Dr. med. Manfred Doepp

 

Nicht jede Verschwörungstheorie muss aus sich heraus falsch sein. Schließlich handelt es sich wie bei Vielem in der Wissenschaft zunächst um eine Hypothese und man kann sie durchweg weder beweisen noch widerlegen. Die Frage ist, wie viele Indizien dafür sprechen, und, ob es Nachweismethoden gibt. So hielt der Autor das Thema der Chemtrails lange für irrelevant oder zumindest übertrieben. Zwar erschienen die persistenten Formen der Streifen am Himmel, der stehenden Wellen ähnlichen Wolkenformationen und deren Steppdecken-ähnliche Verteilungen als unnormal (siehe Abb. 1), aber: war das so schlimm? Altnickel allerdings bewies, dass es sich nicht um Kondensstreifen handelt.

Chemtrails erfahren Sie mehr ... Geriffelte Wolken durch stehende Wolken

Abb. 1: Geriffelte Wolken durch stehende Wellen

Vor einigen Monaten änderte sich diese Haltung, als zum einen mittels des Geräts TimeWaver® Frequency gezielt danach gesucht werden konnte, und zwar mit eindeutigen Ergebnissen, und als zum anderen plötzlich Patienten auftauchten, die das volle Bild der Morgellons-Krankheit aufwiesen. Man kann sich eine vergleichende Ansicht darüber verschaffen, indem man bei Wikipedia, Youtube und Google nach diesen Begriffen forscht, die Teile ein und desselben Grundthemas sind. Die Psychiatrisierung in Zusammenhang mit den Begriffen («Wahn») darf einen dabei nicht abschrecken, sind dies doch Meinungen ohne wissenschaftliche Basis. Auch Ignaz Semmelweis wurde bekanntlich in Wien so beurteilt.

Erstaunlicherweise wurde der Begriff Morgellons-Disease bereits im 17. Jahrhundert in einem Werk des englischen Arztes Sir Thomas Browne angeführt. Er nannte sie «harsh hairs» (Abb. 2). Und zweifellos sind die Abgase von Flugzeugen mit entsprechend dotiertem Kerosin nicht die alleinige Quelle, sondern es können auch artefiziell veränderte Nahrungsmittel sein, wobei die GMO (genetically modified organisms) heutzutage eine Hauptrolle zu spielen scheinen.

Morgellons - Erfahren Sie mehr hier...

Abb. 2: Zeichnung von Morgellons aus dem 17. Jahrhundert ©abcNews.com

 

Chemtrails

Die Existenz von Chemtrails (zusammengesetzt aus Contrails = Kondensstreifen und Chemie) wird zunehmend selten bestritten. Als offizielle Begründung dafür wird postuliert, dass man den Klimawandel, also die Erderwärmung bekämpfen müsse, indem man durch eine Schicht elektrisch leitender und Strahlen reflektierender Substanzen in der Höhe von 10’000 bis 12’000 Metern die Sonneneinstrahlung reduzieren könne. Es sind vor allem die Chlorid- und Sulfatsalze von u.a. Barium und Aluminium, die in der Höhe der Jetstreams diesen Zweck erfüllen sollen. Nicht erwähnt wird, was mit den Molekülen passiert, die herunter rieseln und von Menschen und Tieren aufgenommen werden. Es ist sicher nur ein Zufall, dass in den Hirnschnitten von Alzheimer-Kranken sich gerade solche Leichtmetalle auffinden lassen. Und es bleibt unerwähnt, dass diese Schicht nicht nur in Richtung des Kosmos, sondern auch zur Erde hin verschiedene Wellen reflektieren kann. Ein «Hundsfott», der hierbei an die Aussendungen von HAARP und ähnlichen Riesenantennen denken lässt.


Morgellons

Morgellons hingegen sind sehr kleine Kunststoff-Fäden/Fasern/Fibrillen, die mit u.a. Aluminium umhüllt sind, und die ebenfalls auf die Erde herab rieseln. Sie werden eingeatmet, gegessen oder getrunken und geraten ins Blut. Der Körper versucht, sich ihrer zu entledigen und verschiebt sie zunächst in die Zwischenzell­substanz und dann ins Lymphsystem. Sobald dieses aufgefüllt ist und eine Insuffizienz erreicht hat, treten sie über in die Haut und u.U. aus ihr heraus. Es kommt zu einem starken Juckreiz, der Betroffene kratzt sich blutig. Dies betrifft vor allem den Rücken, die Unterarme und Unterschenkel. Nach solcherart erreichter lokaler Elimination der Morgellons bilden sich Krusten, die als weiße Flecken abheilen (siehe Abb. 3 und 4).

