Heilung durch die göttlichen Gesetze

Autor: Dr. med. Manfred Doepp
Kategorie: Medizin
Ausgabe Nr: 55

 Bergpredigt und Medizin

 

Medizin und geistiges Wissen gehören untrennbar zueinander. Hier spricht ein Mediziner am Beispiel der Bergpredigt über die Gesetze von Ursache und Wirkung. Krankheit hat immer eine geistig-seelische Botschaft, die uns mit der göttlichen Ordnung in Einklang bringen möchte.

 

Ein Zusammenhang zwischen den beiden im Titel angeführten Themenbereichen erscheint in der ersten Annäherung nur schwer einsichtig. Die Medizin unserer Tage hat sich von ihrem Ursprung, der ganzheitlichen Heilkunde, ein erhebliches Stück entfernt, so dass die frühere Synthese zwischen dem Heilen und der Spiritualität im Sinne eines Priesterarztes oder Arztpriesters weitgehend verloren gegangen ist. Andererseits muss man die Bergpredigt, obwohl unbestreitbar im Zentrum der Lehre des Christus Jesus stehend, als heute am Rande befindlich einordnen, abgelegt unter dem Oberbegriff Utopie und von Pfarrern ungern in ihr Repertoire einbezogen.
Jedoch ist es sicher, dass in der Person von Jesus, dem Christus, beides zusammengehörte, denn er war ein Verkünder und zugleich ein Heiler. Sein bekannter Ausspruch nach einem Heilerlebnis lautete: »Dein Glaube hat dir geholfen.« Demnach wären das Heil-werden der Seele und das Geheilt-werden des Körpers untrennbar miteinander verbunden. Eine Utopie?
Man könnte nun anführen, dass gläubige Menschen seltener krank sind und mit größerer Wahrscheinlichkeit wieder gesund werden als nicht religiös oder spirituell Ausgerichtete. Man könnte auch aufführen, dass das Beten für Kranke deren Heilungs-Chancen erhöht, auch wenn es im »Blindversuch« stattfindet. Solche Ansätze wurden wissenschaftlich untersucht, sie erwiesen sich als statistisch signifikant und können somit als akzeptabel gelten. Um diese allgemeinen Tatsachen soll es hier jedoch nicht gehen, sondern um individuelle und spezifische Zusammenhänge, die jeder an sich selbst anwenden kann.

 

Der Organismus ist nicht lebensfähig ohne dazugehörige Seele, die Seele existiert hingegen sehr wohl und ewig auch ohne Körper.

 

Die Medizin heute
Es existieren heute zwei grundsätzlich unterschiedliche Ansätze in der Medizin, die oberflächliche, symptombezogene = zudeckende und die tiefergehende, ursachenbezogene = aufdeckende Form. Erstere ist die konventionelle, sie beseitigt Beschwerden und macht wieder funktionstüchtig, meist manipuliert sie dabei den Organismus. Nebenwirkungen werden in Kauf genommen, ihre Möglichkeit bildet die Grundlage für Rezeptierungen, und spätere negative Folgen gelten als systemimmanent und unabänderlich. Selbstheilungskräfte sind hier nicht notwendig, sie stören eher. Im Extremfall wird der Körper in ein künstliches Koma versetzt, so dass alle seine Funktionen von außen her gesteuert werden können. Eine solcherart dominante Form der Medizin existiert allerdings erst seit ca. 150 Jahren.
Die zweite sucht nach der pathogenen Entwicklung vor dem Ausbruch einer Krankheit und nach dem ›warum‹. Sie will die Ursache finden und auflösen, und zwar nicht gegen den Körper, sondern zusammen mit seinen Fähigkeiten zur Selbstheilung. Die Homöopathie als Beispiel stellte vor 250 Jahren einen ersten solchen Ordnungsansatz im damaligen Chaos der akademischen Medizin dar. Wenn der Körper aber zur Selbstheilung befähigt ist, und daran gibt es wohl keinen Zweifel, so muss er ein internes Programm haben, das feststellt, was die Norm in welcher Form verlassen hat, und, wie es wieder in seine Mitte zurückkehren kann. Dies verlangt das Anerkennen einer »Blaupause«, eines übergeordneten Plans für den Organismus, der zugleich in ihm existent ist.

