Was ist das, was kann es sein?

Dr. med. Manfred Doepp

 

Schauen wir uns die ursprüngliche Bedeutung an: Integer heißt ganz, mängelfrei, vollständig; integrieren heißt wiederherstellen, zusammenfassen/-fügen, so dass nichts übrig bleibt und alles einbezogen ist. Ein schönes Ziel. Bezüglich der Medizin kann man daraus folgern, dass alle Sparten berücksichtigt werden, dass keine Richtung ausgeschlossen wird. Also eine Synthese bzw. Symbiose von konventioneller, komplementärer und Außenseiter-Medizin. Das Motto, unter dem sich alle einigen könnten, hieße dann: wer heilt, hat Recht, wer auch immer es sei. Über das «wie» kann man trefflich streiten, denn hier kommt das «nihil nocere» des Hippokrates ins Spiel, also ein Behandeln, ohne dem Patienten Schaden zuzufügen. Ein nebenwirkungsfreies Heilen hätte sinnvollerweise den Vorrang vor einem solchen, das vom Prinzip her mit Nebenwirkungen einher geht.

Es gibt keine bevorzugte oder alleinseligmachende Medizin, es gibt keinen Absolutheitsanspruch einer Methode oder Methodik. Die Medizin wäre so pluralistisch und variationsreich wie die Menschen und deren Krankheiten. «Suum cuique»: Jedem das, was er braucht, denn man kann sicher einen 120 kg-Patienten, der von Schweinshaxe und Bier lebt, nicht in einen Topf werfen mit einer zarten Frau, die schon vom Ansehen her übersensitiv wirkt. Ersterer reagiert am besten auf Chemie, letztere auf Homöopathie.

Soweit, so logisch. Leider sieht die Realität unlogischer aus, denn es gibt Macht, Privilegien, Renditen, Profit, Korruption, es gibt Besitzstandswahrung, Hierarchien, Schulen, Lehrgebäude, Seilschaften, usw. Der frühere deutsche Bundespräsident, J. Rau, forderte einmal, die Medizin vom kapitalistischen Prinzip abzukoppeln, denn das Verdienen am Kranksein und das Mehr-Verdienen am Mehr-Kranksein könne nicht zu humanen Zuständen führen. Logisch. Niedergelassene Ärzte wie Heilpraktiker oder auch Chefärzte sehen sich immer wieder gezwungen, entgegen ihrer Ethik unternehmerisch zu denken und zu handeln. Das ist widersinnig.

Eine schon ältere und auch bewährte Einteilung der Prioritäten besagt, dass die sog. Schulmedizin mit ihrer Effizienz vor allem für akute Zustände und Krankheiten zuständig sein sollte, die sanftere Naturheilkunde für Prophylaxe, Prävention und für die Ausheilung chronischer Erkrankungen. Dies würde allerdings die Bedeutung der Letzteren anheben, denn immer seltener kommt es zu Heilungen im Sinne einer vollständigen Ausheilung der Krankheit oder Verletzung, immer häufiger sehen wir Chronifizierungen, die offenbar eine Dauertherapie benötigen.

So konnte der Autor bei Praxisvertretungen in der Vergangenheit als repräsentativen Querschnitt der Patientenschaft eine immerwährende Gleichheit feststellen: a) das Senken des Cholesterins, b) das Senken des Blutzuckers, c) das Senken des Blutdrucks, d) eine Blutverdünnung, e) ein Antidepressivum. Diese Palette macht über 60% der Therapien bei Älteren aus. Es ist dies natürlich alles indiziert, nur leider kommt es in keinem Fall zu einer Heilung, jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit zu Nebenwirkungen.

In der Schweiz gab es im Jahre 2010 das berühmte Volksbegehren zugunsten der Komplementärmedizin. Die Wünsche der Bevölkerung zeigten sich somit deutlich. Unklar ist die Fähigkeit der Lobbyisten – in diesem Fall in Bern – den Willen des Volkes zu durchkreuzen. Nach wie vor bezahlen die Krankenkassen problemlos teure chemische Medikamente, wohingegen sie bei alternativen Mitteln großen Widerstand leisten. Sanftes Heilen ist einfach nicht erwünscht, denn es könnte ja Scharlatanerie sein. «Basel» hat nicht nur seine Bedeutung für Kreditlinien, sondern auch für die sakrosankte forschende Pharma-Industrie, die seit vielen Jahren verspricht, Volkskrankheiten zu heilen, ohne dies je verwirklicht zu haben.

