Veränderung ist eine Sinnestäuschung auf der Grundlage von Bewegung. Im bewussten Universum des Wissens gibt es keinerlei Veränderung. Es gibt nur eine Illusion von Veränderung, hervorgerufen durch die beiden sich austauschenden Lichtqualitäten des Denkens, um die Eine Gesamtidee in viele getrennte Ideen zu unterteilen und sie in Gestalt bewegter Materie aufzuzeichnen.

Die Sinne sind das Publikum für diese Gedankenschwingungen. Die Sinne sind ein Teil dieser Illusion. Die Sinne sind elektrisch. Sie gehören zum Gedankenuniversum der Bewegung und haben nichts mit Ruhe zu tun. So wie Bewegung selbst nicht existiert, sind auch die Sinne nicht-existent.

Die Sinne sind nur die imaginären Aufzeichnungen von imaginärer Bewegung, imaginärer Materie und imaginärer Veränderung. Als solche sind sie begrenzt auf winzige Gucklöcher auf die Unermesslichkeit, die sich jenseits ihrer Wahrnehmung erstreckt. Die Sinne haben kein Wissen um das, was sie wahrnehmen. Sie zeichnen lediglich Bewegung auf.

Die Sinne reagieren nur in einer Richtung auf Bewegung. Sie spüren den Vorwärtsfluss der Zeit, nicht jedoch den Rückwärtsfluss. Wenn sie beide Richtungen registrieren könnten, würden sie in diesem Nullsummen-Universum der scheinbaren Bewegung der Ruhe gewahr werden.

Das Universale Eine hat es so geplant, sonst könnte es die zeitliche und räumliche Abfolge von Gedankenmanifestationen, die das schöpferische Universum ausmacht, nicht geben.

Wenn unser Wissen unsere Wahrnehmung übersteigt, werden wir uns von den Illusionen unserer Sinne nicht mehr täuschen lassen. Wer zum ersten Mal einen Farbfilm sähe und nichts über derartige elektrische Effekte wüsste, würde glauben, durch ein Fenster reale Geschehnisse zu betrachten, ohne zu merken, dass es sich nur um eine Illusion handelt, „erschaffen“ durch die Projektion von positivem Licht durch strukturierte Negative. Nicht mehr ist Schöpfung: Zwei Lichtstrahlen, die durch einander hindruchprojiziert werden, um Bewegung, Form und Wandel vorzutäuschen.

Unsere Sinne sind wie Reisende in einem Schnellzug. Die Passagiere nehmen Teile der Landschaft im Vorwärtseilen wahr, während sich für ihre Sinne die Landschaft rückwärts bewegt. Die Sinne deuten diese Effekte als Materie in schneller Bewegung, die sich in ständigem schnellem Wandel befindet. Wer denselben Zug von einem Berggipfel aus betrachtet, würde dieselbe schnelle Bewegung und den schnellen Wandel als unwandelbare Ruhe wahrnehmen.

Während sich der Mensch vom Sinnesmenschen zum geistigen Menschen entwickelt, wird er sich sowohl der gegenläufigen Bewegung aller Wirkung allmählich bewusst und dass diese zwei Wege die sichtbare Wirkung sind, auf die seine Sinne ansprechen, als auch des unsichtbaren Effekts, um den er weiß, ohne ihn wahrzunehmen.

Allmählich rückt bei dieser Entfaltung des Menschen die Zeit heran, wo sein volles Gewahrsein der All-Ursache es überflüssig macht, sich auf die Wahrnehmung zu stützen. Damit erhebt sich der Mensch über seine Sinne. Er erkennt nun das Bewegungsuniversum als das, was es ist und nicht mehr als das, was es zu sein scheint.

Weitere Informationen über den natur-elektrischen Organismus des Menschen sind im Buch: Zeitgemäßes Heilen enthalten.

ISBN: 978-3-943413-18-2