Dr. med. Manfred Doepp

 

Selbstverständlich brauchen wir blütenweisse Zähne, selbstverständlich dürfen wir keinen Achselschweiss absondern. Das sind nur zwei der Grundsätze unserer heutigen Selbstdarstellung; Selbstverständlichkeiten auch für unser Selbstbewusstsein. Schade ist es nur, wenn dies mit Selbstvergiftungen einhergeht, wenn dadurch negative Wirkungen und Folgerungen im Körper ausgelöst werden, unter denen wir dann «zufällig» leiden.

Schauen wir uns einmal die Deodorants insbesondere für die Achselhöhle an. Die Werbung verspricht, dass nach dem Einsprühen den ganzen Tag bzw. gar 24 Stunden lang kein Schweiss auftreten wird. Dies mag durchaus stimmen. Aber wie wird es erkauft, dass eine der natürlichen Entgiftungsmethoden des Organismus abgeblockt wird? Könnte es sein, dass die Natur dort fehlerhaft gearbeitet hat, als sie zum einen Haare, zum anderen Schweissdrüsen und schliesslich viele Lymphknoten dort ansiedelte?

Es lohnt sich immer, primär bei Wikipedia einen Einstieg in ein Thema zu finden:

Purkyně entdeckte 1833 in Breslau die Schweißdrüsen bzw. deren Funktion. Man erkannte, dass die von den Schweißdrüsen abgesonderten Sekrete und das feuchtwarme Klima in den Achselhöhlen einen idealen Nährboden für Bakterien darstellen. Daher konzentrierte man sich fortan auf eine Kombination aus Feuchtigkeitshemmern und Bakteriziden.

 

Die wichtigsten Strategien zur Kontrolle des Körpergeruchs sind:

  • Geruchsüberdeckung (durch Duftstoffe)
  • Kontrolle der an der Geruchsbildung beteiligten Mikroorganismen (durch antimikrobielle Stoffe)
  • Beeinflussung der Schweißdrüsenaktivität (durch Antitranspirantien)

 

Gefahren

Aluminiumchlorid in Deodorants und Antitranspirants kann aufgrund der adstringierenden (zusammen­ziehenden) Wirkung der pH-sauren Lösung die Haut reizen. Es können lokale Rötungen, Jucken und Brennen auftreten. Die Bildung eines Ekzems (Deo-Ekzem) und die Entwicklung einer dauerhaft allergischen Reaktion sind möglich.

Aluminiumchlorhydrate in Deodorants standen zeitweise im Verdacht, mit Brustkrebs in Verbindung zu stehen, da in Tumorgewebe akkumuliertes Aluminium gefunden worden war. Jedoch war der Zusammenhang mit der Entstehung von Brusttumoren unklar und die Aufnahme in die Zellen ungeklärt.   Eine Studie aus dem Jahr 2012 mit menschlichen Brustzellkulturen wies unter Laborbedingungen auf eine zellbeeinträchtigende Wirkung von Aluminiumchlorid hin. Die Zellen zeigten abnormes Verhalten, das mit der ersten Phase einer tumorartigen Veränderung vergleichbar ist. Die in der Studie verwendeten Aluminiumchloride wurden direkt in die Zellkultur injiziert. Die natürliche Barriere der menschlichen Haut bleibt dabei unberücksichtigt. Insgesamt ist daher laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zu sagen, dass wohl aufgrund der unterschiedlichen Ergebnisse weiterer Forschungsbedarf gegeben ist, um die Aufnahme von Aluminium nach dermaler Anwendung besser zu verstehen und eine etwaige Rolle von Aluminium bei Brustzellveränderungen abzuklären. Im Sinne eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes sollten solche kosmetischen Mittel nicht in die frisch rasierte Achselhöhle eingebracht werden.“

 

Der hier zu findende Eiertanz um tumorauslösende Wirkungen von Aluminium ist bezeichnend, wenn es um einen Markt und um wirtschaftliche Interessen geht. Ein mögliches Brustkrebsrisiko bleibt aussen vor. Jedoch ist festzuhalten, dass ein freier Lymphabfluss aus der weiblichen Brust in die Achselhöhle von erheblicher Bedeutung für ihre Gesundheit ist.

Hier taucht ein weiteres Thema auf: Die Abflussbehinderungen der Lymphe der Brustdrüsen durch die Bügel von formenden bzw. straffen BH`s. Diese Problematik stand vor einigen Jahren in der Diskussion, wurde dann aber nieder geschlagen. Die Materialien der meisten BH`s sind zudem künstlich-chemischer Herkunft. Erfreulicherweise verwenden viele Frauen von sich aus weiche Sport-BH`s aus natürlichen Materialien.

Aus den Erfahrungen des Autors lassen sich folgende Empfehlungen zum Reduzieren des Brustkrebs-Risikos formulieren:

  1. Schweissunterdrückende Deodorants sind zu vermeiden.
  2. Einengende BH`s mit formenden Effekten sollten ebenfalls vermieden werden.

