdauung. Ein sinnvoller Vorgang.
    5. Der Magen erhöht seine Säureproduktion nicht ohne Absicht, sondern im Rahmen der Ganzheit dann, wenn der Körper in der Matrix zu viele H+-Ionen beherbergt, die über die Magensäfte ausgeschieden werden können. Eine sogenannte Übersäuerung im Magen ist also ein sinnvoller Vorgang, um das Bindegewebe und andere Gewebe von ihrem Säureüberschuss zu befreien.

Deshalb ist die chronisch-atrophische Gastritis die eigentlich problematischere Krankheit, denn sie geht mit einem Mangel an Magensäure und damit mit einer schlechten Verdauung einher. Sie beruht zumeist auf Antikörpern gegen die eigene Magenschleimhaut.

 

Wann übersäuert der Organismus?

An erster Stelle steht die Psyche bzw. Psychosomatik: Man ärgert sich, über andere und/oder sich selbst. Man ist „sauer“, wie der Volksmund richtig weiss und sagt. Dann folgt die Ernährung: man isst/trinkt zu viel Süsses oder Saures.

Zucker wird im Körper zu Säuren umgewandelt. Fruchtsäuren wie im Orangensaft führen direkt zur Übersäuerung. Neutrales bzw. Bitteres ist hingegen gesund.

Es gibt drei Säuren, die nicht zur Übersäuerung beitragen, da der Stoffwechsel sie selbst benötigt und herstellt:

      1. die echte (nicht künstliche) Zitronensäure
      2. Die echte (z.B. aus Äpfeln gewonnene) Essigsäure
      3. die rechts-drehende Milchsäure, aus Fermentation bzw. Vergärungen stammend.

Alle anderen Säuren übersäuern.

 

Was macht eine Übersäuerung so schädlich?
Ein Überschuss an H+-Ionen, wie es bei Säuren vorliegt, macht die Gewebe vor allem in der Matrix zäh und viskös bis hin zur Starre. Die ausserhalb der Zellen gelegenen Gewebe können dann die Zellen nicht mehr hinreichend mit Nährstoffen versorgen und auch die Schlackenstoffe nicht mehr abtransportieren. Die Zellen schalten auf Sparflamme, ihr Membranpotential sinkt ab.

 

Was bedeutet H+?
Es bedeutet einen Mangel an Elektronen. Diese sind aber für den Körper als Energiespender lebensnotwendig.

 

Weitere Gründe für eine Übersäuerung:
zu wenig oder zu viel Bewegung. Bei überbeanspruchten Muskeln entsteht Laktat, also links-drehende Milchsäure, die sehr schädlich wirkt (z.B. bemerkbar als Muskelkater). Gefährlich ist es z.B., wenn der Stoffwechsel vom Sauerstoffhaushalt umschaltet auf einen Laktathaushalt. Dieser ist ineffizient und ähnelt dem, was Krebszellen tun. Bei fehlender Bewegung hingegen erfolgt fast kein Abtransport der Schlacken mehr über die Lymphe, so dass sich Gifte anhäufen.

Sofern man zu viel Eiweiss isst (der Mansch braucht nur ca. 70-90 g/Tag), wird dieses umgewandelt in Harnsäure. Es entstehen Gicht und Rheuma. Eine Luxusernährung ist daher prinzipiell gefährlicher als eine Mangelernährung.

Auf dem Markt existiert eine Reihe von Wässern, die entweder viele anorganische Mineralien enthalten oder aber mittels einer Technik ins Basische verändert wurden. Beides kann der Organismus nicht assimilieren, also in seinen Stoffwechsel einbauen und in Körperzellen hinein transportieren.

Der Körper benötigt Mineralien aus organischer Herkunft (Pflanzen, Gemüse und Obst) und er benötigt ein mineralarmes Wasser, um es mit Schlacken zu füllen und über die Nieren ausscheiden zu können. Mineralreiche Wässer verschlacken, sie entgiften nicht.

Basische Wässer sollten ebenfalls natürlicher, also organischer Herkunft sein, da der Körper technisch erzeugte OH- -Ionen umgehend zu neutralisieren versucht. So kann der Elektronen-Pool des Körpers – von dem wir alle leben – nur schwer aufgefüllt werden. Zudem befinden sich natürliche Wässer in einem energetisch aufgeladenen und mit Naturfrequenzen informierten Zustand, was bei technisch/künstlich bearbeiteten Wässern fehlt.

Ein ideales Trinkwasser ist somit natürlich und basisch. Dies ist das ICEIS Premiumwasser. Man sollte pro Tag wenigstens einen halben, am besten einen Liter trinken – allerdings nicht zu den Mahlzeiten.

 

 

Sept 14