Statine verdoppeln das Diabetes-Riskio Eine im Journal of General Internal Medicine veröffentlichte Langzeitstudie zeigt, dass Personen, die die Cholesterinsenker Statine einnehmen, mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit Diabetes entwickeln wie Personen, die kein Statin einnehmen. Darüber hinaus ist es 2,5 Mal so wahrscheinlich, dass der Diabetes dann mit Komplikationen wie Nervenerkrankungen, Nierenstörungen und Augenschädigungen einhergeht.

Im Rahmen der Studie verfolgte man die Entwicklung der betreffenden Personen anhand von Daten, die über einen Zeitraum von zehn Jahren erhoben wurden. Ziel der Untersuchung war es, »die Verbindung zwischen Statin-Einnahme und dem Neuauftreten von Diabetes, Diabetes-Komplikationen und Übergewicht/Fettleibigkeit in einer Kohorte gesunder Erwachsener« zu erforschen. 

Nach der Beobachtung von Statin-Anwendern und  Nichtanwendern kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss: »Diabetes, Diabetes-Komplikationen und Übergewicht/Fettleibigkeit werden bei Statin-Anwendern häufiger als bei vergleichbaren Nichtanwendern in einer gesunden Kohorte Erwachsener festgestellt.

«Herz-Experten: Nebenwirkungen von Statinen sind »alarmierend«

 Professor Ishak Mansi, Leiter der Studie und Herzspezialist an der Universität von Texas, bezeichnete die Ergebnisse als »alarmierend«. Eine derartige Korrelation sei »bisher noch nie festgestellt« worden. Er werde nun intensiver darüber nachdenken, wenn es um die Verschreibung dieser Mittel gehe. 

Bei Patienten mit einer Herzerkrankung, so meinte er, »halte ich es für falsch, dass die Verschreibungsrichtlinien von einem geringeren Risiko ausgehen. Ich befürchte Langzeitauswirkungen auf die große Anzahl gesunder Menschen, die diese Medikamente über einen langen Zeitraum einnehmen. «

Überraschenderweise setzt sich Mansi nicht dafür ein, die Patienten sollten die Einnahme von Statinen einstellen. »Die Therapie mit Statinen ist ein wichtiger Pfeiler der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und es wurde eindeutig nachgewiesen, dass sie die Sterblichkeit herabsetzen und den Fortschritt der Krankheit verlangsamen«, sagte er.

Das hört sich irgendwie nach PR für uns an. Aber er hofft, dass das Bewusstsein der in der Studie erwähnten Risiken bei einigen Patienten dazu führt, dass sie etwa das Rauchen einstellen oder versuchen, abzunehmen – beides sind bekannte Risikofaktoren.

Diese neuen Ergebnisse sind aber beileibe nicht die ersten und einzigen Erkenntnisse, die auf die schädigende Wirkung von Statinen hinweisen.

Schon wiederholt wurden Schäden durch Statine nachgewiesen

»Health Ranger« Mike Adams befasste sich vor einiger Zeit mit den Problemen im Zusammenhang mit Cholesterinsenkern und verwies dabei auf eine Untersuchung, die ergab, dass Statine die Stammzellen »deaktivieren«, die an der Zellreparatur beteiligt sind. Als Folge ist ein geistiges wie auch physisches Nachlassen der Leistungsfähigkeit praktisch unvermeidlich. Hinzu kommen weitere Nebenwirkungen von Muskelschmerzen und Erschöpfungszuständen bis hin zu Diabetes und Funktionsstörungen der Leber.

In diesem Fall wurden die Ergebnisse der Studie in der Fachzeitschrift American Journal of Physiology – Cell Physiology veröffentlicht. In der Zusammenfassung wird auf die »negativen klinischen Auswirkungen« der Statin-Medikamente und auf die »Beeinträchtigung der DNS-Reparatur« verwiesen.

 Es wird deutlich gemacht, dass mit Statinen zahlreiche Nebenwirkungen verbunden sind. Zu den bereits erwähnten gesundheitlichen Problemen kommen etwa noch Trübungen der Augenlinse und Gedächtnisprobleme hinzu.

Warum wird dann aber Patienten noch weiterhin ein Medikament verschrieben, das ihrer Gesundheit mehr schadet als nützt?

Schlecht für die Gesundheit, aber gewinnbringend für die Pharmakonzerne

 Der Grund liegt auf der Hand: Gewinnmaximierung. Weltweit werden gegenwärtig etwa 100 Millionen Menschen Statine verschrieben. Aus Sicht der Pharmakonzerne gibt es keinen Grund, auf die damit verbundenen Einnahmen so einfach zu verzichten. Und so wiederholt sich hier das altbekannte Spiel, Patienten in Profitbringer zu verwandeln, obwohl das verschriebene Medikament gesundheitsschädlich ist.

Und wenn dadurch Diabetes, Gewichtszunahme, Linsentrübungen, Gedächtnisstörungen und Muskelschmerzen ausgelöst werden – alles halb so schlimm, schließlich sinken ja die Cholesterinwerte, stimmt’s?

Keineswegs.

Unserer Gesundheit wird übel mitgespielt, und sie verschlechtert sich ständig, während die meisten Mediziner ihren Patienten raten, die verschreibungspflichtigen Medikamente weiter »auszuprobieren«. Und wenn man auf Nebenwirkungen hinweist, heißt es, man solle doch etwas Geduld haben, oder man bekommt einfach ein Rezept mit einem Medikament einer anderen Marke. Und dann beginnt ein neuer Versuch, und man soll abwarten, wie es sich entwickelt.

Wir haben Besseres verdient.

 

Hier als Download: Statine verdoppeln das Diabetes-Risiko 21.02.2016