Logik oder Dogmen? Gezeigt am Beispiel der BorrelioseÜber lange Zeit hin galt es als unumstössliche Auffassung, dass Borrelien nur durch Zeckenbisse übertragen werden können. Und da von den Zecken vorgeblich nur einige Prozent in ihrem Speichel Borrelien beinhalten, erschien das Risiko einer Übertragung als relativ niedrig. Ähnliches galt früher für das HIVirus, nämlich, dass es angeblich nur durch Geschlechtsverkehr übertragbar sei.

Wenden wir doch einmal die Logik an: Stechende Insekten durchdringen mit ihrem Rüssel regelmässig die Haut und erreichen das Blut- oder das Lymphsystem, wobei als Objekt ein Mensch oder ein Tier in Frage kommt, wo sich mit grosser Wahrscheinlichkeit Erreger befinden. Die Insekten saugen Flüssigkeit an und behalten die Erreger nun in ihrem Rüssel bzw. Speichel.

Stechen sie einen weiteren Menschen, übertragen sie Bakterien, Viren, Parasiten oder Ähnliches und können sich Infektionen recht gut ausbreiten. Damit ist der Befund zu erklären, dass die Bevölkerung inzwischen bezüglich einer ganzen Reihe von Keimen als«durchseucht» bezeichnet werden kann. Ob die Betroffenen auch erkranken, entscheidet die Wechselwirkung zwischen Erreger und Immunsystem des Infizierten. Diese Erkenntnis fasst allmählich Fuss und wird als neu gekennzeichnet.

Welche Durchseuchungen kennen wir?
Es handelt sich durchwegs um Problemerreger wie Borrelien, Chlamydien, Trichomonaden, Legionellen, Toxoplasmen, Protozoen, verschiedene Viren, unterschiedliche Parasiten, etc. Diese waren bis vor wenigen Jahrzehnten entweder unbekannt oder man musste sich fragen, woher sie eigentlich kommen. Sie haben die Fähigkeit, sich im Organismus zu verstecken, weshalb sie schwer nachzuweisen und kaum erfolgreich zu bekämpfen sind. Man unterscheidet fakultativ (teilweise) und obligat (regelmässig) intrazelluläre Erreger, die, wie man es früher nur von Viren kannte, die Zellwände durchdringen und sich in die DNS integrieren. Dort können sie von Antibiotika nicht mehr erreicht werden. Fakultativ intrazellulär sind u. a. Borrelien, Legionellen, Yersinien, Neisserien, Toxoplasmen, Candida… Obligat intrazellulär sind u.a. Chlamydien, Ehrlichien, Rickettsien, Coxiellen…

Studienergebnisse
Professor Dr. Sven Klimpel von Senckenberg Bidodiversität und Klima-Forschungszentrum fand heraus, dass zehn verschiedene Steckmückenarten aus vier Gattungen an elf Standorten Borrelien in sich trugen. <<Wir haben bestimmte Borrelien-spezifische Gene mit molekularbiologischen Methoden nachgewiesen und konnten so die Borrelien-Arten Borrelia afzelii, Borrelia bavariensis und Borrelia garinii identifizieren>>, sagt der Forscher. Alle drei Borrelien-Arten sind humanpathogen und gelten in Deutschland als die bedeutendsten Erreger der Lyme-Borreliose. Zurzeit arbeiten Health Professionals und Ingenieure gemeinsam an Lab-on-a-Chip-Tools, um die akute und chronische Lyme-Borreliose zu detektieren. Ihr Ziel ist es, die Sensitivität zu erhöhen. Gleichzeitig wollen sie in einem einzigen ren. Dort können Durchlauf Borrelien, Anaplasmen, Rickettsien, Babesien, Bartonellen oder Ehrlichien detektieren (Quelle: Doc Check).

Was tut die konventionelle Medizin?
Der Bevölkerung werden z.B. FSME-Impfungen empfohlen, aber ist dies hilfreich? Schwerlich, denn die Frühsommer-Meningo-Encephalitis ist eine Viruserkrankung, die parallel zu den Borreliosen existiert. Eine Impfung beugt den viel häufigeren Borreliosen nicht vor und ein Impfempfänger könnte isch in der trügerischen Sicherheit wiegen, geschützt gegen Borrelien zu sein.