Es stellt sich ganz grundsätzlich die Frage, warum wir uns Elemente zuführen, die der Körper nur im Nanogramm-Bereich braucht, die aber klare negative Auswirkungen haben. Dies sind Schwermetalle (Quecksilber, Platin, Palladium etc), Leichtmetalle (Aluminium, Titan etc) und Halogene (Chlor, Fluor etc).

So ergibt sich im Rahmen der Selbstvergiftungen das Thema der Fluorid-haltigen Zahncremes. In Supermärkten muss man mühsam nach fluor-freien Cremes suchen, denn zu 95% enthalten sie Fluor. Fluor soll bekanntlich Karies verhindern.

 

Schauen wir nochmals, was Wikipedia dazu schreibt:

Gefahren

„Wasserlösliche Fluoride sind als giftig eingestuft. Die Giftwirkung beruht dabei teils auf der Ausfällung des vom Stoffwechsel benötigten Calcium als Calciumfluorid, teils aus der Wirkung als Protoplasma- und Zellgift, das bestimmte Enzymsysteme und die Proteinsynthese hemmt.

Bei oraler Aufnahme erfolgt eine schnelle und nahezu vollständige Resorption löslicher Fluoride über die Magenschleimhaut, da die Salze durch die Salzsäure des Magens Fluorwasserstoff bilden. Akute Symptome sind starke Schmerzen in Magen und Darm, hinter dem Brustbein, Krämpfe, Bewusstlosigkeit und schwere Stoffwechselstörungen. Fluorwasserstoff verursacht ebenfalls starke Verätzungen bis zur Zerstörung von Zellen.

Eine chronische Aufnahme auch geringer Mengen kann zu einer Vergiftung (Fluorose) führen, die sich in Schädigungen des Skeletts, der Zähne, der Lungenfunktion, der Haut und in Stoffwechselstörungen äußert. 

Wasserunlösliche oder schwerlösliche Fluoride wie Calciumfluorid und Aluminiumfluorid besitzen eine wesentlich geringere Toxizität. Es besteht jedoch immer die Gefahr der Bildung des ebenfalls hochtoxischen Fluorwasserstoffs beim Kontakt mit starken Säuren.“… 

…„Es gibt Vermutungen, dass die Anwendung auch niedrig konzentrierter Fluorsalze und -verbindungen Krebs verursachen sowie das Nervensystem und weitere Organe dauerhaft schädigen können. Die Internationale Agentur für Krebsforschung IARC war in ihrer Bewertung 1982 jedoch noch zu dem Ergebnis gekommen, dass es keine Anzeichen einer krebserzeugenden Wirkung von anorganischen Fluoriden gibt, die zur Fluoridierung des Trinkwassers eingesetzt werden bzw. wurden. Aktuell konzentriert sich diese Diskussion auf Osteosarkome. Die Autoren einer Metaanalyse von Studien, die überwiegend in China durchgeführt wurden, folgern, dass in Gegenden mit Fluoridkonzentrationen des Trinkwassers zwischen ca. 0,9 und 11 mg/L die kognitive Entwicklung von Kindern beeinflusst werde. So sollen die IQ der Kinder um etwa 7 Punkte niedriger liegen als bei Kindern, die in Gegenden mit geringerer Fluoridkonzentration
(< 0,9 mg/L) leben.“…

 

Der hier zu findende Eiertanz um tumorauslösende und/oder gehirnschädigende Wirkungen von Fluor ist bezeichnend, wenn es um einen Markt und um wirtschaftliche Interessen geht. Da Karies hauptsächlich durch Zucker ausgelöst wird, wäre doch eine Reduktion der Zuckerzufuhr (oder Alternativen wie Xylit) vor allem für Kinder die bessere Lösung. Jedoch ist die Lobby der Zuckerindustrie eine starke. So konnte über lange Zeit die Zulassung von Stevia als Zuckerersatz verhindert werden.

 

Aus den Erfahrungen des Autors lassen sich folgende Empfehlungen zum Reduzieren von Nerven- und Gehirnschädigungen formulieren:

 

  1. Fluor ist ein Zellgift. Fluorhaltige Zahncremes sind zu vermeiden.
  2. Der Verbrauch von Zucker, speziell bei Kindern, ist zu reduzieren.

 

Natürlich kann man einwenden, dass diese beiden Themen nur zwei aus der Vielzahl heutiger Selbstvergiftungen sind. Das ist richtig. Jedoch sollte ein Anfang gemacht werden.

 

Ausführlicher Bericht vom Sabine Hinz Verlag, DE-Kirchheim, zum Thema Fluor.

 

 

 

Mai 14

Hier als PDF Datei zum Download: Selbstvergiftungen – Manfred Doepp – Mai14 PDF