Umsatzträger oder Blockbuster?

In der Pharma-Industrie gibt es die umsatzträchtigsten Mittel = Blockbuster, und es gibt die Umsatzträger für das «Brot-und-Butter-Business». Aus der Sicht der Finanzwelt besteht hierbei kein Zusammenhang mit der Gesundheit der Patienten, es geht im Neoliberalismus = Turbokapitalismus nur um den Profit.

Dass der Zusammenhang zwischen Helfen-wollen und Viel-verdienen-wollen schwerlich herstellbar ist, stört hierbei nicht. Dass ein Gegensatz zwischen diesen Absichten besteht, wid allerdings von Big-Pharma bestritten. Nun denn…

Schauen wir uns einmal zwei relativ junge Umsatzträger an, die das Zeug zum Blockbuster haben, ist doch die Zahl der damit eventuell zu versorgenden Patienten hoch, es sind Hunderte von Millionen.

Das erste Mittel ist gegen Alzheimer gerichtet. Exelon; das zweite zur Blutverdünnung: Xarelto. Nachfolgend werden Auszüge aus den Swissmedic-Protokollen aufgeführt. Es werden dabei nur unerwünschte Wirkungen genannt, die häufig oder sehr häufig vorkommen.


Exelon®

Novartis Pharma Schweiz AG

Wirkstoff: Rivastigmin

Zur symptomatischen Behandlung von Patienten mit leichter bis mittelschwerer Demenz vom Typ der Alzheimer Krankheit oder assoziiert mit der Parkinson Krankheit.

Wie andere Cholinomimetika kann Rivastigmin extrapyramidale Symptome auslösen oder verstärken. Bei Parkinson-Patienten, die mit Exelon Kapseln behandelt wurden, ist eine Verschlechterung der Parkinson-Symptome, insbesondere des Tremors, beobachtet worden.

In der klinischen Studie bei Patienten mit Parkinson-assoziierter Demenz kam es unter Exelon zu einem häufigeren Anstieg der Serum-Amylase und -Lipase als unter Placebo (s. «Unerwünschte Wirkungen»).

Bei Patienten mit leichter bis mittelschwerer Nieren-und Leberinsuffizienz können die unerwünschten Wirkungen häufiger auftreten.

Bei kombinierter Anwendung verschiedener Betablocker (einschliesslich Atenolol) und Rivastigmin wurde über additive Wirkungen und daraus resultierende Bradykardie (die zu einer Synkope führen kann) berichtet.

Unerwünschte Wirkungen

  • Häufig: Agitiertheit, Verwirrtheit, Albträume, Ängstlichkeit.
  • Sehr häufig: Schwindel (19%).
  • Häufig: Kopfschmerzen, Somnolenz, Tremor.
  • Sehr häufig: Übelkeit (38%), Erbrechen (23%), Diarrhö (15%), Appetitlosigkeit (11%).
  • Häufig: Abdominalschmerzen, Dyspepsie.
  • Häufig: Müdigkeit, Asthenie, Unwohlsein.
  • Häufig: Gewichtsverlust.
  • Häufig: Harninkontinenz, psychomotorische Hyperaktivität
  • Weitere unerwünschte Wirkungen: Hyper- und Hypotonie.
  • Häufig: Depression, körperliche Unruhe.
  • Verschlechterung der Symptome der Parkinson Krankheit

In den klinischen Studien konnten die kognitiven Leistungen von Alzheimer-Patienten vorübergehend verbessert, respektive eine Verschlechterung der Symptome verzögert werden. Zur Zeit gibt es noch keine Daten, dass Exelon den degenerativen Prozess der Alzheimer Krankheit beeinflusst.


Kommentar:  Es ist keine wirksame, allenfalls eine mässig effektive symptomatische Therapie. Die Zahl und Schwere der Nebenwirkungen ist hoch. Bei parallel bestehendem Parkinson ergibt sich sogar eine Verschlechterung. Eine Ursachenbehandlung wird nicht in Betracht gezogen. Die Preise und Gewinne sind sehr hoch. An die Möglichkeit von natürlichen Methoden zur Demenzvorbeugung und -behandlung wird nicht im Ansatz gedacht: Kokosoel, MCT-Oel, MAP, NADH, OPC, etc.