Buchtipp
Der Autor Dr. Axwl Hübner hat als Kliniker ein Buch darüber verfasst: <<Gedanken und Fragen eines Klinikers zur Infektion mit Borrelien und Ko-Infekten» (Grin-Verlag 2015). Er befürchtet eine weitgehende Unterschätzung dieses Problems, da eine Vielzahl von chronischen Krankheiten z.B. de Gehrins (zentrales Nervensystem: Neuroborreliose) und der Gelenke (Gelenkborreliose) in Wahrheit unerkannte Borreliosen oder andere Infektionen sein könnten. Die offizielle Krankheitshäufigkeit der Borreliosen wird mit ca. 5% der Bevölkerung und der Neuroborreliosen noch einmal mit 3-5% angegeben. Wer sich intensiver damit beschäftigt, kommt jedoch auf deutlich höhere Zahlen. Schlussfolgerung: Es sind Volkskrankheiten.

Zusammenhang mit anderen Krankheiten
Die CDC (Center of Disease Control in den USA) hat 2015 erstmals von einer Neuerkrankungsrate von 300.000 Fällen/Jahr berichtet. Weitere Diagnosen, die mit Borrelien oder anderen Erregern as- soziiert sein könnten, sind: Multiple Sklerose, Alzheimer, Autismus, Allergien, Fibromyalgie. Bei einigen Krebserkrankungen sind beispielsweise Viren als Verursacher schon akzeptiert (HPV und Cervix-Karzinom)

Hilft die Anwendung von Antibiotika?
Nur im Frühstadium einer Infektion, d.h. bis wenige Wochen nach dem Zeckenbiss oder Insektenstich, kennt die Schulmedizin eine erfolgversprechende Behandlung in Form von Antibiotika. Sobald die Erreger sich in die Zellen hi- neinbegeben und/oder Biofilme gebildet haben, nützen diese oft nichts mehr und es müssten andere Therapieansätze oder Therapie-Kombinationen gefunden werden.

Andere Lösungswege
Hier kann die Komplementärmedizin Lösungen finden, indem sie das Milieu aufbaut und das Im-munsystem in die Lage versetzt, selbst mit den Erregern fertig zu werden. Dies kann u.a. die Mikroim- muntherapie. Eine weitere Möglichkeit ist mittels Frequenzmustern, übertragen durch Hertz`sche, Tesla-Wellen oder als Modulationen von Stromimpulsen. Letztere Methode wurde vor Jahren von Hulda Clark angegeben und in Form ihres Zappers eingesetzt. Mit den Fortschritten der Elektronik haben sich die Zapper-Typen weiterentwickelt, wie z.B. das TimeWaver-Home-Gerät. Sie nutzen die Tatsache, dass jeder Erreger durch einige für ihn typische Frequenzmuster charakterisiert werden kann. Wendet man diese Frequenzen im Körper an, geraten die Erreger – egal wo sie sich ver- steckt haben – in eine sog. Resonanzkatastrophe hinein, einfach gesagt: sie platzen, lösen sich auf oder werden mobilisiert.

Schlussfolgerung – diverse Dogmen sind falsch
Borreliosen → entstehen ausschliesslich nach Zeckenbissen → sind sehr selten → bestehen nur, wenn man im Blut Antikörper findet → kann man immer erfolgreich mit Antibiotika behandeln.

Stattdessen gilt die Logik
→ Es gibt mit grosser Wahrscheinlichkeit weitere Übertragungswege für Borrelien
→ Borreliosen, andere zecken-übertragene Erkrankungen und chronische Infektionen sind häufiger als bisher angenommen
→ Antikörper-Nachweise gelingen bei intrazellulären Erregern nicht immer
→ Borreliosen erfordern auch komplementär medizinische Behandlungen
Hierbei sind die oben angeführten Erreger, die gerne mit den Borrelien zusammen vorkommen, nicht einmal mit einbezogen!

Dr. Manfred DoeppFazit
Es scheint so zu sein, dass die in früheren Zeiten häufigen erregerbedingten Krankheiten wie die Tuberkulose, die Syphilis, die Diphtherie, die durch Antibiotika ihren Schrecken verloren haben, in der heutigen Zeit ersetzt wurden durch intelligentere und schwerlich behandelbare Erreger. Die resultierenden Krankheiten sind durchweg primär-chronischer Natur und führen zu leidvollen Verläufen. Das Wissen darüber sollte sich in der Bevölkerung (und bei Ärzten) verbreiten, denn es bestehen Therapiemöglichkeiten, nur eben nicht die üblichen.

 

Dr. Manfred Doepp

 

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