Rücken bei Morgellons-DiseaseUnterschenkel bei Morgellons-Disease
 Abb. 3 und 4: Rücken und Unterschenkel bei Morgellons-Disease

 

Klinisch imponiert dabei ein Körpergeruch, der eine Diagnose bereits über die geübte Nase zulässt. Diesem Vollbild voraus gehen unerklärliche Lymphstrang- und knoten-Schwellungen vor allem am Hals, z.B. eine Seitenstrangangina imitierend, aber ohne Entzündung.

Eine typische Verlaufsform sieht also so aus: Einatmen der Morgellons, Hustenreiz ohne Begründung, Abfangen in den Adenoiden des Rachens, Halslymphknotenschwellungen. Übertritt ins Blut, in die Matrix, in den Lymphfluss. Absondern in die Haut, Austritt am Rücken: Makulae, Papulae, vulkanähnliche Schwellungen mit starkem Juckreiz, Kratzen bis zur Entleerung der Erhebungen, Abheilen mitpigmentfreien Arealen. Späterer Austritt in der Haut von Armen und Beinen, derselbe Verlauf. Das Lymphsystem wird sukzessive insuffizient. Andere Erreger siedeln sich an. Eine spätere Lokalisation ist das Gehirn.

Wenn Dermatologen Corticoide anwenden und den Patienten das Kratzen verbieten, so ist dies kontra­produktiv, denn ein Abheilen geschieht erst, nachdem die Fasern entfernt wurden. (Die Schulmedizin geht ganz überwiegend davon aus, dass es sich um ein psychisches Krankheitsbild handelt, obwohl ein Zusammenhang mit den beschriebenen Fasern besteht.)

 

Nanobakterien

Die Dritten im «üblen Bunde» sind Nanobakterien, kleiner als Bakterien, größer als Viren. Seit langem gibt es einen Diskurs darüber, ob es lebende Zellen sind oder nur Moleküle. Sie bestehen vor allem aus Calciumkarbonat und ähneln Nanotubuli, die einen zweifelhaften Ruf erlangt haben. In ihrem Inneren kann man kleine Viren unterbringen, z.B. Simian SV-40-Viren, die Vorläufer der HI-Viren. Im Gegensatz zu üblichen Erregern verursachen sie keine akuten Infektionen, sondern chronisch-schleichende Entzündungen, die u.a. die Intima der Arterien betreffen und somit eine Arteriosklerose hervorrufen. Das Cholesterin hat hierbei nur die Rolle eines Kleisters für die Gefäßläsionen inne und stellt einen Selbstheilungsversuch des Organismus dar.

Ein herkömmlicher Therapeut wird schwerlich in der Lage sein, sich diesem Themenkomplex kompetent anzunähern. Jedoch stellen viele fest, dass es immer mehr unerklärliche und therapieresistente Befunde gibt. Einen Vorteil weisen diejenigen auf, die über entsprechende Testampullen und Befragungstechniken des Körpers verfügen. In den 155’000 Einträgen in den Datenbanken des TimeWaver® Frequency befinden sich alle diese Frequenzmuster, so dass man über die Angaben der Relevanzwerte bei der Informationsfeld-gesteuerten Kohärenzanalyse zu den Erkenntnissen kommt, wie viele Menschen bereits latent davon betroffen sind. Es ist erschütternd.


Was tun?

Wie sieht es nun mit den Therapiemöglichkeiten aus, wenn derartige Krankheitserreger nachgewiesen sind? Sie sind leider nur gering ausgeprägt. Da alle drei Belastungstypen das Lymphsystem einbeziehen, ist dessen Aktivierung die wichtigste Methode. In Betracht kommen Lymphdrainagen vor allem von Kopf und Hals, Vibrationsmethoden wie die Biomechanische Stimulation (BMS) nach Nazarov und naturheilkundliche Lymphstärkungsmittel. Das ZNS muss vor dem Eindringen dieser Moleküle geschützt werden, und – wenn es bereits passiert ist – sollte man Ausleitungsmittel wie Koriander-Extrakt einsetzen. Technischer Elektrosmog ist zu vermeiden, da er die Blut-Hirn-Schranke öffnen kann. Das TimeWaver® Frequency ermöglicht ebenfalls eine Therapie.