Xarelto®

Bayer (Schweiz) AG

Wirkstoff: Rivaroxaban

Für:

  • Thromboseprophylaxe bei grösseren orthopädischen Eingriffen an den unteren Extremitäten wie Hüft- und Knieprothesen.
  • Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und von Lungenembolien (LE) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und Lungenembolien.
  • Schlaganfallprophylaxe und Prophylaxe systemischer Embolien bei nicht-valvulärem Vorhofflimmern.

Vorsicht ist geboten bei Patienten, die gleichzeitig mit auf die Gerinnung wirkenden Arzneimitteln wie nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAIDs), Acetylsalicylsäure, Thrombozytenaggregationshemmer oder anderen Antikoagulantien behandelt werden, da diese Arzneimittel das Blutungsrisiko erhöhen.

Unerwünschte Wirkungen

  • Häufig: Anämie.
  • Häufig: Schwindel, Kopfschmerzen.
  • Häufig: Augenblutungen (einschl. Bindehautblutungen).
  • Funktionsstörungen des Herzens
  • Häufig: Gingivablutung, postinterventionelle Blutung (inkl. postoperativer Anämie und Wundblutung), Hypotonie, Hämatome, Blutung des Gastrointestinaltrakts (inkl. Rektalblutung, Hämatemesis), Blutung im Urogenitaltrakt (inkl. Hämaturie und Menorrhagie).
  • Häufig: Epistaxis, Hämoptysis.
  • Häufig: Nausea, Obstipation, Durchfall, abdominale und gastrointestinale Schmerzen (inkl. Schmerzen im oberen Abdomen, Magenbeschwerden), Dyspepsie (inkl. epigastrischer Beschwerden), Erbrechen.
  • Häufig: Erhöhung der Transaminasen.
  • Häufig: Pruritus (inkl. Fälle von generalisiertem Juckreiz), Rash, Ekchymose, kutane und subkutane Blutungen.
  • Häufig: Schmerzen in den Extremitäten.
  • Häufig: Urogenitalblutung (einschliesslich Hämaturie und Menorrhagie), eingeschränkte Nierenfunktion
  • Häufig: Fieber, peripheres Ödem, Asthenie (inkl. Müdigkeit).

Aufgrund seiner pharmakologischen Wirkungsweise kann die Anwendung von Xarelto mit einem erhöhten Risiko okkulter oder sichtbarer Blutungen aus jedem beliebigen Gewebe oder Organ verbunden sein. Blutungskomplikationen können sich als Schwächegefühl, Blässe, Schwindel, Kopfschmerzen oder unerklärliche Schwellung sowie Dyspnoe und unerklärlicher Schock zeigen.


Kommentar: Es ist eine risikoreiche Methode zur Blutverdünnung. Die Zahl und Schwere der Nebenwirkungen ist hoch. Die Preise und Gewinne sind sehr hoch. An die Möglichkeit von natürlichen Methoden zur Blutverdünnung wird nicht im Ansatz gedacht: Ginkgo biloba, Arginin, Mucokehl D5, das der Weidenrinde immerhin ähnliche ASS 50 oder 100 mg, und das Trinken von mehr als 2 Litern guten Wassers/Tag.


Schlussbetrachtung:

Wir werden es erleben, dass diese Mittel in den Kanon der fast jedem Patienten über 60 Jahren gegebenen Mittel einbezogen werden, als da sind: Statine zum Cholesterinsenken, Metformin zum Blutzuckersenken, ACE-Hemmer oder Calziumantagonisten zum Blutdrucksenken, Betablocker für das Herz, etc. 

Wie steht auf dem englischen Hosenbandorden: Ein Hundsfott, der schlecht dabei denkt.