 

  Die Blaupause des Organismus (Bergpredigt und Medizin)

 

Die Blaupause des Organismus
Wo kann dieser Plan abgelegt sein? Nach momentaner Kenntnis kommt nur die DNS in Betracht, die ja in allen Körperzellen identisch das gesamte materiell-niedergelegte individuelle Programm dieses Menschen für dieses Leben beinhaltet. Es stellt sich nun die Frage, ob die Steuer- bzw. Leitungsfunktion der DNS ausschließlich materiell-genetisch codifiziert ist, einhergehend mit der Synthese von Proteinen, die als Botenstoffe und direkt die Ausführungen der Befehle übernehmen, oder ob nicht übergreifende Informationsfelder existieren, die intelligent sind, den Überblick haben und die Realität kontrollieren, möglicherweise über Raum und Zeit hinaus gehend.
Die Wissenschaft der Genetik postuliert, dass nur Genome, also Abfolgen von Aminosäurenpaar-Triplets dazu befähigt und notwendig seien. Was bestimmte Körperfunktionen und deren Anomalien betrifft, ist diese Auffassung offenbar korrekt. Jedoch gehen die Fähigkeiten der Lebewesen darüber hinaus. Bereits bei der Ausübung systemischer Prozesse, z.B. dem sinusförmigen Verlauf des Tonus der vegetativen Nerven und ihrer Reiz-Reaktionsphänomene ist nicht nur ein einzelnes Gen betroffen, sondern das Zusammenspiel vieler Gene erforderlich. Höhere Leistungen sind schon bei Tieren nicht mehr nur über Gene erklärbar, z.B. beim Zurücklegen großer Strecken das gleichzeitige Sich-orientieren an mehreren Kriterien wie Landschaftsform, Erdmagnetfeld und Sternbildern. Peter Gariaev (in: Tattva Viveka 20) spricht von einem wellengenetischen Code als primärem und übergeordnetem System.

 

Biophotonen und Kohärenz
Ähnlich ist der Mensch vor allem in Ausnahmesituationen in der Lage, schneller, sinnvoller und koordinierter zu agieren als es Nervenleitungen, Botenstoffe oder Hormone zulassen würden. Wie stimmen sich die Zellen eines Organs, wie mehrere Organe untereinander ab, wenn es nicht zur Konfusion kommen soll? Fritz-Albert Popp war es, der die ununterbrochene Kommunikation der Zellen miteinander bewies, Vorgänge, die über Biophotonen mit extremer Geschwindigkeit ablaufen. Ein Zitat (Tattva Viveka 18, S. 25): »Die Kohärenz, die ein biologisches System auszeichnet, ist aus physikalischer Sicht vollkommen unvorstellbar.« Aus vielen Forschungen ergab sich zusätzlich, dass die DNS ein tunnelnder Supraleiter und ein gepumpter bzw. pumpender Laser ist, und, dass sie als Empfangs- und als Sendestation wirkt.
Was aber empfängt sie? Auf jeden Fall sollten es die Informationen sein, die von den ca. 70 Billionen Körperzellen ausgesandt werden und die über Interferenzen zur Kohärenz führen. Wer aber koordiniert wiederum deren Zusammenspiel, wer hat die Aufsicht, wer gibt Ziele und Wege vor? Hier sollte es eine übergeordnete Instanz sein, die lokalisiert sein dürfte im elektromagnetischen Körper- = Vitalfeld, und die nicht trennbar ist von der Seele, da sie die Individualität beinhaltet. Ein weiteres Zitat von F.-A. Popp: »Hier muss eine Organisation dahinter stehen, die dieses Orchester dirigiert. Es muss einen geben, der über eine extrem hohe Informationsvielfalt verfügt.«
Wir kennen alle die Psychosomatik oder auch die Psychoneuroimmunologie. Nehmen wir sie ernst, so kommen wir nicht umhin, die Priorität bzw. den Primat der Psyche anzuerkennen. Sie ist von ihrer Bedeutung her vergleichbar einer Bienenkönigin, oder, wenn man dieses Beispiel akzeptiert, dem Papst einer bestimmten Kirche. Der Organismus ist nicht lebensfähig ohne die dazugehörige Seele, die Seele existiert hingegen sehr wohl und ewig auch ohne Körper. Die Seele füllt das Körperfeld mit Informationen, sie programmiert den Körper und jede seiner Zellen ›nach ihrem Bilde‹. Damit enthält auch jede Zelle in ihrer DNS dieses individuelle Programm. Der Mensch ist nicht ein Körper, der eine Seele besitzt, sondern eine Seele, die sich für eine Zeitlang in einem Körper befindet.