 

Zu erwähnen ist, dass es eine Reihe weiterer Erreger gibt, die sich eine solche Situation zunutze machen. Es sind u.a. Borrelien, Herpes-, Coxsackie- und Epstein-Barr-Viren, die subklinisch-schwelende Encephalitiden auslösen können, aber auch lymphotrope Viren wie die Humanen T-Lymphozyten-Virus-Typen.

In der Süddeutschen Zeitung stand kürzlich ein Artikel darüber, inwieweit wir Menschen «Zombies» der Organismen sind, die sich pathogen im Darm aufhalten, seien es Pilze, Egel oder Parasiten. Diese können tatsächlich das Gehirn, das Verhalten und das Bewusstsein der Menschen manipulieren. Immerhin sind dagegen Kräuter gewachsen, zur Not chemische Mittel. Die hier angeführten Attacken auf uns Menschen dagegen sind neu, «man-made» und bisher ohne gesicherte Wege zur Behandlung. Wir sollten sie jedoch bei der Diagnostik präsent haben, denn es gibt immerhin vorbeugende Maßnahmen wie die Umkehrosmose von Wasser, das Vermeiden von Milch und Fleisch, das gute Abwaschen von Rohkost, sowie das Benutzen von Atemmasken, die in Japan ganz üblich sind. In den USA kommt die Krankheit häufiger vor, es gibt es eine Reihe von Morgellons-Selbsthilfe-Vereinigungen. Man könnte vermuten, dass uns dies bald bevorsteht.

 

Mai 14

 

 

Literatur: 

Morgellons:

Robert E. Accordino, Danielle Engler, Iona H. Ginsburg, John Koo: Morgellons disease? Dermatol Ther. 2008 Jan-Feb;21(1):8-12. PMID 18318880 (PDF)

Wolfgang Harth, Barbara Hermes, Roland W. Freudenmann: Morgellons in der Dermatologie. Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, 2010 Apr;8(4):234-42. PMID 19878403

Michele L. Pearson, Josef V. Selby, Kenneth A. Katz, Virginia Cantrell, Christopher R. Braden, et al. (2012): Clinical, Epidemiologic, Histopathologic and Molecular Features of an Unexplained Dermopathy. PLoS ONE 7(1), PMID 22295070

Virginia R. Savely, Mary Leitao, Raphael B. Stricker: The mystery of Morgellons disease: infection or delusion? Am J Clin Dermatol. 2006;7(1):1-5. Review. PMID 16489838

Odenwald, Michael: ‚Wetterkapriolen‘ Focus 17. Juni 2011.

 

Chemtrails:

Umweltbundesamt: ‚Chemtrails – Gefährliche Experimente mit der Atmosphäre oder bloße Fiktion?‘, Stand: März 2011.

Michael Kneissler: ‚Verschwörung am Himmel?‘, P.M. Magazin 01/2012.

US Air Force: Contrails Facts, AFD-051013-001, 13. Oktober 2005.

Nigel James: ‚Contrails‘, In: Peter Knight: Conspiracy Theories in American History, Santa Barbara/ Denver/Oxford 2003, 197-199.

Jerry E. Smith: Weather Warfare: The Military’s Plan to Draft Mother Nature. Adventure Unlimited, 2006, ISBN 1-931882-60-6

 

Nanobakterien:

Virginia M. Miller u. a.: Evidence of Nanobacterial-like Structures in Human Calcified Arteries and Cardiac Valves. In: American Journal of Physiology – Heart and Circulatory Physiology. 2004, S. H-00075-2004.R1, doi:10.1152/ajpheart.00075.2004

Jan Martel, John Ding-E. Young: Purported nanobacteria in human blood as calcium carbonate nanoparticles. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 105, Nr. 14, 2008, S. 5549–5554, doi:10.1073/pnas.0711744105

 

 

Hier als PDF Datei zum Download: Chemtrails Morgellons und Nanobakterien – Doepp – Mai14 PDF