 

Wenn ein Naturheilkundiger die These aufstellt, dem Organismus des Menschen seien alle Fremdstoffe unzuträglich, und dies gälte auch für Metalle, insbesondere Schwermetalle, und dies gälte auch für Impfungen, so bewegt er sich am Rande der Legalität. Obwohl die Logik mit ihm sein könnte. Und wenn er darauf besteht, es sei sinnvoll, den Organismus fast aller Menschen zu entschlacken, zu entgiften und zu entsäuern, so wird er zu einem fanatischen Spinner erklärt. Obwohl die Logik mit ihm sein könnte.

Jedoch wollen wir integrieren, also der Schulmedizin ihre Übergriffe, Abwertungen und Verurteilungen verzeihen. Die beiden «Oldtimer» ihrer Therapie sind nach wie vor im Akutfall von großer Bedeutung, nämlich Antibiotika und Corticoide. Niemand wollte darauf verzichten, auch nicht ein Alternativmediziner mit einer Blutvergiftung oder einem Bienenstich-bedingten Schock. Ins Gerede geraten sind in jüngster Zeit allerdings Chemotherapie, Transplantationen und Genmanipulationen. Hier würde ein Naturheilkundiger wohl sagen: «nicht mit mir». Und hier fühlt auch das gesunde Volksempfinden in sich eine Abwehr, die meist erst durch professoralen Druck überwunden wird: «für mich oder gegen mich, dazwischen gibt es nichts».

 

Das QuantiSana GesundheitsZentrum hat sich der Integralmedizin verschworen. Ein Grundprinzip lautet, dass der Organismus am besten weiß, was ihm fehlt und was für ihn gut ist. Daher erfolgt keine Therapie, ohne die Ganzheit des Körpers befragt zu haben, was er bejaht oder ablehnt. Dies hört sich einfach an, ist aber eine Revolution. Denn hier ist der Klient mündig, er ist nicht einem «Halbgott in Weiß» unterworfen, und vor allem keinem bestimmten Schema. Entscheidungen über Diagnosen und Therapien erfolgen im Dialog, zum einen auf der Ebene von Informationsfeldern, zum anderen von energetischen Frequenz­mustern. Diese tauchen in tiefer liegende Ursachen ein, so dass eine Symptomverschiebung oder –verdrängung nicht eintritt.

Chemische Mittel kommen dabei gleichberechtigt zum Tragen, insoweit der Körper sie für sich als notwendig erachtet. Werden die Körpersysteme also z.B. nicht mit Erregern fertig, wie es bei Parasiten oft der Fall ist, so fordert der Organismus u.U. ein Entwurmungsmittel an. Der Therapeut stellt Fragen und macht Vorschläge, entscheidet aber nicht einfach aufgrund einer rationalen Überlegung. Die Ganzheit geht immer darüber hinaus, und sie verlangt Toleranz. So ist hiermit eine Form der integrativen Medizin verwirklicht worden, die Spartenkämpfe unnötig macht bzw. ausschließt, denn es ist derjenige der König zu entscheiden was mit ihm geschieht, um den es eigentlich gehen sollte, nämlich der Organismus des Klienten.

Machen wir ein Gedankenexperiment:
Wir versetzen uns in ein Raumschiff einer Zivilisation, die unserer weit voraus ist. So können sie z.B. mit Überlichtgeschwindigkeit fliegen (dies geht ja nicht anders). Wir staunen: Die Insassen wirken alle jugendlich und sind gesund. Wie stellen wir uns die Medizin in diesem Raumschiff vor? Wäre sie a) eine Weiterentwicklung der Chemie?, b) eine perfekte Anwendung der Natur?, oder c) ein Verhindern von Krankheiten, indem jeder sich einmal täglich in eine Röhre legt, in der alle Abweichungen von der Norm elektronisch erkannt und sofort behandelt werden? Ich denke, die Mehrzahl der Befragten wäre für c. Warum also nicht das vorwegnehmen, was ohnehin die Zukunft ist? Es ist die Medizin der Felder, Wellen, Strahlen, Frequenzmuster und Impulse, die Behandlung mit Informationen und Energie.

 

 

Juni 14

Hier geht es zur PDF Datei als Download: Integrale-Medizin–Alpenparlament