 

Nach der Medizin der Bergpredigt sind alle Krankheiten seelischen Ursprungs.

 

Die Basis-Software: das göttliche Gesetz
Vergleichen wir nun den Menschen mit einem Computer, so stellt sich die Frage nach der Basis-Software, ohne die kein individuelles Ausführungsprogramm funktionieren kann. Dieses Grundprogramm kann nur das Gesetz Gottes als universelles kosmisches Grundgesetz sein, das enthalten ist in unterschiedlichen Anteilen in allen Religionen, da sie alle Teile der absoluten Wahrheit beinhalten, wenngleich mit verschiedenen Schwerpunkten. Unbelastbar und unabänderbar befindet es sich als ›spiritus rector‹ im Zentrum jeder Seele und »eingeschachtelt« in der DNS jeder Körperzelle.
Nach der Medizin der Bergpredigt sind alle Krankheiten seelischen Ursprungs. Die entscheidende These dabei ist, dass der Organismus störungsfrei arbeitet, wenn die Zellen sich in Übereinstimmung befinden mit ihrem Basisprogramm, dem göttlichen Gesetz, und wenn kein individuelles Problemprogramm (z.B. eine karmische Belastung) abläuft. Dazu ist notwendig ein Leben des Menschen nach dem Extrakt dieses Gesetzes, welches auf die Erde gebracht und ausgedrückt wurde durch Jesus, den Christus, in seiner Bergpredigt. Dabei bestehen keine Widersprüche zu früheren Codifizierungen wie z.B. durch Hermes Trismegistos, Buddha oder Laotse.

 

Seele und Körper
Das Erfreuliche dabei ist, dass die Organe, die als Zellverbände ein höheres Bewußtsein haben als einzelne Zellen, eine Sprache aufweisen, d.h. dass die Organfunktion im Positiven und jedes Symptom im Negativen symbolhaft zeigen, inwieweit der betreffende Aspekt des göttlichen Gesetzes realisiert wird oder nicht. Weshalb? Der Körper ist nicht nur Ausführender des allgemeingültigen Basis- und des Individualprogramms der Seele, sondern auch ihr Freund. Er möchte nichts lieber, als in vollkommener Harmonie mit der Seele arbeiten zu können. Allerdings kennt er auch die Belastungen, die Fehlprogramme, und er hat die Aufgabe übernommen, der Seele bei deren Ausführung und Überwindung zu helfen. Hinter jeder Beschwerde und jeder Erkrankung verbirgt sich somit ein Verstoß gegen einen bestimmten Inhaltsanteil der Bergpredigt als der seit 2000 Jahren existenten ›Veröffentlichung‹ des göttlichen Gesetzes.

 

Seele und Körper
 - Bergpredigt und Medizin 

Jedes Symptom und vor allem jede Krankheit ist von daher ein Versuch, dem Menschen zu zeigen, welche Fehler er ausübt, damit er sie erkennen, ersetzen und ablegen kann. Ein Gesund-werden als Heil-werden statt eines Verdrängens beinhaltet daher eine Veränderung von Haltungen und Verhaltensweisen von Seiten des betroffenen Menschen. Symptome repräsentieren dabei bevorzugt neuere Fehler, Krankheiten sind das Ergebnis dessen, was sich über längere Zeit aufsummiert hat.

 

Die Bergpredigt allgemein
Zentrale Botschaften der Bergpredigt sind sicherlich die Selbsterkenntnis (›Balken im eigenen Auge‹) anstelle des Wertens/Abwertens und Urteilens/Verurteilens sowie das Vergeben (›7 mal 7 mal‹) anstelle des ›Auge-um-Auge, Zahn-um-Zahn‹-Prinzips. Oft wird die Bergpredigt missverstanden als Anleitung zur Unterwürfigkeit (›die andere Wange hinhalten‹). Dies ist falsch, denn Demut beinhaltet zuerst Mut, nämlich den, nicht auf seinen Vorteil zu schauen, der sich ergibt, wenn man dem Nächsten nach dem Munde redet, sondern ihm statt dessen die eigene Auffassung der Wahrheit zu sagen, jedoch so, dass er sie verstehen und annehmen kann. […]


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