Die Nahrungsmittel mit der höchsten Konzentration an mittelkettigen Fettsäuren sind MCT-KetoComp, Kokosöl und Palmkernöl, sie bestehen zu 55 % – 65 % aus mittelkettigen Fettsäuren!

Das sind gesättigte Fette, doch sie verhalten sich im Körper nicht so, wie die langkettigen gesättigten Fette, die den Ärzten Sorgen machen. Die bei uns üblicherweise verwendeten Öle (Soja-, Oliven-, Raps-, Mais-, Erdnuss-, Distel- und Sesamöl) enthalten gar keine mittelkettigen Fettsäuren. In Ziegenmilch, Vollmilch von der Kuh, Butter, Creme double sowie Ziegen- und Fetakäse sind sie dagegen enthalten, wenn auch nicht in annähernd in den Konzentrationen wie oben beschrieben.

Durch den Verzehr von Fetten, die mittelkettige Fettsäuren enthalten, können wir uns den natürlicherweise in unserem Körper ablaufenden biochemischen Prozess zunutze machen. Je mehr wir davon verzehren, desto mehr Ketone werden gebildet. An Tagen, an denen sie keine mittelkettigen Fette zu sich nehmen, werden im Körper wahrscheinlich keine nennenswerten Ketonmengen gebildet, es sei denn, sie hungern ein paar Tage oder länger oder sie machen eine ketogene Diät.

Wir bereits erwähnt, passieren die mittelkettigen Fettsäuren die Blut-Hirn-Schranke und werden von den Gehirnzellen als Energielieferanten genutzt. Wenn man den Prozess betrachtet, der bei Alzheimer und bestimmten anderen neurogenerativen Krankheiten abläuft, ist es ausgesprochen gut nachvollziehbar, dass mittelkettige Fettsäuren eine wichtige Energiequelle für das Gehirn darstellen. Für manche Menschen könnte man sie sogar als „essenziell“ bezeichnen: Das Gehirn braucht sie, der Körper kann sie nicht selbst herstellen, daher müssen sie durch die Nahrung aufgenommen werden. Es scheint also sehr vorteilhaft zu sein, täglich mittelkettige Fettsäuren zu sich zu nehmen. Dadurch wird das Gehirn nicht nur mit Ketonen versorgt, sondern auch mit den Fettsäuren selbst, die von bestimmten Gehirnzellen direkt als Energiequelle genutzt werden können.

Je mehr mittelkettige Fettsäuren in der Ernährung enthalten sind, desto mehr Ketone werden von der Leber hergestellt. MCT Öl erhöht den Ketonspiegel (sehr hoch) für etwa 3 Stunden nach dem Genuss, Kokosöl 7 – 8 Stunden, allerdings weitaus geringere Erhöhung. MCT-KetoComp 6 – 12 h bei hohem Spiegel. Dies ist zweifellos von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Weitere detailliertere Informationen finden Sie im Buch: Alzheimer, vorbeugen und behandeln von Mary Newport. ISBN-Nummer: 978-3-867331-112-0. Kindle: 978/3-95484-057-1, PDF 98-3-95484-058-8