Kaffee und KrebsKaffee genießt nicht immer den besten Ruf, was unsere Gesundheit angeht und landet auf der Liste von Getränken, die es zu vermeiden gilt. Aber fast jeder trinkt Kaffee – und was ist mit all den Rezepten für angeblich gesunde Kaffeegetränke mit Zusätzen wie Butter, Kokosöl, Kokosmilch, Honig, Vanille, Zimt, Kurkuma etc. Ist Kaffee nun gesund oder ungesund?

Die gute Nachricht ist – Kaffee KANN gesund sein. Wie bei anderen Speisen kommt es auch hier auf die Sorte und Zubereitung an. Auch große Gesundheitsorganisationen wie die U.S. Food and Drug Administration und die Diabetes Association erkennen die gesundheitlichen Vorteile von Kaffee an.

Neben dem herrlichen Geruch und der Energie, mit der uns eine Tasse Kaffee beglückt, hier ein Blick auf ein paar andere Dinge, die Kaffee sonst noch kann:

Schutz vor ernsthaften Krankheiten

  • Typ-2-Diabetes

Kaffee hat sich als sehr hilfreich für Typ-2-Diabetes Patienten erwiesen. In verschiedenen Studien, die im Journal der American Medical Association veröffentlicht wurden, hat sich gezeigt, dass Kaffee das Risiko von Typ-2-Diabetes um bis zu 33% reduzieren kann. Obwohl der Grund dafür noch aussteht, geht man davon aus, dass die Antioxidantien und Mineralien dazu beitragen.

  • Parkinson-Krankheit

Mindestens sechs Studien haben gezeigt, dass Menschen, die täglich Kaffee trinken, ein bis zu 80% geringeres Risiko haben, Parkinson zu entwickeln. Einige neuere Parkinson-Medikamente enthalten tatsächlich ein Koffein-Derivat. Laut Dr. Michael Schwarzschild, MD, PhD vom Massachusetts General Hospital in Boston “Ist diese Studie besonders interessant, weil Koffein ein fehlerhaftes Hirnsignal der Parkinson-Krankheit blockiert.” Obwohl die Ergebnisse noch weiter geprüft werden müssen, können Betroffene den Einsatz von Koffein mit ihrem Neurologen besprechen.

  • Alzheimer

Vier bis fünf Tassen Kaffee können die Menge an Beta-Amyloid im Gehirn von Alzheimer-Patienten senken. Kaffee kann Entzündungen im Gehirn, die einer der Faktoren ist, die zu Alzheimer beitragen, reduzieren.

  • Darmkrebs

1-2 Tassen Kaffee pro Tag sollen das Darmkrebsrisiko um 26% senken, so eine Studie im Journal of Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention. Mehr Kaffee sogar um bis zu 50%.

  • Asthma

Das Koffein in Kaffee enthält eine Zutat namens Theophyline, das als natürlicher Bronchodilatator wirkt. Drei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag können somit das Risiko eines Asthmaanfalls reduzieren und die Bronchien entspannen. Selbst kleine Mengen Koffein können die Lungenfunktion vier oder mehr Stunden verbessern. Auch Grüner und Schwarzer Tee enthalten die mächtigen Phytochemikalien.

  • Migräne

Koffein enthält einen natürlichen Vasokonstriktor – eine Verbindung, die Blutgefäße verengt. Während dies nicht unbedingt gut für den Blutdruck ist, kann es gegen Kopfschmerzen und Migräne helfen. Koffein fördert außerdem die Absorption von Migräne-Medikamenten. Darum enthalten viele Migräne-Medikamente Koffein.

  • Reduziert Cholesterin und Entzündungen

Wir alle wissen, dass Entzündungen das Risiko von Herzerkrankungen, Diabetes, Krebs und Alzheimer fördern können. Wissenschaftler aus Deutschland, Dänemark und Finnland stellten fest, dass der tägliche Kaffeegenuss die Cholesterinwerte verbessern und entzündliche Verbindungen im Blut reduzieren kann.

  • Lebererkrankung

Kaffee schützt die Leber und kann sie nach einer durchzechten Nacht schneller entgiften. Kaffeetrinker haben ein bis zu 84% niedrigeres Zirrhose-Risiko. Vor allem, wenn Sie mindestens 4 Tassen pro Tag trinken. Außerdem haben Kaffeetrinker ein 40% reduziertes Risiko, Leberkrebs zu entwickeln.

  • Stimmung, Energie, sportliche Leistung und Fettverbrennung

Kaffee kann Ihre Herzfrequenz, Atmung, Blutdruck und Stoffwechsel erhöhen. Dies bedeutet, dass Sie tatsächlich mehr Kalorien verbrennen können. Er hebt die Stimmung und kann Depressionen lindern. Zudem stimuliert Kaffee das Gehirn und versorgt Sie mit Energie. Wenn Sie es mit der Menge übertreiben, kann er aber auch die Nervosität und Angstgefühle verstärken. Das Koffein wirkt sich positiv auf die sportliche Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Geschwindigkeit aus und kann die Regeneration verkürzen. Eine Tasse vor dem Training kann also nicht schaden.

 

Kaffee steckt voller Antioxidantien

Laut einem Bericht von Mario Ferruzzi von der Purdue Universität ist Kaffee eine der reichsten Polyphenol-Quellen. Die am meisten enthaltenen Polyphenole sind Phenolharze, Chlorogensäure und Kaffeesäure. Polyphenole können Entzündungen und oxidativen Stress reduzieren.

 

Die dunkle Seite von Kaffee

  • Kaffee hat auch negative Seiten, einschließlich Nervosität und Angstgefühlen. Falls Sie unter einem unregelmäßigen Herzschlag, zu hohem Blutdruck oder einer Angststörung leiden, sollten Sie es nicht übertreiben.
  • Kaffee kann auch die Vitaminaufnahme erschweren, wie beispielsweise die Aufnahme von Folsäure, B12 und B6-Vitaminen, was besonders für schwangere Frauen wichtig ist.
  • Kaffee ist sehr säurehaltig und kann dem Körper Kalzium entziehen, um die Säureebenen auszubalancieren.
  • Zu viel Kaffee kann außerdem die Nebennieren anregen, die daraufhin zu viel Cortisol produzieren.
  • Falls Sie schwanger sind, sollten Sie am besten auf Kaffee verzichten.

 

Darauf sollten Sie beim Kaffee-Genuss achten:

  • Verwenden Sie frische ganze Bio-Bohnen. Kaffee ist oft mit Pestiziden und Herbiziden belastet, weshalb Sie sich grundsätzlich für ein Bio-Produkt entscheiden sollten.
  • Trinken Sie Ihren Kaffee niemals aus Stryoporbechern, die nicht nur eine Schande für die Umwelt sind, sondern auch giftige Chemikalien auslaufen lassen.
  • Trinken Sie Ihren Kaffee schwarz. Falls Sie ein wenig Süße brauchen, probieren Sie es mit Ahornsirup, Stevia, Honig oder Kokoszucker.
  • Vermeiden Sie Kaffeegetränke wie Frappuccinos und aromatisierten Latte aus dem Coffeeshop, die teils bis zu 700 Kalorien enthalten.

Die Herren «Prof. Dr. Dr. George Birkmayer» und «Dr. med. Manfred Doepp» haben in einem Interview das Thema ebenfalls kontrovers diskutiert und sind zu einem eindeutigen Schluss gekommen. Sehen Sie selber:

Ist Kaffee gesund? Expertentalk zu Stimulanzien und NADH – QuantiSana.TV 16.02.2017