Dr. med. Manfred Doepp

 

In der «Medical Tribune» vom 14.03.2014 war ein Artikel zu lesen mit dem Titel «Neue Krebstherapien fordern den Hausarzt» und dem Untertitel «Herzinsuffizienz, Darmperforation, Embolie – Nebenwirkungs­spektrum immer breiter».

Man spricht demnach heute von den «alten» zytotoxischen (=zellvergiftenden) oder antihormonellen Therapien, deren Nebenwirkungen relativ überschaubar waren, nämlich: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Haarverlust, Blutarmut und Abwehrschwäche. Wenn ein Patient sich einer solchen Chemo aussetzt, so gelten diese Symptome als Zeichen seines heldenhaften Kampfes gegen den Krebs. Der soziale Status bei einer derartigen Behandlung ist hoch angesehen. Verliert er den Kampf, so hat er jedenfalls alles nur Mögliche getan. Die Angehörigen haben dem Patienten zuvor oft zugeredet und ihn gedrängt, hinterher haben sie von daher ein gutes Gefühl.

Diese gute alte Zeit hat sich geändert, denn es gibt heutzutage ‚neue‘ Mabs, Nibs und Imids, überwiegend Antikörper, die wesentlich gezielter angreifen. Leider haben sie dadurch deutlich stärkere Nebenwirkungen: «fast jedes internistische Krankheitsbild kann als Nebenwirkung auftreten».

Es handelt sich dabei z.B. um Herzmuskelschäden mit Herzschwäche, Blutdrucksteigerungen bis hin zur Krise, arterielle Thromboembolien (Blutgefässverschlüsse), Wundheilungsstörungen, Magen-Darm-Durchbrüche u.v.a.m. Die Imids stammen ab vom Thalidomid (früher ein Schlafmittel mit dem berühmten Namen Contergan), das inzwischen eine neue Karriere macht, daher sind sie hoch teratogen (das Kind im Mutterleib schädigend). Das Nib «Vemurafenid» gegen Melanome bewirkt das Entstehen von anderen aggressiven Hautkrebsarten.

Da diese neuen Mittel durchwegs keine Infusionen brauchen, sondern eingenommen werden können, obliegt es dem Patienten, auf Nebenwirkungen zu achten, und dem Hausarzt, die Compliance (Therapietreue) und das Auftreten von Nebenwirkungen zu kontrollieren.

Wir stellen in unserem Zentrum fest, dass als Folge dieser Entwicklung immer mehr Klient/Innen die Chemo abbrechen: »Lieber sterbe ich als dies länger ertragen zu müssen«.

Zum Glück ist es so, dass auch die sanfte naturgemässe Heilkunde über Methoden verfügt, die in solchen Fällen angeboten werden können. Zum Beispiel erreicht die Behandlung der Tumore mit schwachen Strömen (Galvanotherapie, ECT, BET, kombiniert mit Frequenztherapie) Erfolgsraten, die mit denen der Chemo konkurrieren können. Und daneben erfolgt ja immer eine ganzheitliche Behandlung mit einer auf den Einzelfall zugeschnittenen Auswahl aus allen komplementären Mitteln, die weltweit existieren.

Dies ist eine echte Alternative, primär, parallel zur Chemo oder nach Chemo-Abbrüchen.

 

 

Mai 14

Hier als PDF Datei zum Download: Chemotherapien bei Krebs – Doepp – Mai14 PDF