Übermässiger Obstkonsum führt zu Übersäuerung

Fructoseintoleranz

Zu Anfang denkt man bei Symptomen wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen an Stress oder eine Magen-Darm-Erkrankung. Wenn aber auch nach längerer Zeit keine Besserung eintritt, macht man sich zunehmend Sorgen. Dann kommen einem Gedanken an eine Allergie oder gar schwerwiegende chronische Erkrankungen des Verdauungstraktes in den Sinn, wie z. B. Krebs oder Morbus Crohn. 
 
Das Lebensgefühl und die Spontaneität leiden, und die Panik wird immer größer. Beruhigend ist, dass diese gefürchteten chronischen Erkrankungen wesentlich seltener vorkommen, als Sie denken. Sehr viel wahrscheinlicher ist, dass Sie unter einer Fructoseintoleranz leiden. Fructose ist ein anderes Wort für Fruchtzucker und neben dem Zucker, der aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben (Glucose) gewonnen wird, ein Teil des gängigen Haushaltszuckers.

Die Unverträglichkeit von Fruchtzucker spielt sich hauptsächlich im Verdauungstrakt ab und kann durch klassische Allergietests auf der Haut und durch Blutabnahme nicht nachgewiesen werden. Stattdessen findet eine Kontrolle des Atems statt. Gemessen wird dabei die Konzentration von Wasserstoff, der bei der Vergärung von Fruchtzucker im Darm entsteht.

Es gibt zwei Formen der Fructoseintoleranz. Die erste Form ist die angeborene Fructoseintoleranz. Bei dieser Form fehlt dem Menschen das Enzym Aldolase B in der Leber und in den Nieren. Die Folge ist, dass die Fructose nicht wie üblich in die zwei Zwischenprodukte Glycerinaldehyd und Dihydroxyacetonphosphat gespalten wird und somit nicht der Energiegewinnung dienen kann. Stattdessen sammelt sie sich in der Leber und den Nieren an. Dadurch kommt es zu Erbrechen, Geweberückgang, einer Vergrößerung der Leber und später sogar zum Untergang von Leberzellen und zum Ersatz dieser durch Bindegewebe, also zu einer Leberzirrhose.

Die zweite Form basiert auf einer Störung des Transporteurs “GLUT-5”. Dieser ist eigentlich dafür zuständig, den Fruchtzucker durch die Darmwand in die Blutbahn zu transportieren. Findet dieser Transport nicht statt, so gelangt die Fructose in den Dickdarm und wird dort durch Bakterien vergoren. Die Folgen sind Durchfälle, Bauchschmerzen und Blähungen. Diese leichtere Form ist die häufigere Form der Fructoseintoleranz.

Die Therapie besteht zunächst aus einem Toleranztest, mit dem ermittelt wird, wie viel Fructose vertragen werden kann. Von Natur aus reich an Fructose sind Lebensmittel wie Honig, Früchte, Säfte und Trockenobst. Diese Lebensmittel sollten gemieden werden.

Wie Sie sehen, kann die falsche Ernährung Ihre Organe zerstören. Vor allem betroffen ist die Leber, das wichtigste Stoffwechselorgan des Körpers. Sie ist maßgeblich an dem Stoffwechsel von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten beteiligt und an der Entgiftung des Körpers von belastenden Substanzen.

Wenn Ihre Leber durch Faktoren, wie beispielsweise eine Nahrungsmittelintoleranz oder Pestizitrückstände aus pflanzlichen Lebensmitteln oder auch durch andere Umweltgifte belastet wird, dann können Sie ihre Arbeit durch eine bewusste Ernährung und Lebensmittelauswahl sowie eine Entgiftung unterstützen.